Informationsveranstaltung der Aktion-Bildungs-Information (ABI) Stuttgart in Kooperation mit der Eltern- & Betroffenen- Initiative Baden-Württemberg e.V. (EBIS)

„Ist Scientology eine Kirche? Wie gefährlich ist Scientology?“

Im Vorfeld der Veranstaltung

Ein erster Bericht von
Jörg Stolzenberger
Aufklärungsgruppe Krokodil
14. November 2015

Im Bohnauhaus in der Tannenbergstraße 91 in 73230 Kirchheim-Teck, fand gestern, am 13.11.2015 in der Zeit von 19 -22.15 Uhr die geplante Aufklärungsveranstaltung gegen Scientology statt.

Der Saal war gut besucht, es fanden sich ca. 75-80 Interessierte ein.

 

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Bilder oben: c/o Aufklärungsgruppe Krokodil/sto/13112015/ Veranstaltung

 

Wie es zu erwarten war, wurde auch wieder eine Schmähschrift von Scientology gegen die Veranstalter (ABI und EBIS e.V.) sowie gegen die Mitwirkenden: Moderator und Filmemacher Markus C. Thöß, Thomas Erlemann von der „Gewaltfreie Aktion gegen eine Scientology-Zentrale in Basel“ (GAGS) und den Scientology-Aussteiger Wilfried Handl herausgebracht und durch zwei Männer im Auftrag von Scientology vor dem Bohnauhaus verteilt.

Die Veranstaltung wird in dem zweiseitigen DIN-A4 Bogen, der unter dem Titel „Anmerkung zu einer antireligiösen Schmähveranstaltung“ die Überschrift „DISKUSSION“ oder SELBSTBEFRIEDIGENDER „MONOLOG“ EWIG GESTRIGER“ trägt, von der Scientology-Organisation verunglimpft obwohl der Verfasser das Ergebnis noch gar nicht kannte, da die Veranstaltung ja noch nicht einmal angefangen hatte.

So etwas können halt nur Scientologen!

Der „Prophet“, der die Zukunft lesen kann und hinter der Schmähhetze steht, heißt Hubert Kech von der Scientology Gemeinde Baden-Württemberg e.V., Reichenbachstraße 26 in 70372 Stuttgart Bad-Cannstatt. Er zeichnet als Herausgeber.

„Eine Gruppe antireligiöser Fanatiker“, gemeint waren die Leute der „Gewaltfreie Aktion gegen eine Scientology-Zentrale in Basel“ (GAGS) und Scientology-Aussteiger Wilfried Handl, hätten „vor allem das Ziel, eine Religionsgemeinschaft zu vernichten“, so der Herausgeber der Scientology-Schmähschrift.

Markus C. Thöß, Autor zahlreicher kritischer Dokumentarfilme auch zur Scientology-Organisation wurde „einseitig herabsetzende Berichterstattung“ für die „Erhebung von öffentlich- rechtlichen Rundfunkgebühren“ unterstellt.

Der ABI und der Elterninitiative (EBIS e.V.) wurden vorgeworfen mit Steuern „für das unheilvolle Dasein“ subventioniert zu werden und diese Gelder wurden nur fließen, weil sie „die Scientologen als gefährlich brandmarken und sich selbst als rettende Aufklärer anpreisen.“

Den Eltern- & Betroffenen- Initiativen allgemein wurde unterstellt: „Geflissentlich haben solche „Elterninitiativen“ mit ihrem Hassbotschaften oft Aufruhr in die Familien gebracht.“

In dem Pamphlet wird dann auch noch zum „Tag der offenen Tür“ am 19.11.2015 in Kirchheim-Teck in die Kirchheimer Straße 28, Scientology-Gemeinde Kirchheim-Teck, aufgerufen.

 

Schmähschrift 1

 

 

 

 

 

Schmähschrift 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder oben: Die Schmähschrift des Scientologen Hubert Kech zum Beginn der Veranstaltung vom 13.11.2015 in Kirchheim-Teck. 

 

Der scientologische „Prophet“, Hubert Kech ist der Präsident der Scientology-Gemeinde Baden-Württemberg e.V., einem eingetragenen Verein beim Amtsgericht Stuttgart, Vereinsregister VR 2858. (1)

 

Hubert Kech sc

 

 

 

 

 

Bild oben: aus der Selbstdarstellung: Hubert Kech ist Präsident der Scientology-Gemeinde BW e.V. (1)

 

Hubert Kech ist nach unserer Kenntnis mindestens seit dem Jahr 1991 in Scientology aktiv.

Sein Name ist auf verschiedenen Scientology-eigenen Kurs-und anderen Stuttgarter-Scientology-Listen verzeichnet und 1992 belegte er den Kurs zum „Qualifizierten Scientologen“. (2)

Der Name Hubert Kech wird bereits 1997 in dem vierten Scientology-kritischen Buch der damaligen Scientology-Kritikerin Renate Hartwig in Bezug auf die Firma MW-Massivhaus genannt. (3)

In der Scientology-eigenen Broschüre „Impact“ – Das Magazin der International Association of Scientologists, Ausgabe 103/2003 wurde der Name Hubert Kech unter den sogenannten Crusaders aufgeführt, jemand der in die Kriegskasse der Scientologen 10.000 US-Dollar gespendet hat. (4)

 

Impact 103 aus 2003

 

 

 

 

Impact 103 aus 2003 1

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder oben: Deckblatt der Scientologischen Impact 103/2003 und Auszug Seite 50

 

Kech hat mit seinem Blödsinn, den er in seinem Handzettel schreibt bewiesen, dass auch ein Scientology-Präsident Andersdenkende oder kritische Personen nur diffamieren kann und er Wörter wie „Redefreiheit“ und „freien Informationsaustausch“ nicht kennt.

Die Bezeichnung mit „EWIG GESTRIGER“ zu wählen zeigt, dass der Präsident der Scientology-Gemeinde Baden-Württemberg e.V. allen Scientology-Kritikern am Liebsten das Prädikat „Rechtsradikal“ an die Brust heften will.

Aber der Bürger ist nicht dumm Herr Kech, er vermag ihren schlechten Geschmack schon richtig einzuordnen!

 

Quellen:
(1) Eigendarstellung Scientology Stuttgart auf der Webseite im Internet (Impressum)

(2) Dianetik Magazin Stuttgart, Hauptausgabe, Nr. 59/1992, Hubert Kech als Kursteilnehmer zum „Qualifizierten Scientologen“.

(3) Renate Hartwig „Abenteuer Zivilcourage-Scientology contra Demokratie“; ISBN: 3-927286-15-X; Direkt-Verlag Paul Hartwig, Ausgabe 1997, (Seite 340f)

(4) „Impact“ – Das Magazin der International Association of Scientologists, Ausgabe 103/2003, Seite 50, Titel „Die Scientology-Kirche Mailand feiert 25 Jahre der Expansion“.

 

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