Elevenwords418 und des „Satan`s Neues Testament“

Ein Bericht von
Jörg Stolzenberger
Aufklärungsgruppe Krokodil
Oktober / November 2014

Das Liber AL vel Legis oder Buch des Gesetzes ist eine 1909 in London erschienene Offenbarungsschrift des britischen Schwarzmagiers Aleister Crowley.
Sie stellte den ersten Band von Crowleys Buchreihe The Equinox dar und ist die Grundlage der neureligiösen Bewegung Thelema.

Nach eigenen Angaben Crowleys sei ihm der Text von einem Geistwesen namens AIWAZ im April 1904 diktiert worden.

Das Liber AL vel Legis erscheint heutzutage meistens unter dem vollen Titel Liber AL vel Legis sub Figura CCXX, gegeben von XCIII = 418 an DCLXVI.

Die Zahlen tragen dabei folgende Bedeutungen: CCXX steht für die 220 Verse des Buches, XCIII und 418 symbolisiert Aiwaz, und DCLXVI (666) stellt Crowley dar.

Eine besorgte Frankfurter Bürgerin wandte sich im Oktober 2014 schriftlich an die Aufklärungsgruppe Krokodil.
Am Samstag, den 04.10.2014, so schreibt sie uns, wurde sie in der Innenstadt auf eine „Gruppe dunkel gekleideter Männer und Frauen“ aufmerksam, welche an den vorbeigehenden Passanten Flugblätter verteilten.
Sie dachte sich zuerst nichts dabei, weil so etwas inzwischen nicht weiter ungewöhnlich ist, erst als sie selbst eines dieser Faltblätter übereicht bekam,
nahm sie das „kranke Machwerk“ wahr, wie sie es bezeichnete.
Sie empörte sich darüber, dass die Gruppe selbiges auch an Kinder und Jugendliche verteilte. Ihre Konsequenz war, dass sie uns dieses doppelt beschriebene DIN A 4 Faltblatt mit einer angehefteten Kontakt-E-Mail-Adresse für „Anregungen oder Kommentare“ im Original übersandte. Ich bedanke mich dafür.

„Sind Sie es nicht auch Leid, sich tagtäglich vor einem Gott zu verantworten, der entweder nicht existiert, oder sich nicht darum schehrt,
ob Sie ihn anbeten, oder nicht?
Ist es nicht möglich sein Leben zu genießen,
selbstbestimmt und selbstbewusst?
Wenn es einen Gott gibt, der Sie erschaffen hat, dann ist er auch für all die Bedürfnisse und Neigungen zuständig wegen derer Sie sich schuldig fühlen.
In diesem Falle soll er sich gefälligst selbst darum kümmern.
Und wenn nicht?
Warum sich dann Sorgen machen und nicht so leben,
wie es der eigenen Natur entspricht.“ (Fehler im Original)

So wendet sich der unbekannte Verfasser mit dem okkult-satanischen Zeichen des Baphomet (2) und auf schwarzem Grund mit weißer Schrift, an die Frankfurter Passanten.

Auszug Flyer 418 Flyer 418 FalkenkopfBild oben: Auszüge aus dem Flyer „418“

Der Spruch: „Tu was du willst, soll sein das ganze Gesetz“, von Aleister Crowley prangt unter der Ziegenkopffigur.

Und als „Satan`s Neues Testament 418“ wird folgendes zitiert:

„Ich bin nicht das Böse, ich bin das Verstoßene, Verbrannte in euren Seelen.
Meine Kinder haben keine Angst vor mir!
Nur jene fürchten mich,
deren Geist krankt an den Legenden ihrer Väter und Überväter.
Ein Herr werde ich den Menschen niemals sein, wohl aber ein Bruder.“
(Fehler im Original)(3)

Auf der Rückseite des schwarzen Flyers werden folgende Statements von dem Schwarzmagier Aleister Crowley und seinem legendären Liber Al vel Legis III an die Adresse des Lesers gegeben:

„Mit meinem Falkenkopf pick ich nach den Augen von Jesus,
da er am Kreuze hängt.
Ich schlage meine Flügel in das Gesicht Mohammeds und blende ihn.
Mit meinen Klauen reiße ich das Fleisch des Inders,
des Buddhisten, Mongolen und Din heraus.
Bahlasti! Ompehda!
Ich speie auf eure jämmerlichen Glaubensbekenntnisse!“
(Fehler im Original)(3)
Und rechts in der Ecke steht in einem nach unten gerichteten Dreieck die Zahl 418.
Wer steckt hinter diesem Pampflet?

Ein Hinweis findet sich in Form eines an das Flugblatt gehefteten kleinen Zettels.
Unter der Bemerkung: „Anregungen oder Kommentare?“ findet sich eine Kontakt-E-Mail mit dem Namen „elevenwords418….“
Recherchen im Internet brachten mich zu einem Leserbrief den „elevenwords418“ am 10. Oktober 2014 in das Internetportal „Soulsaver.de“ postete. Hier heißt es:

„Sehet das Kreuz, was symbolisiert es?
Bleiche Inkompetenz, die an einem Baum hängt.“ LaVey

Es ist immer wieder amüsant, die Ergüsse von selbsternannten
„ehemaligen“ zu lesen,
welche als der ultimative Beweis für die Schädlichkeit des Satanismus hochgehalten werden.

Ich selbst praktiziere den Satanismus mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt
und habe nur gute Erfahrungen damit gemacht.
Ich arbeite in meinem Traumjob, verdiene wesentlich mehr, als ich brauche
und erfreue mich bester Gesundheit.
Vielleicht hat der Autor dieses „Bekenntnisses“ einige Dinge der satanischen Lehre falsch interpretiert, oder, um das wahrscheinlichere zu nennen,
die Geschichte ist frei erfunden.

Man wird als Satanist geboren oder nicht, so etwas lässt sich nicht erzwingen.
Ich wünsche noch ein schönes Wochenende.
Regie Satanas.“

Auffällig ist hier schon, dass elevenwords418 hier auch den Satanisten Anton Szandor La Vey zitiert. Gibt es etwa hier doch eine Gemengenlage?
Sucht man sich das heraus was für einen selbst passt?

Erwidert wird das Posting von „Ali“. Er schreibt darauf:

„Es gibt Errettung aus dem Satanismus

Ich war ein Satanist „Marke Eigenbau“. Mit anderen Worten, wenn etwas funktionierte, verwendete ich es einfach.
Ich begann als philosophischer Satanist (LaVeyscher Satanismus).
Dann aber fand ich heraus, dass es auch „Kräfte“ oder Dämonen gibt, die mir zur Verfügung standen; so fing ich mit traditionellem Satanismus an, während ich weiter an dem festhielt, was von LaVeys Gedankengut funktionierte: seine selbst-zentrierte Philosophie. Am Ende war ich von Dämonen besessen, weil ich mich ihnen hingab, um ihre „Kraft“ zu empfangen. Nachdem ich zu Jesus Christus gekommen war, wurde ich von den Dämonen gerettet. Hier ist mein Zeugnis…

Nach 4 Jahren im Satanismus war ich ziemlich fertig. Ich hatte alles gesehen, was Satan zu bieten hat, und war dennoch ein Häufchen Elend! Das einzige, was mir als „anständigem Satanisten“ noch übrig blieb, war, mich umzubringen.
Aber schon bevor ich in dem Motel eincheckte, wusste ich dass etwas oder jemand mich aus der Bahn werfen würde. Um mir Mut einzuflößen, nahm ich eine Flasche Whiskey und ein Säckchen Marijuana mit. Dann legte ich das Gewehr an meinen Kopf an, aber irgendwie konnte ich einfach den Abzug nicht betätigen.
Ich wusste, dass das Gewehr funktionierte, konnte aber ums Verrecken nicht abdrücken. Von mir selbst enttäuscht, versuchte ich es in der nächsten Nacht wieder. In einer Septembernacht 1981 versuchte ich mich zu hängen; ich wickelte den Strick um einen Balken in der Garage und stieß den Stuhl unter meinen Füßen weg. Daraufhin landete ich auf dem Boden, der Strick immer noch um den Balken gewickelt. „Was bin ich für ein Versager“, dachte ich mir, „ich kann mich nicht einmal selbst umbringen.“

Die Geschichte meiner Verwicklung in den Satanismus ist so klassisch, dass sie fast als Klischee durchgehen könnte. Ich war ein einsamer junger Mann aus einer kaputten Familie; mein Vater war ein Alkoholiker. Zuhause wurde es immer schlimmer, bis sich meine Eltern schließlich scheiden ließen. Also suchte ich mir selber ein Zuhause. Ich war auf der Ausschau nach Menschen, die mir Aufmerksamkeit schenken und mich annehmen würden. Ich suchte nach Liebe, war aber gefangen inmitten eines Zuhauses, in der Gewalttätigkeit herrschte und das mich in Hoffnungslosigkeit und Angst stürzte. Also begann ich im Übersinnlichen nach Mut und einer Art mystischen Macht über mein Leben zu suchen. Tatsächlich war ich reif für eine solche Erfahrung, denn an Magie und anderen Aspekten der paranormalen Welt war ich schon lange interessiert. Schon als kleiner Junge wusste ich, dass ein geistlicher Herrschaftsbereich existiert und dass es einen Weg dort hinein geben muss.

Meinen Erstkontakt mit dem Satanismus hatte ich 1978, als ein Schneesturm meine Heimatstadt überraschte. Zu jener Zeit war ich 17, in der Oberstufe der High School, und arbeitete in einem kleinen Laden, als der Sturm hereinbrach. Ich fragte mich gerade, wie ich an diesem Abend heimkommen sollte, als der stellvertretende Geschäftsführer, ein junger Mann von gerade mal 18 Jahren, mich in seine Wohnung einlud, die nur einen Steinwurf weit weg war. Dieser Mensch schien all das zu haben, wonach ich mich immer gesehnt hatte: Prestige und Macht, kurzum, er schien sein Leben voll unter Kontrolle zu haben und verhielt sich, als wäre er viel älter als 18. In jener Nacht offenbarte er mir die Quelle seiner Stärke. Ich war fasziniert. Er zeigte mir magische Kleinode und okkulte Objekte, die er angesammelt hatte. Ich war überzeugt. Später in dieser Nacht führten wir eine Zeremonie durch, in der ich mein Leben Satan gab.

Nachdem ich die High School beendet hatte, zogen mein “Lehrer” und ich weg, um aufs College zu gehen. Wir zwei versuchten, unseren eigenen satanistischen Zirkel zu gründen. Er sollte aus 13 Jüngern bestehen, doch wir schafften es lediglich, 6 zu rekrutieren, alle männlich. Wir 6 teilten uns ein Haus, in dem wir abhielten, was ich als „freischaffende“ satanische Rituale bezeichne; dabei entwarfen und improvisierten wir unsere Zeremonien ganz frei. Die Aktivitäten unseres Zirkels schlossen Bannsprüche und das Entweihen von Bibeln und anderen christlichen Gegenständen, die wir in die Finger bekamen, mit ein. Während dieser Zeit war ich regelmäßig mit Dämonen in Kontakt, wenn auch nicht mit Satan selbst. Die Dämonen waren mächtige Untertanen, die mit aufs Wort gehorchten…so dachte ich zumindest. Dann begannen die furchteinflößenden und ekelhaften Seiten des Satanismus die spannenden zu überschatten. Ich fragte mich, worauf der Zirkel eigentlich zusteuerte. Den nächsten Schritt würde ich nicht mehr mitgehen können, soviel wusste ich…denn ich wusste, dass es Grenzen gab, die selbst ich nicht überschreiten konnte. Ich wollte raus.

Zu jener Zeit dachte ich, dass alles, was mir noch übrigblieb, Selbstmord war.
Zu meiner Enttäuschung versagte ich. Heute weiß ich, dass nur göttliches Eingreifen mich vor dem Gewehr und der Schlinge retten konnte. Nachdem ich wieder zuhause war, versuchte ich meine Erinnerung im Alkohol zu ersäufen, doch der Geschmack des Bieres drehte mir den Magen um. Also zündetete ich mir eine Zigarette an, um meine Nerven zu beruhigen…doch sie verbrannte meine Lippen!
Schlußendlich ging ich, der werdende Satanspriester, in mein Zimmer, legte mich aufs Bett und fing an zu weinen.(…)“

Um es abzukürzen, „Ali“ glaubte fortan an Gott. Er schließt:

„Wie schon eingangs gesagt, repräsentiert mein Zeugnis nicht den LaVeyschen oder traditionellen Satanismus. Mein Satanismus war selbstgebastelt.“ (Fehler im Orginal)(5)

Am 24.10.2014 um 23.49 Uhr versucht elevenwords418 es erneut mit einem Posting auf der genannten Internetseite:

„Es ist immer wieder beeindruckend, wie empfindlich die Glaubensgemeinschaften…“

Weiter scheint er nicht zu kommen, denn „Ali“ antwortet:

„Sind wir eine Glaubensgemeinschaft? Wir sind eine Internetseite.
Du bist hier im falschen Bus. Schick dein Zeug nach Rom.“
Ich dachte mir daher, ich wende mich selbst an die E-Mail-Adresse von Elevenwords418 und lasse ihn mal zu Wort kommen.

Ich schreibe ihm am 06. November 2014 eine E-Mail mit folglendem Text:

„Hallo elevenwords418

In der Frankfurter Innenstadt habt ihr im letzten Monat euren Flyer verteilt, der mir dank einer aufmerksamen Passantin im Original zuging.
Sie machte sich Sorgen als sie eure Textzitate las.
Leider ist daraus nicht ersichtlich wer hinter der Gruppe steht. Sicher verstehe ich die Hintergründe um Aleister Crowley und seinem Liber Al vel Legis.
Uns interessiert welche Gruppe hinter euch steht. Habt ihr eine neue Form gefunden oder seid ihr Okkultisten die sich an die Thelema halten?
Ich habe mal mit deiner E-Mail Adresse im Internet recherchiert und festgestellt, dass du wohl auch Wurzeln aus Anton Szandor La Vey erhalten hattest.
Ich darf wohl annehmen das ihr die 418 an DCLXVI angelehnt habt und dahinter Aiwaz steht? Wie du siehst schreibe ich keine Fakemail sondern schreibe Klartext und daher bitte ich dich mir näheres über Dich/euch mitzuteilen, vielleicht
auch eure Ansichten ein bisschen zu formulieren, da ich über die Flyerverteilung in Frankfurt berichten werde.

Grüße“

Am 08. November 2014 erhalte ich eine Antwort. Es meldet sich  „T.“ :

„Hallo Herr Stolzenberger,

aufgrund der Tatsache, dass die Flyer bereits seit Anfang August im Bereich Frankfurt am Main verteilt wurden und nach wie vor verteilt werden, irritiert es mich etwas, dass lediglich von „letztem Monat sprechen“.
Wie dem auch sei, eigentlich waren die Flyer für religiöse Organisationen, wie die Zeugen Jehovas und diverse Freikirchen bestimmt, weshalb es ebenso verwunderlich ist, dass ihnen einer davon über eine Privatperson zugestellt wurde.

„elevenwords“ bezieht sich auf Crowleys „Do what thou wilt shall be the whole of the Law“. 11 Worte, die sowohl kabbalistische Bedeutung haben, als auch als persönliche Freiheitserklärung zu verstehen sind.
Auch mit der 418 haben sie recht.
Sehen sie es als eine Art Inside Gag, wir wollten damit die Spreu vom Weizen trennen und so verhindern, zu viele Anfragen von Personen zu erhalten, die sich mit der Materie nicht auskennen.

Dieser Flyer wurde als Reaktion auf die überbordenden Aktivitäten der Straßenprediger entworfen, deren Verhalten von thelemisch orientierten Satanisten als stark beleidigend empfunden wurde.
Der Grundgedanke war, diese Individuen in Erinnerung zu rufen, dass Satanisten nicht nur ins Land der Mythen und Legenden gehören, sondern dass wir tatsächlich existieren und auch den persönlichen Kontakt nicht scheuen.

Es handelt sich hierbei um keine Organisation im eigentlichen Wortsinn, wir unterhalten zwar Kontakt zu Mitgliedern der CoS, und begrüßen die kürzlich abgehaltene schwarze Messe in Oklahoma City durch den „Satanic Tempel“, ziehen es jedoch vor unabhängig zu bleiben. (6)

Im Falle meiner Privatperson sei gesagt, dass ich mit den Schriften der CoS anfing und mich dann durch Crowleys Equinox arbeitete. Das Ziel sollte es sein, ein freies und unabhängiges Leben innerhalb der modernen Gesellschaft führen zu können.

Mir kommt gerade der Gedanke, dass sie eventuell meine Handlungen als Missionierungsversuche missverstehen könnten. In diesem Falle jedoch bin ich der Ansicht, dass Satanisten als solche geboren und nicht gemacht werden, was jeden Versuch einer Missionierung überflüssig macht.

Um die besorgte Passantin tut es mir Leid, wie gesagt, die Flyer waren für Institutionen vorgesehen, nie für Privatpersonen.

Ich hoffe, ihre Fragen beantwortet zu haben und erlaube ihnen, einen Bericht zu schreiben.
Ich wünsche noch ein schönes Wochenende.

MfG
T.

T.`s Ausführungen machten mich neugierig und so hakte ich ein wenig nach:

„Hallo T.
Danke für die rasche und offene Antwort. Gerne werde ich ihre Ansichten in meinen Bericht einfließen lassen.
Das die Flyer bereits Anfang August verteilt wurden, war mir nicht bekannt, ich kann mich nur auf das Schreiben der Dame berufen, diese teilte mir den Anfang Oktober mit.
Gestatten sie mir aber noch zum besseren Verständnis vier Nachfragen.
1. Wenn die Flyer für religiöse Organisationen wie z.B. die Zeugen Jehovas und diverse Freikirchen gedacht waren, was sollten sie bezwecken? Provokation?
2. Wie unterscheiden sie wem sie die Flyer in der Fußgängerzone verteilen, den Leuten sieht man ja nicht an ob sie solchen religiösen Organisationen angehören.
3. Wenn sie es vor ziehen unabhängig zu bleiben, wie groß darf ich mir ihren unabhängigen „Mitgliederstamm“ oder auch, die Anzahl ihrer Gleichgesinnten vorstellen ?
4. Hat eure Gruppe einen Namen?

Mit freundlichem Gruß
Aufklärungsgruppe Krokodil“

Am 14. November 2014 erhielt ich eine weitere Nachricht von „T.“. Er schrieb:

„Hallo Herr Stolzenberger,
zunächst verzeihen sie die späte Rückmeldung, ich bin wie die meisten deutschen Staatsbürger berufstätig.
Also an die Abarbeitung ihrer Fragen.

1.Wir haben uns daran gewöhnt Individuen zu dulden, welche sich anderen mit ihren verqueren Weltbildern aufdrängen und ich halte das für schlichtweg falsch. Es ist ein Dialog von Nöten, keine Provokation. Denn die andauernden Belästigungen, die ständigen Anschuldigungen (Sexueller Missbrauch, Tier und Menschenopfer), sind ab einer gewissen Größenordnung nicht mehr tragbar.

2. Es werden lediglich Personen Flyer ausgehändigt, welche selbst Flyer verteilen. Eine Art Quid pro Quo, wir nehmen die Machwerke der anderen entgegen und überreichen unsere eigenen. Im Klartext, schreiende Straßenprediger, Salafisten, welche mit Koranen um sich werfen ( Habe sowohl Bibel als auch Koran gelesen und habe in beiden Büchern keinen einzigen vernünftigen Gedanken finden können), oder finster dreinblickende Vertreter diverser anderer Glaubensgruppen.

3. Ich fürchte, darüber werde ich keine Auskunft geben. Zumal viele meiner Mit- und Zuarbeiter Atheisten sind, welche meine Intentionen lediglich für eine „gute Idee“ halten und mit Satanismus nichts am Hut haben.

4. Nein. Ich halte generell nichts davon, sich mit Rängen und Titeln künstlich aufzuwerten.

Hoffe, ich konnte weiterhelfen.
Ich wünsche noch ein schönes Wochenende!

MfG
T.

Quellenangabe:

(2) Baphomet ist eine rätselhafte, ziegenköpfige Figur, die zu verschiedensten Gelegenheiten in der Geschichte des Okkultismus auftauchte. Ihre Geschichte reicht von den Tempelrittern im Mittelalter über die Freimaurer im 19. Jahrhundert bis zu den heutigen Interpretationen des Okkultismus. Egal wo der Baphomet auftauchte, löste er Kontroverse und Diskussionen aus. http://sieleben.wordpress.com/2013/03/07/wer-ist-baphomet/
Das Zeichen des Baphomet gilt als das Zeichen des Teufels. Auch das Cover der „Die Satanische Bibel. Die Satanischen Rituale“ des Satanisten Anton Szandor La Vey trägt dies Symbol.
(3) Flyer der Vereinigung elevenword 418, verteilt in der Frankfurter Innenstadt am 04.10.2014
(4) Liber Al vel Legis; Buch III Ra-Hoor-Khuit:
III/51 Mit meinem Falkenkopf hacke ich nach den Augen Jesu wie er da an dem Kreuz hängt
III/52 Ich schlage meine Flügel in das Gesicht Mohammeds und blende ihn
III/53 Mit meinen Klauen reiße ich das Fleisch des Inders und des Buddhisten, Mongolen und Din heraus.
III/54 Bahlasti! Ompehda! Ich spucke auf eure jämmerlichen Credos.
(5) Internetportal http://www.soulsaver.de/comment/74308/ und http://www.gott.de/comment/74492/

(6) Am Sonntag, 21. September 2014, fand bekanntlich in Oklahoma City im „Civic Center“, also auf „öffentlichem Eigentum“, eine sogenannte „schwarze Messe“ statt. Die Internetseite der Tageszeitung Tulsa World – Tulsa liegt ebenfalls in Oklahoma – berichtete im Vorfeld über die Ernsthaftigkeit der satanistischen Veranstaltung. Adam Daniels, der Organisator, sagte gegenüber der Zeitung: „Das ist kein Spiel. Es ist uns sehr ernst. Dies wird als eine wirkliche schwarze Messe abgehalten; verändert, um den Gesetzen der Staates zu folgen.“ Eine auf privatem Grund abgehaltene „schwarze Messe“ der Gruppierung von Daniels involviere „Sex, Urin und Nacktheit“, was im „Civic Center“ nicht geschehen könne. Eine konsekrierte Hostie, also Leib, Blut, Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus unter der Gestalt des Brotes, wurde am Sonntag wohl nicht geschändet. Zweck der Veranstaltung war es laut Daniels, die Menschen vom Einfluss des Katholizismus und des Christentums zu entprogrammieren. In Anbetracht der Umstände erfreulich ist die Reaktion von katholischer Seite zur Sühne für die blasphemische Veranstaltung im „Civic Center“. Laut Fox News kamen etwa 1200 Gläubige zur Kirche „St. Francis of Assisi“ in Oklahoma City, um dort gemeinsam mit Erzbischof Paul Coakley vor dem Allerheiligsten eine Stunde der Anbetung zu halten. Weitere 400 Gläubige mussten aus Platzgründen außerhalb der Kirche verbleiben. Coakley erklärte: „Wir wissen, dass Christus Satan besiegt hat. Der Krieg ist gewonnen, Christus hat gesiegt, aber Gefechte wird es weiterhin geben, bis Christus kommt, um für immer zu herrschen. “http://www.katholisches.info/2014/09/23/viele-gegenveranstaltungen-zur-suehne-fuer-schwarze-messe-in-oklahoma-city/

Die Aufklärungsgruppe Krokodil bedankt sich bei der Hinweisgeberin für die Übersendung des Flyers im Original und ihren Brief mit den Schilderungen. Wie sie sehen greifen wir auch solche Hinweise auf.

Wir bedanken uns auch bei „T.“ für die Bereitschaft uns auf die Fragen geantwortet zu haben.

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