Führend im Bereich der Gerichtsstenographie: Firmenimperium aufgebaut mit der Verwaltungstechnologie vom Scientology-Gründer L. Ron Hubbard.

Ein Bericht von
Jörg Stolzenberger
Aufklärungsgruppe Krokodil
Dezember 2015

„Unter den führenden Köpfen dieser Zivilisation sind jene, deren Taten sie von anderen unterscheiden. Die International Assoziation of Scientologists (IAS) erklärt diese Individuen zu solchen führenden Menschen beim Erreichen des sternhohen Ziels der Scientology.“ (1)

Diese warmen Worte sind für Personen bestimmt, welche an die International Assoziation of Scientologists (IAS) mehr als eine Million US-Dollar gespendet haben.

Als „Meilenstein-Diamant Meritorious“ für die USA sind auch Alan und Sheila Atkinson-Baker gemeint. (1)

Im Laufe der Jahre ihrer Zugehörigkeit zu Scientology haben sie sich langsam aber kontinuierlich für die sogenannte Kriegskasse von Scientology hochgespendet, vom „Patron“ mit einer Spende von 40.000.- US-Dollar (Beginnend ab 1992), über den Status eines „Patron with Honors“ (100.000 US.Dollar), bis hin zum „Patron Meritorious“ (250.000 US-Dollar), bis hin zum „Meilenstein-Diamant Meritorious“, eine Ehrenauszeichnung die jemand verliehen wird der mindestens 750.000 Dollar gespendet hat.

Alan Atkinson-Baker hat sich mit der Hubbard-Verwaltungstechnologie ausgerüstet um eine Firma aufzubauen, welche in der Gerichtsstenografie führend ist.

Angefangen hatte das Ganze in einem bescheidenen Häuschen mit einem Telefon und einem Schreibtisch in Südkalifornien. Mittlerweile entstand daraus ein Imperium.

In dem hoch technisierten multinationalem Unternehmen haben sie über 100 Mitarbeiter.

Mittels auf Kundenwünsche angepasster Software, die nach Alan Atkinson-Bakers Anweisungen entwickelt wurde, erstellt die Firma pro Woche Terminpläne für über 1.100 Gerichtsstenographen, die von Los Angeles bis in die Savanne Kenias im Einsatz sind. (2)

Sheila Atkinson-Baker hatte Jahre lang als Gerichtsstenographin gearbeitet, bevor sie zusammen mit ihrem Mann die Atkinson-Baker, Inc. (ABI)-Firma gründete.                 Sie ist Präsidentin und Alan Atkinson-Baker ist „Chief Executive Officer“ (CEO), Geschäftsführer und Unternehmer. (2)

Die Aktivitäten von Atkinson-Baker sind genau nach der Hubbard-Managementtechnologie ausgearbeitet und folgen dem Modell für Verwaltungs-Know-how-Programm.

 

Prosperity 76 aus 2014 seite1Auf diese Idee kamen die Atkinson-Bakers als ihnen ein Artikel aus dem Jahre 1965 mit dem Titel „Kommunikationsrichtlinien des Leitenden Direktors“ (von L. Ron Hubbard) in die Hände fiel. In dem stand: „kein Weltreich steht still. Sie expandieren oder schrumpfen. Sie expandieren mittels 1) intelligenter Werbung, 2) guter Verwaltung und 3) zweckmäßiger Sparsamkeit, – in dieser Reihenfolge.“

Also beschloss Alan Atkinson-Baker alles über die Leitung eines Unternehmens zu lernen. Er las eine Anzeige für das Hubbard College of Administration und belegte einige Kurse. (2)

Bild oben: Hochglanzbroschüre Prosperity von WISE herausgegeben, Ausgabe 76/2014 mit Alan Atkinson-Baker auf dem Cover. Dieser meint:

„Ein Geheimnis unseres Erfolges ist die Verwendung des „Modell für Verwaltung-Know-How- Programms von WISE“ (WISE =Welt-Verband der Scientologen)“, das hilft, die Grundlagen der Hubbard-Verwaltungstechnologie einzuführen. Wir haben seit 20 Jahren alljährlich die Auszeichnung dafür bekommen.“

In der Geschichte der Gerichtsstenographie sieht sich das Ehepaar Atkinson-Baker als Nachfahren bekannter berühmter Gerichtsschreibern wie Marcus Tullius Tiro, Sklave des berühmten römischen Philosophen, Anwalts und Redners Cicero, welcher ein Kurzschriftsystem, das auf 4000 Zeichen und Abkürzungen in tiro tonischer Kurzschrift beruhte verwandte und auch der erste bekannte Gerichtsschreiber 63 vor Christus war.

Oder auch Thomas Becket, Erzbischof von Canterbury, welcher anordnete, Tiros Kursschrift zu erforschen.

Ende des 12. Jahrhunderts entwickelte John of Tilbury, ein Lehrer aus Oxford und Bewunderer von Becket eine Kurzschrift für Englisch, die sich frei nach den Tironischen Noten richtete. Dieses System bestand einige Jahrhunderte lang.

Isaac Pitmann war 1837 unzufrieden mit der Methode und entwickelte eine Kurzschrift nach phonetischen Gesichtspunkten, die bis heute als internationale Standardschrift für Stenographen in Gebrauch ist.

1879 begann eine neue Ära als der Gerichtsschreiber Milen Bartholomew die Patentrechte für die erste amerikanische Stenografiermaschine erhielt und damit das Maschinenzeitalter für die Branche einläutete.

1893 war es der Ire John Robert Gregg der ein neues Kurzschriftsystem nach Amerika brachte, dass die Pitman-methode ersetzte. Es orientierte sich ebenfalls an der Aussprache, kommt aber ohne Verdickungen aus und kann deshalb in einheitlicher Linienstärke geschrieben werden.

Die Gerichtsstenografie, wie sie in Rom mit Schreibfeder auf Pergamentpapier begann, weicht heute einer Art computergestütztes Aufzeichnungsgerät mit einer Geschwindigkeit von 350 Wörtern pro Minute, wie sie von der Firma Atkinson-Baker Inc. vertrieben wird. (3)

 

Prosperity 76 Seite 23

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben: Prosperity Seite 23, der Schöpfer mit seinem Stenograph.

 

Alan Atkinson-Baker ist ein Bekennender Scientologe.

Auf seiner Scientology-Webseite im Internet erklärt er unter anderem:

„Scientology hat mir ermöglicht, ein produktives glückliches Leben zu führen. Ich habe keinen Zweifel, ohne das Wissen und die geistige Freiheit von Scientology , wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Durch die Anwendung von L. Ron Hubbards Ethiktechnologie bin ich in der Lage, die richtigen Dinge zu tun im Leben, ich bin in der Lage, andere um mich herum zu behandeln. Mit Verwaltungstechnologie von L. Ron Hubbard habe ich die Werkzeuge, um ein profitables Unternehmen zu führen. Mit Scientology Ich bin in der Lage, meine Ziele zu erreichen. Für mich hat Scientology die Antworten und Lösungen für jedes Problem oder eine Situation, die sich in das Leben stellt. “ (4)

 

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Sheila Atkinson-Baker hat es bereits im Jahr 2005 zu einem „Operierenden Thetan“ der Stufe OT 8 gebracht. (5)

Die Hubbard-Verwaltungstechnologie umfasst über 2000 Artikel, Essays und Richtlinien, alles in allem mehr als 3 Millionen Wörter. Genug um dem Leser auf Scientology-Kurs zu bringen.

In dem Artikel von dem Scientology-Gründer L. Ron Hubbard „Wie man einen Arbeitsplatz besetzt“ heißt es (auszugsweise) zum Bereich Führungskräfte:

Es gibt zwei Arten, Leute von Posten zu entfernen – die eine ist, sie in der Apathie zu ertränken, erkennen zu müssen, dass sie die Arbeit niemals schaffen können; die andere ist, ihnen nur kritische Mitteilungen zu schicken und keine wirkliche Aufmerksamkeit zu schenken.“ (6)

 

Verwendete Quellen:

(1) Scientologische Broschüre Impact 123/2010, Goldene Gedenkbeilage zur Impact 123/2010 zum 25. Jahrestag der IAS „Meilenstein-Patrons der IAS“, Seite 41 „Meilenstein-Diamant Meritorious“: USA zu Alan und Sheila Atkinson-Baker, Craig und Sally Jensen.
(2) Scientologische Broschüre Prosperity, herausgegeben von WISE-International Nr. 76/2014, Seite 15-23
(3) Scientologische Broschüre Prosperity, herausgegeben von WISE-International Nr. 76/2014, Seite 23
(4) Bekennerseite im Internet: „Ich bin ein Scientologe“ unter: http://www.our.home.org/alanatkinson-baker/
(5) Freewinds Ausgabe 59/2005
(6) L. Ron Hubbard: “Wie man einen Arbeitsplatz besetzt“; nachzulesen in Prosperity 76/2014, Seite 32

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