Opfer – Was tun

Opfer einer Sekte – was tun ???

Sogenannte „Sekten“ sind in vielen Bereichen unseres Lebens oftmals unerkannt aktiv. Auf vielfältige Art und Weise versuchen sie, Menschen in ihren Bann zu ziehen.

„Sekten“ und Psychogruppen gehen heute subtiler vor als noch vor einigen Jahren.
Durch Firmenkäufe und Besetzung von Schlüsselpositionen durch deren Mitglieder werden die Wirtschaft und die Gesellschaft zunehmend unterwandert.

Dabei haben es die sogenannten „Sekten“ und Psychogruppen nicht unbedingt auf leicht zu überzeugende labile Menschen abgesehen. Zunehmend entwickeln sie Konzepte und Strategien für die Anwerbung von Managern, Akademikern etc., um ihren Einfluß zu vergrößern.

Manche „Sekten“ und Psychogruppen sind schon heute keine religiösen Randgruppen mehr, sondern multinationale Wirtschaftskonzerne mit viel Geld, Einfluss und Macht. Hierbei operieren manche am Rande der Legalität.

Die meisten „Sekten“ und Psychogruppen sind dabei nicht auf das „Seelenheil“ ihrer Mitglieder aus, sondern deren Geld. Oft genug steht im Hintergrund ein geschäftstüchtiger „Guru“, der auf diese Art und Weise zu Reichtum und Macht gelangen will.

Der Staat ist aufgrund unserer – sicherlich sinnvollen – Religionsfreiheit meistens außerstande, etwas gegen das Treiben dieser Gruppierungen zu unternehmen, da er eine gewisse Neutralitätspflicht hat und nur eingreifen kann, wenn gegen geltendes Recht verstossen wird.

Angehörige von Sektenopfern stehen ihrer Situation oft hilf- und ratlos gegenüber.

In dieser Situation brauchen Betroffene fachmännische Betreuung und kompetente Hilfe, um die Probleme bewältigen zu können.

Staatliche Beratungsstellen gibt es nur wenige, diese sind – sofern vorhanden – zumeist personell unterbesetzt und überbelastet. Auch können sie nicht vollständig die notwendige Hilfe leisten, da sie sich gegenüber (juristisch legalen) pseudoreligiösen Organisationen weitgehend neutral verhalten müssen.

Es ist in jedem Fall wichtig, auch staatliche Stellen über ein vorliegendes Sektenproblem in Kenntnis zu setzen, sofern geltendes Recht verletzt wird, oder konkrete Hinweise hierfür vorliegen. Kirchliche Beratungsstellen und Sektenbeauftragte haben in vielen Fällen ein entsprechendes Fachwissen und die notwendige Erfahrung, um auf dem Gebiet weiterhelfen zu können.