Ausstrahlung für 2017 geplant- A&E holt kritische Scientology-Doku nach Deutschland

 

 

Bericht von

Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

28.12.2016

 

30 Jahre lang war die Schauspielerin Leah Remini Mitglied bei Scientology.                        Nach ihrem Ausstieg im Jahr 2013 möchte sie nun mit ihrer Doku-Reihe „Scientology and the Aftermath“ über die Sekte aufklären. 2017 ist die Ausstrahlung in Deutschland geplant.

„Mit der Zeit verliert man den Bezug zur Realität“, sagte Leah Remini gegenüber dem SPIEGEL, nach ihrem Ausstieg aus der Scientology-Organisation..

„Die Haltung wird zu einem ‚Wir gegen sie'“.

Die Schauspielerin verdeutlichte, was es bedeutet, den Schlussstrich zu ziehen:

„Die Entscheidung zu gehen heißt, dass du alles aufgibst, was du jemals gekannt und wofür du dein ganzes Leben gearbeitet hast.“

Die Scientology-Sekte hat allerhand prominente Gesichter, mit denen sie sich schmücken kann. Tom Cruise und John Travolta sind nur zwei bekannte Namen, durch welche die Organisation immer wieder aufs Neue hofft, neue Mitglieder gewinnen zu können.

Auf der Gegenseite steht seit 2013 der „King of Queens“-Star Leah Remini, die nach 30-jähriger Mitgliedschaft ausgestiegen ist und es sich nun zur Aufgabe gemacht hat, die Abgründe der Organisation aufzuzeigen.

Mit ihrer Doku-Reihe „Leah Remini: Scientology and the Aftermath“ (übersetzt: „Scientology und die Nachwirkungen“) sorgte die Schauspielerin für den besten Serien-Start eines A&E-Formats in den vergangenen beiden Jahren.                  Voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 soll das Format nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei A&E zu sehen sein, wie der Pay-TV-Sender jetzt bekanntgab. Ein genauer Sendeplatz steht allerdings noch nicht fest.

 

 

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Bild oben: Schauspielerin und SO-Aussteigerin Leah Remini                                                    (hat meine persönliche Hochachtung.)

In den acht einstündigen Episoden unterhält sich Remini, die während ihrer Mitgliedschaft selbst viele Millionen an die Sekte gespendet hat, mit hochrangigen Insidern und anderen ehemaligen Scientology-Anhängern, sowie deren Familien.              „In dieser Doku-Reihe geht es um die Wahrheit über Scientology – „Wahrheit, die auf sehr persönlichen Erfahrungen aufbaut und die schockierend ist“, so Remini.

 

 

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Bild oben: Werbeplakat der Doku-Serie “

Scientology and the Aftermath“ (übersetzt: „Scientology und die Nachwirkungen“)

 

„Zu lange hat diese Multi-Milliarden-Dollar-Organisation Opfer und Journalisten unter Druck gesetzt, um zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht gebracht wird. Ich hoffe, dass wir nun Informationen zutage fördern, die der Welt zeigen, was wirklich in dieser Organisation passiert, und die andere ermutigen, ihre Stimme ebenso zu erheben“,           meint Leah Remini.

„Scientology and the Aftermath“ setzt sich kritisch mit der Bewegung auseinander, die auf die Lehre der Schriften des US-amerikanischen Schriftstellers L. Ron Hubbard zurückgeht. Gezeigt werden zweifelhafte Praktiken, aber auch Versuche der Sekte, gegen Aussteiger vorzugehen.

Remini: „Auch wenn ich selbst lange Mitglied von Scientology war, so hat mich einiges, das ich während der Arbeit an dieser Doku-Reihe von den Aussteigern erfuhr, fassungslos gemacht. Es gibt noch sehr viel mehr zu erzählen, als bisher bekannt ist.“

 

 

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Die scientology-kritische Doku-Serie wird dem Scientology-Chef David Miscavige (siehe Bild oben) gar nicht gefallen.

 

Leah Remini ist die erste prominente Person, die als ehemaliges Mitglied mit solch einem großen Projekt gegen die Sekte vorgeht. Bereits 2015 hatte sich aber schon der Oscar-gekrönte Regisseur Alex Gibney in der Dokumentation „Going clear“ mit Scientology befasst. Für seine außergewöhnliche Arbeit erhielt er drei Emmys.

Die Schauspielerin Leah Remini ist mit Scientology aufgewachsen. Da ihre Eltern dieser Sekte angehörten, wurde sie schon in ihrer frühen Kindheit indoktriniert.                        Auch auf ihrem harten Karriereweg – von der unbedeutenden Nebenrolle bis zum gefeierten Serienstar in King of Queens – wurde sie stets von Scientology begleitet.             Als prominentes Mitglied der Sekte lernte sie auch Tom Cruise kennen und war sogar Gast auf dessen Hochzeit mit Katie Holmes.

Vor einigen Jahren begann Remini aber, die kontroversen Aktionen und Repressionen von Scientology zu hinterfragen, und wurde so zum „Troublemaker“. Dadurch war sie nicht nur Zielscheibe von Angriffen, sondern Scientology sah sie Organisation  brach, verlor dadurch auch den Kontakt zu vielen Freunden.

2016 hat Remini ein Buch über diese Erlebnisse geschrieben und gibt unverfälschte und erschreckende Einblicke hinter die Kulissen von Scientology. In den USA schlug ihre Biografie große Wellen und avancierte dank der spannenden Story und der schockierenden Enthüllungen zum New York Times-Bestseller (siehe Bild unten).

 

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Verwendete Quellen:

  http://www.aetv.com/shows/leah-remini-scientology-and-the-aftermath

 

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