Gerald (Gerry) Armstrong, der Mann der ein "Sklave" war, diente noch im inneren Zirkel des Scientology-Gründers L(afayette) Ron(ald) Hubbard.

Gerry Armstrong in Backnang
Seine Deutschlandtour führte den ehemaligen Scientologen Gerry Armstrong auch am
Abend des 06. Juni 2001 nach Metzingen in die Festkelter am Kelterplatz, wo er auf
Einladung der Südwestpresse Metzingen über seine Erfahrungen in Scientology und
mit der Scientology-Organisation referierte.
Auf dem Podium war auch Frau Beatrice Bönninger vom Landesamt für Verfassungsschutz
Baden-Württemberg und die Landesvorsitzende der Eltern u. Betroffeneninitiative,
Lieselotte Wenzelburger-Mack vertreten.
Die Moderation leitete Dr. Wieland Lehmann vom Metzinger-Uracher-Volksblatt.
Die Schilderungen von Gerry Armstrong wurden von einem Dolmetscher ins Deutsche übersetzt.
Schon vor Beginn der vollbesetzten Veranstaltung wartete die Scientology-Organisation
mit Flugblatt-Verteilern auf, in deren Texten der Referent Armstrong verunglimpft wurde.
Unter der Überschrift "Wer ist Gerald Armstrong", welches uns auch vorliegt, scheute
sich die angebliche "Kirche" nicht, den Referenten mit Inhalten zu diskreditieren
zu versuchen, die auch unterhalb der Gürtellinie lagen.

Auszug aus einem der verteilten Flugblätter der Scientology-Organisation
anlässlich der Veranstaltung am 06.06.2001 in Metzingen und Backnang
Mit weiteren, auch auf späteren Veranstaltungen verbreiteten Schriftstücken,
meist gleichen Inhalts, unter der Überschrift "CDU Wirtschaftsrat geht amerikanischem Hochstapler
auf den Leim" mit einer Vielzahl Anlagen, verfasst von Maja Nüesch von der
"Scientology Kirche Stuttgart" und mit Anrufen wurde versucht die Veranstalter
zum Ablass von der Veranstaltung zu überzeugen.
Um einen geordneten Verlauf der Veranstaltung in Metzingen zu gewährleisten, wurde
durch den Veranstalter ein privater Wachschutz mit mehreren Bodygards engagiert.
Es gab keine Störungen.
Gerry Armstrong sprach vor ca. 160 Zuhörern von seinen Erfahrungen innerhalb der Organisation.
"Sie hatten mir versprochen, dass ich in einer Stunde Auditing meinen Intelligenzquotienten
um einen Punkt steigern kann", so Armstrong und kam, nach 12 Jahren Scientology-Zugehörigkeit
zu der Einsicht: "Ich war nach tausend Stunden Auditing noch genauso dumm wie am Anfang".
Zu den Schilderungen des Referenten Armstrong über die "Black Propaganda", die gegen
ihn geführt wird, konnten die Zuhörer ja bereits am Eingangstor der Veranstaltung
teilweise Bestätigung finden.
Beatrice Bönninger, vom Landesamt für Verfassungsschutz, bestätigte dieses Vorgehen
in ähnlicher Art und Weise. Scientology, so berichtete sie den Zuhörern, werde seit
einigen Jahren schon "vom Verfassungsschutz mit nachrichtendienstlichen Mitteln überprüft".
Der Grund: Die Inhalte und Ziele der Organisation verstoßen eindeutig gegen die Verfassung der
Bundesrepublik. Dafür spreche unter anderem auch, dass es innerhalb von Scientology
ein eigenes Justizsystem gebe und dass es deren Ziel ist, dass jedes Individuum so
funktionieren soll, wie es Scientology vorschreibt. Bei Scientology werden die bestehenden
demokratischen Gesellschaftsformen verunglimpft und pauschal als banale politische Philosophie
verächtlich gemacht.
Frau Bönninger gab auch an: "von einem Insider wurde die Eliteeinheit Sea-Org sogar mit der SS
in der Nazizeit verglichen".
Etwa 6000 Personen, so Frau Bönninger, gehören bundesweit Scientology an. 1200 davon in
Baden-Württemberg. "Es ist eine Diktatur, in der willkürliche Befehle zum Alltag gehören."
Nach der Veranstaltung stellten sich die 3 Referenten den Fragen des interessierten Publikums.

von links nach rechts: Gerry Armstrong; Moderator Dr. Lehmann;
Frau Bönninger; Lieselotte Wenzelburger-Mack von EBIS e.V.
Am 07. Juni 2001 um 19.00 Uhr sprach Gerald (Gerry) Armstrong im Ambiente Ausbauzentrum
der Schröter-Einrichtungs GmbH in Backnang zum Thema "Scientology als Gefahr" vor Geschäftsleuten,
Vertretern von Banken, der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie Rechtsanwälten und Politikern.
Auch Scientologen waren zu der Veranstaltung gekommen.
Der Veranstaltungssaal war vollständig besetzt, so dass sich einige der Interessierten noch vor die Saaltür stellten.
Michael Schröter begrüßte als Gastgeber auch die Vertreter des Landtags und erwähnte,
dass der Referent Gerry Armstrong dem Wirtschaftskreis von der Eltern- und Betroffeneninitiative
(EBIS e.V.) angetragen wurde.
Herr Schröter gab zu Beginn folgende Erklärung ab:
Gerry Armstrong begrüßte in seiner souveränen ruhigen, dennoch konsequenten Gesprächsart
die anwesenden Mitglieder der Scientology-Organisation genauso wie die anwesenden Zuhörer,
die nicht bei Scientology sind.
Er wies darauf hin, dass Scientology selbst diese in zwei Lager einteilt, die Übergeordneten
und die Untergeordneten.
Er schilderte in eindrucksvoller Weise die Vorkommnisse im RPF, vergleichbar mit einem Gulag.
Einheitliche Arbeitskleidung, Sprechverbot, Radio- und Fernsehverbot, Überwachung des
Kommunikationsverbotes, Strafarbeit bei jeglicher Abschottung von der Aussenwelt.
Stundenlange Verhöre unter Zuhilfenahme des "E-Meters", laut Armstrong vergleichbar mit
einem Lügendetektor, von den Scientologen "Auditing" genannt und als Sicherheitschecks deklariert.
Alles kam hier zur Sprache, Inhalte aus dem Familienleben und Sexualleben, alles was auch
kompromittierend sein kann.

Gerry Armstrong in Metzingen
Scientology vergleicht dies mit der katholischen Beichte und verspricht, alles vertraulich
zu behandeln.
All diese Informationen aber, so der Referent, werden dem scientologischen Geheimdienst
weitervermittelt.
Der Mißbrauch dieser Praktiken, so Armstrong, habe eine lange Geschichte, die sich bis heute fortsetze.
Deshalb denke er auch, dass es gerechtfertigt sei, in Deutschland diese Organisation zu
unterbieten, sie genau zu analysieren und auch festzustellen, wo in Wirtschaft und Politik
Scientologen sind, um diese fernzuhalten.
Jedes Mitglied der Scientology, so Armstrong, nimmt in gewisser Form an diesen Geheimdienstaktivitäten
teil und unterliegt den strengen hierarchischen Strukturen der Organisation.
Geld wäre der eigentliche Motivator von Scientology und er bezeichnete die Scientology - Organisation als "money making maschine".
Während seines Aufenthaltes zwischen den Veranstaltungen wurde Gerry Armstrong von den Gründungsmitgliedern der Aufklärungsgruppe Krokodil und von Freunden des Krokodil betreut.
Zur Person von Gerald Armstrong (pdf)
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Metzinger Volksblatt - "Wir nannten es Gulag" (jpg)
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Waiblinger Kreiszeitung - "Der Mann, der ein Sklave war" (jpg)
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