![]() |
Schon einige haben es über Ausstiegsberater Dieter Rohmann geschafft, ihren "Kult" zu verlassen! |
"Jede Methode ist ein Boot, das dich ans andere Ufer bringen kann.
Wenn Du dort angekommen bist, musst Du aussteigen."
Autor unbekannt
Eigentlich gibt es nur zwei unterschiedliche Ausrichtungen von sog. Sekten/Kulten, zwei Angebotsebenen auf dem immer größer werdenden Marktplatz der spirituellen Möglichkeiten und der allgegenwärtigen Persönlichkeitstrainings.
Die eine Ausrichtung fühlt sich dem Motto verpflichtet "Alles ist möglich" und verspricht dem Einzelnen mehr Effektivität, Erfolg, Steigerung der Leistungsfähigkeit, mehr Aktion als Reaktion, alles unter der Maxime: höher, schneller, weiter... Diese Richtung ist zutiefst leistungsorientiert und stellt die Grundprinzipien unserer westlichen Industrie- und Leistungsgesellschaften keineswegs in Frage. Ganz im Gegenteil: Hier wird das Leistungsprinzip als absolutes Heilsversprechen gefeiert. Es findet eine Hinwendung zur Gesellschaft und deren Werten statt. Der Weg zu sich selbst über die Maximierung der eigenen Leistungsfähigkeit. Darunter lassen sich alle sog. Psychokulte und die unterschiedlichsten Persönlichkeitsseminare subsummieren.
Ganz im Gegensatz dazu dominiert in der anderen Ausrichtung ein Gedankengut, das das Leistungsparadigma (nach unserem westlichen Verständnis) grundsätzlich in Frage stellt. Die Abwendung vom Leistungsprinzip ist hier oberste Maxime. "Hin zu sich selbst" lautet die Botschaft, die den Rückzug von den gesellschaftlichen Werten als zwingend versteht. Hier sollen alternative Nischen neben dem schon Bestehenden gefunden werden. Ziel ist die Abwendung vom Leistungsgedanken, um sich endlich auf das "Wesentliche" konzentrieren zu können. Der Weg zu sich selbst über eine Absage an die Leistungsgesellschaft. Darunter lassen sich generell alle religiösen und esoterischen Bewegungen subsummieren. In der Vergangenheit hat eigentlich eher diese Richtung immer wieder von sich reden gemacht.
Wo auch immer sich Menschen in diesen beiden Ausrichtungen befinden mögen - sie haben sich selbst, ihre eigenen Erfahrungen, Erkenntnisse und Überzeugungen, Werte, Visionen und Träume in Frage gestellt. Was grundsätzlich erst einmal nicht falsch und auch nichts Verwerfliches ist. Sie sind/waren dadurch allerdings auch bereit, den Traum eines ihnen eigentlich fremden Menschen (Guru, Meister, Prophet, Trainer, etc.) zu träumen.
Dessen Visionen und Überzeugungen für eine bessere Zukunft, ein besseres Leben, eine gerechtere Welt etc. zu den eigenen zu machen. Das Dilemma liegt nun darin, dass das vermeintlich Neue und Bessere nicht auf selbst gelebtes Leben zurückzuführen ist, sondern innerhalb kürzester Zeit einfach übernommen wurde. Das Vertrauen in die eigenen, selbst definierten Träume und Visionen wurde vorerst einmal aufgegeben.
Die dadurch resultierenden Veränderungen der Person sind für Angehörige meist nur sehr schwer nachvollziehbar. Hilflosigkeit, Enttäuschung, Wut, Trauer, Sorge und Angst werden zu ständigen Begleitern. Dies sind natürliche Reaktionen, die auch ernst genommen werden sollten, die jedoch gleichzeitig ihren Kontakt mit dem Kultmitglied überschatten.
Deshalb möchte ich hier nun einige Gedanken mit Ihnen teilen:
"Erzähle mir etwas, und ich werde es vergessen. Zeige mir etwas, und ich werde mich
vielleicht nicht daran erinnern. Beteilige mich und ich werde es verstehen."
Sprichwort der Amerikanischen Ureinwohner
Vielleicht helfen Ihnen die Gedanken von Dieter Rohmann dabei, die verschlossene Tür zum Kultmitglied
zu öffnen und ihm - und Ihnen - die Zeit bis zum Ausstieg zu erleichtern...
...wünscht das 
Eines noch, was uns sehr wichtig erscheint:
Bitte bedenken Sie, dass Hilfstipps nicht für jede Gruppierung gleichermaßen anzuwenden sind
und dass jede Hilfe individuell erfolgen sollte.
Zum Beispiel empfehlen wir im Falle Scientology nicht, sich in die Gruppe zu begeben - sie würden
sich etwas vormachen lassen und letztlich verlieren.
Außerdem schätzen wir die Gefahr groß ein.
Eines bedenken Sie aber, und dieser Tipp von Dieter Rohmann ist für uns einer der wichtigsten:
"Im Kult kann fast alles manipuliert werden, nicht aber die eigene persönliche Vergangenheit."