In eigener Sache !

Sehr geehrte Leser und Leserinnen unserer Seite,
liebe Freunde der Aufklärungsgruppe Krokodil und der EBIS e.V. Baden-Württemberg,

20 Jahre präventive- & ehrenamtliche Aufklärungsarbeit zu sogenannten Sekten- & Psychogruppen hat die „Aufklärungsgruppe Krokodil“ in der zurückliegenden Zeit geleistet.

Das „Krokodil“, welches ich als Impressum im Jahre 1995 gewählt hatte und welches mir zunächst in der Aufklärung im behördlichen und kommunalen Bereich diente, wurde auch im Jahre 1996 das Symbol für die Gründungsmitglieder der „Aufklärungsgruppe Krokodil“ und Anfang 1997 für die Präventionsarbeit der Eltern-& Betroffenen-Initiative des Landes Baden-Württemberg (EBIS e.V..)

Seit vielen Jahren haben wir an dieser Stelle im Internet, sozusagen als „präventiver Arm“ unserer Eltern- & Betroffenen-Initiative, versucht über die Machenschaften bestimmter Gruppierungen zu berichten. Wir haben auch behördliche und themenbezogene Publikationen eingestellt, die dem Suchenden einen schnellen Zugriff bieten.
Weiterhin haben wir die Abklärung zu Anfragen getätigt um sicher zu stellen, ob sich hinter der vermuteten Sekte oder Psychogruppe überhaupt eine gefährdende Gruppe verbirgt und haben, je nach Bedarf, dem Ratsuchenden die für ihn nötige individuelle Hilfe angeboten.

Nicht alle Anliegen konnten wir erfüllen, das ist klar.

Anfragen hierzu kamen in all den Jahren reichlich und forderten uns stets, unser Wissen immer weiter auszudehnen und hierin half uns auch die Vernetzung zu anderen kritischen Stellen über die Ländergrenzen hinaus.

Wie jeder erahnen kann, forderte unser ehrenamtliches Tun nicht nur das Einbringen unzähliger Stunden, welche außerhalb unserer beruflichen Arbeitszeit lagen, es wurden benötigte Unterlagen für Sorgerechts- oder andere Verfahren verschickt, Seminarreihen und Referate getätigt und vieles mehr. Und all dies war für Jedermann kostenlos. Meistenteils wurden Unkosten und Anreisekosten durch die „Krokodile“ selbst getragen.

Wir trafen in dieser Zeit viele Kult-Aussteiger und begleiteten hochrangige Aussteiger der Scientology-Organisation auch bei ihrem Deutschlandaufenthalt. In verschiedenen Auftritten, Treffen u.a. lernten wir sogen. Sekten- & Psychogruppen-Kritiker aus Politik, Kirchen, privaten Beratungsstellen aus dem Autorenbereich und aus Kulten kennen. Einige wenige wurden mehr als nur „Abschnittsgefährten“, sie wurden Freunde.

Dies und mehr taten wir, um die Arbeit der EBIS e.V., welche über 30 Jahre ehrenamtlich und ohne finanzielle Zuwendungen agiert zu erleichtern. Betroffene, Eltern und Kultaussteiger haben wir als deren Aufklärungsgruppe betreut.

Uns wäre es lieb gewesen staatliche Zuwendungen für die EBIS e.V. zu erreichen.         Dieses Ziel blieb für uns, auch nach den 20 Jahren der Arbeit des Krokodil, unerreicht.

Diese 20 Jahre sind auch nicht spurlos an mir vorbei gegangen.

Wenn man stetig mit dem Leid und den persönlichen Schicksalen anderer umzugehen hat, dann reibt dies mit der Zeit auf. Ehrenamtliches Engagement wird zwar immer wieder gern von Politik und Gesellschaft gefordert, keiner unterscheidet aber in welchem Ehrenamt man tätig ist. Es ist natürlich wesentlich leichter sich einem Ehrenamt zu verschreiben, welches Spaß macht und in welchem man die Geselligkeit und / oder das Brauchtum pflegt. Ehrenämter die einem abverlangen als „Problemlöser“ ständig parat zu sein oder deren vorrangiges Ziel der Umgang mit irgendwelchen besonderen Schwierigkeiten oder deren Hintergrund Krankheiten oder Mißbrauchsopfer sind, fordern einem persönlich einfach mehr ab.

Natürlich kann man sagen: Hast du dir / habt ihr euch doch selbst ausgesucht, aber wir haben ja gewisse Ursachen nicht gesetzt.

Natürlich hofft man in all den Jahren immer wieder, dass die Welt, durch das, was man ehrenamtlich tut, besser wird.

Ich hoffte, dass man sich wieder mehr an sich selbst und seiner Eigenverantwortung orientiert. An sich selbst glaubt und sich auf gute Ratschläge der Familie verläßt und sich nicht immer nur fremden Leuten unterordnet, die für sich beanspruchen als Einzige die „Wahrheit“ zu kennen, das „wahre Glück“ liefern zu können oder „der Erlöser“ zu sein.

Unser „Krokodil“ Helke Koulakiotis zeigte es vor vielen Jahren schon richtig auf als sie sagte: „Es gibt für jeden die passende „Sekte“. Und anstatt alle am gleichen Strang ziehen, um die Scharlatane in die Schranken zu weisen, läßt man es zu, dass immer mehr dubiose neue Gruppen ihre sogenannte „Sekte“ für neue Opfer „passend“ machen.

Wenn die grün/rote Landesregierung von Baden-Württemberg für die Tätigkeit eines Sektenbeauftragten des Landes (heißt jetzt: „Informations- und Koordinierungsstelle zu Fragen sogenannter Sekten und Psychogruppen“) seit einem Jahr eine 50 % Stelle ausweist, kann sich jeder selbst ausmalen, wie hoch die Wertschätzung für Eltern-& Betroffene von sogenannten Sekten- & Psychogruppen ist.

Man sollte nur einmal die Kosten gegenrechnen. Wieviel mag es den Staat kosten, die sogenannten Sektenaussteiger, die meist alles verloren haben und solche, die dabei noch psychische Probleme bewältigen müssen, mit Sozialhilfe oder Hartz IV aufzufangen oder die Behandlungskosten zu bezahlen. Leider gibt es dafür keine Zahlen.

Noch eines habe ich in diesen 20 Jahren bitter gelernt:  Es gibt viele Vorbehalte und wenig  Hilfe!

Erst kürzlich ist eine Mutter verstorben, die viele Jahre in der EBIS e.V. aufgefangen war. Sie hatte ihren Sohn viele Jahre an eine „sogenannte Sekte“, einen destruktiven Kult, verloren. Bis zum Schluss hatte sie vergeblich gehofft, dass der Sohn austritt.

Solche Schicksale, bei dem Familienmitglieder, Angehörige oder auch Freunde teilweise Jahre oder Jahrzehnte oder gar gänzlich voneinander getrennt werden, sind nicht selten in dieser Thematik. Manche sogenannte Sekten oder Psychogruppen haben den sogenannten „Trennungsbefehl“. Dieser stellt sicher, dass der „Sektenjünger“ von kritischen Eltern oder Angehörigen und auch Beratungsstellen fern gehalten wird. Ausnahme: Man versucht, sich das Erbe vorab auszahlen zu lassen oder sich Geld für den weiteren Aufenthalt in der Gruppe oder für das „interne Weiterkommen“ zu leihen.

Was nutzt es, wenn man in der Gesellschaft kritisiert, dass sich Eltern nicht um die Kinder oder die Kinder nicht um die Eltern kümmern und wenn man andererseits zulässt, dass z.B. in Sorgerechtsverfahren diese Thematik nicht erkannt oder unterschätzt wird und man gerichtlich zulässt, dass das Kind zum bereits im Kult verankerten Elternteil wandert und man somit ein neues Sektenmitglied entstehen läßt?

Vielleicht sollte man sich in unserer Gesellschaft dem viel bewußter werden und dieses Thema nicht tabuisieren oder behaupten „mir kann dies nicht passieren“. Gerade solche Einstellungen fördern, dass man nicht mehr auf den anderen achtet, weil man Gleiches an ihn oder auch bei den Angehörigen voraussetzt.

Seien Sie sich bewußt, es gibt mehr sektiererische Gruppen als Kritikerorganisationen, welche sich mit der Thematik auseinandersetzen und aufklären. Und gerade diese problematischen Gruppen haben meist viel Geld und Macht.

Inzwischen kann ich es nicht mehr sehen, wie man seit Jahren Prominente hofiert,  welche sich mit Psychogruppen identifizieren die z.B. vom Verfassungsschutz beobachtet werden, weil sie demokratiefeindliche Ziele haben. Das Hofieren birgt die Gefahr, dass wieder nur verharmlosende Berichterstattungen gemacht werden. Wer kann sagen wieviel seiner Bewunderer gerade dieser Promi seiner Psychogruppe zuführt?

Wir brauchen die kirchlichen Sektenbeauftragten, genauso wie private ehrenamtliche Beratungstellen sowie die Verbraucherzentralen, die staatlichen Stellen und jeden Einzelnen die sich dem Problem stellen und soviel wie möglich das öffentlich machen, was der Psychokult im Verborgenen halten will.

Ich möchte an dieser Stelle den ehemaligen Leiter der Interministeriellen Arbeitsgruppe sogenannte Sekten- & Psychogruppen beim Kultusministerium Baden-Württemberg Hans-Werner Carlhoff und seine Mitarbeiter würdigen, sie haben mich seit meiner Anfangszeit begleitet. Mein Dank gilt auch einigen damaligen politischen Sektensprecher(innen) u.a. Herrn Mauz (CDU); Carla Bregenzer (SPD) u.a.

Wegen dem gerade zuvor mitgeteilten Zeilen möchte ich darauf hinweisen, dass ich kein „Kirchgänger“ – und auch nicht politisch geprägt bin. Ich bin und war in keiner politischen Partei.

Ein Problem, das wir wohl mit anderen ehrenamtlichen Vereinen gemein haben, macht auch bei uns keinen Halt- auch wir haben Nachwuchssorgen.

Aber ich werde mich an dieser Stelle hüten, jungen Menschen dieses Thema ans Herz zu legen. Mögen Sie lieber das Problem für sich erkennen, sich vor alledem schützen, ihre Jugend bewahren und sich nicht ständig irgendeinem Leid aussetzen. Umso mehr schätzen wir das Engagement der „Anonymus-Bewegung“, von denen wir einige junger Aktivisten kennen lernen durften und über die wir auch berichteten.

Ich bin aber trotz allem davon überzeugt, dass sich jede Psychogruppe und jeder selbsternannter Guru früher oder später einem „inneren Zersetzungsprozeß“ ausgesetzt sieht. Die eigenen „gehirngewaschenen“ Gefolgsleute werden sich irgendwann der        sinnlosen und primitiven Taten bewußt und werden die kriminellen Aktivitäten an die Öffentlichkeit bringen.

Aus besagten Gründen habe ich mich entschlossen meine Beratungsarbeit im Netz der „Aufklärungsgruppe Krokodil“ als den „präventiven Arm“ unserer Eltern- & Betroffenen- Initiative (EBIS e.V. Baden-Württemberg) zum Jahresende 2015  einzustellen.

Diese Internetpräsenz wird daher nach und nach auf einige Bestandsbeiträge reduziert.

Bis zum Jahresende werde ich entschieden haben, welche Beiträge am Netz bleiben.

Zu vereinzelten kritischen Beiträgen, welche ich geschrieben habe, haben sich auch diverse Gruppen gegengeäußert. Von uns bleiben daher solche Beiträge am Netz. Wir wollen eine einseitige Berichterstattung vermeiden.

Ziel dieser Maßnahme ist es, dass die Internetpräsenz in einer weit abgespeckteren Version für die EBIS e.V. Baden-Württemberg erhalten bleibt und ggf. von einem Nachfolger neu aufgebaut und betreut werden kann.

Der EBIS e.V. Baden-Württemberg und insbesondere deren 1. Vorsitzenden, Lieselotte Wenzelburger-Mack, fühle ich mich natürlich weiter verbunden.

Die Telefonnummer zur Aufklärungsgruppe Krokodil dient danach nicht mehr als Beratungstelefon.

Über eine schriftliche Resonanz der Leser würde ich mich freuen.

Bitte schreibt mir gerne unter der Kontakt- E-Mail Adresse der Aufklärungsgruppe Krokodil oder auch an unser Postfach.

Für unsere Eltern-& Betroffenen-Initiative Baden-Württemberg würde ich mir wünschen,  das sich endlich spendenbereite Leute fänden, welche die Fortführung der Arbeit der EBIS e.V. garantieren. Auf Wunsch erhält der Spender eine Spendenbescheinigung.

Jörg Stolzenberger

im Juni 2015

 

Spendenkonto EBIS e.V. Baden-Württemberg

Kreissparkasse Esslingen Konto Nr. 10 261 279  Bankleitzahl: 611 500 20

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Ein Scientologe schult in aller Seelenruhe die Klein- und mittelständischen Betriebe im und außerhalb des Rems-Murr-Kreis, als sogenannter „Effizienztrainer“ und mit dem Prädikat „Anerkannter Coach vom Bundesamt für Wirtschaft“.

Ein Bericht von

Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

  1. April 2016

Er wirbt mit Sätzen wie  „Arbeit schneller erledigen“; „Mehr Zeit“; „Freier Schreibtisch“; „Verbesserung interner Kommunikation“.

 Auf seiner Webseite hat der „Effizienztrainer“ viele „Empfehlungsschreiben“ eingestellt, die er von bekannten Firmen im Rems-Murr-Kreis und andere Firmen, für seine Tätigkeit, erhalten hat. Diese sind aus den Jahren 2011 bis 2015.

Darunter ist eine bekannte Firma die sich mit Heizungstechnik beschäftigt und in Fellbach ansässig ist, eine Schreinerei aus Kaisersbach, eine Möbel Werkstatt aus Korb-Kleinheppach, eine  Haustechnik-Firma aus Weinstadt, eine Schreinerei mit Schlüsseldienst in Kaisersbach, eine Bettenfirma in Schorndorf u.a.

Es gibt weitere Empfehlungen von einer Maßschneiderei aus Dunningen, einer  Heizungs- &  Solarfirma  aus Seewald-Besenfeld, eine Holzbau GmbH  aus Loßburg, ein Konstruktionsbüro aus Villingen-Schwenningen, ein Baubüro aus Bretten, ein Ingenieurbüro aus Villingen-Schwenningen, ein Holzbau-Architekt aus Stuttgart, ein Gartencenter aus Nagold; eine Kaminholzfirma aus Silberstedt, eine Apotheke aus Zolling, ein Naturwarenhandel aus Karlsruhe, eine Home-Pflege & Wellnes-Firma, eine Holzbaufirma in Jagsthausen, ein Reisebüro in Pfullingen; eine Mineralbrunnen GmbH; ein Autohaus in Balingen (..) (1)

 Uns liegen sie alle vor, da sie vom „Effizienztrainer“ selbst im Internet eingescannt eingestellt wurden.

Zum Teil gaben diese Firmeninhaber oder Geschäftsführer auch auf den eingestellten Videos des „Effizienztrainers“ ihre Empfehlungen persönlich ab und ermöglichen es dem Scientologen so, weitere Firmen für sein Vorhaben zu gewinnen. (1)

 Der Mann hat ein Video über sich selbst eingestellt in dem er angibt:Seit einigen Jahren anerkannter Coach beim Bundesamt für Wirtschaft“ zu sein. (1)

 

 

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Ein guter Grund für die betroffenen Firmen sich in die Geschäftsbeziehungen mit dem „anerkannten Coach“ zu begeben.

Und da im Internet so gar kein Hinweis über die Hintergründe des Herrn Rene Stareczek zu Scientology zu finden sind, finde ich es wichtig, darauf auch einmal hinzuweisen.

Tatsächlich war ein kleiner Fachverlag in den frühen Neunzigerjahren sein Start in die Selbständigkeit. Also gab es schon sehr früh den Verleger. Auch heute noch gibt es diesen Verlag.

Hier verlegt René Stareczek Bücher anderer Autoren wie auch eigene. Das bevorzugtes Werk ist: „Die kleinen Worte der deutsche Sprache“ von Rene Stareczek. (2)

Ein weiterer Favorit ist „Vom Gelde“, geschrieben von Alfred Lansburgh im Jahre 1921 und veröffentlicht unter dem Pseudonym „Argentarius“. (2)

 

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Sein „Basis-Verlag“  und sein Name stand bereits auf Listen des Internationalen Weltverband der Scientology-Firmen (WISE) „Grundlegendes Wissen leicht gemacht“ und er war gelistet als Charter Committee Member“ mit seiner Adresse in Berlin. (3)

 

WISE Liste Stareczek

 

 

 

 

 

Der „Basis Verlag“ von Rene Stareczek bietet auch Bücher „Gramatik in Bildern“ von „Applied Scholastics“ der Marita Grübl an. Inzwischen kann jeder über das Internet zu dem Begriff „Applied Scholastics“ eine Internetsuche durchführen, er wird auf Scientology-Seiten stoßen und folgendes erfahren:

Applied Scholastics International ist eine weltanschaulich neutrale, gemeinnützige Organisation zum Nutzen der Allgemeinheit. Sie geht das Problem des Analphabetentums an, indem sie L. Ron Hubbards Entdeckungen auf dem Gebiet der Bildung und Lesefähigkeit auf breiter Ebene verfügbar macht.

 

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  1. Ron Hubbard erkannte die weitreichenden Auswirkungen eines sinkenden Bildungsniveaus und einer abnehmenden Lesefähigkeit auf die Gesellschaft. Er sah, dass Analphabeten oder funktionale Analphabeten, da sie keine Arbeit fanden und Ihnen Chancen verwehrt waren, oft als Kriminelle oder Drogensüchtige endeten. Daher untersuchte er das Gebiet des Lernens und kristallisierte die genauen Ursachen heraus, die für Erfolg oder Misserfolg beim Lernen bestimmend sind.“ (..) (4)

Marita Grübl ist Betreiberin eines Applied Scholastics-Nachhilfe Institut in Zirndorf und erklärte 2011: In der Nachhilfe- und Sprachenschule „werden keinerlei religiöse Inhalte von Scientology vermittelt“. Applied Scholastics arbeite separat von der Scientology Kirche und „in all den Jahren, die wir hier tätig sind, gab es noch nie eine Beschwerde diesbezüglich. Wir wüssten auch von niemandem, der sich später mit Scientology weiter befasst hätte.“ Die Bildungsorganisation Applied Scholastics sei laut Grübl eine „weltanschaulich neutrale und gemeinnützige Körperschaft, die nur der Förderung von Erziehung und Bildung dient“. (5)

 

 

Zirndorf

 

 

 

 

 

 

 

 

Marita Grübl gehört bei Scientology unter die „Sponsoren“, sie hat 5.000.- Dollar  in die sogenannte Kriegskasse der IAS gespendet. (6)

 Von 1998 bis 2003 hatte Rene Stareczek noch eine Bekennerseite im Internet mit dem Hinweis „Ich bin ein Scientologe“. Da diese nicht mehr erreichbar ist möchte ich hierauf auch nicht näher eingehen.

Genau dieser Mann steht auf einer Spenderliste von der „Scientology Kirche IDEALE Organisationen Stuttgart“ wo 406 Spender die  Belobigung für die fünfte Million erhielten. Dieses Geld war für die Finanzierung eines neuen Gebäudes für die Scientology in Stuttgart gedacht, welche in Zukunft als IDEALE Org fungieren sollte. Die Spenderliste stammt circa aus dem Jahr 2008. (7) (Wir berichteten bereits darüber.)

Verschiedene belegte Scientology-Kurse von Rene Stareczek bzw. Einträge in die scientologische Firmenliste (WISE) findet der Interessierte Leser unter der Internetseite „truthaboutscientology.com“ sie sind dort immer noch abrufbar.

 

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Rene Stareczek besuchte im November 2015 eine Aufklärungsveranstaltung gegen Scientology mit dem Titel: „Scientology ist eine Mogelpackung“.

Diese Aufklärungsveranstaltung  der Aktion-Bildungs-Information (ABI) Stuttgart, welche in Kooperation mit der Eltern- und Betroffenen-Initiative gegen sog. Sekten & Psychogruppen (EBIS e.V) Baden-Württemberg  fand in Kirchheim-Teck statt (wir berichteten darüber). Rene Stareczek saß Abseits in einer Ecke mit einem „Knopf im Ohr“.

Anlässlich dieser Veranstaltung war auch ein Prominenter Scientology-Aussteiger anwesend, welcher früher einmal der Leiter der Wiener Scientology-Org war, es handelte sich um Wilfried Handl. (8)

Herr Handl hatte auf seinem „Blog gegen Scientology“ schon über den Mann mit dem „Knopf im Ohr“ berichtet. Da der Filmemacher Markus Thöß diesen Abend zum Anlass nahm, die Veranstaltung in einen Scientology-kritischen Film einzubauen, bleibt uns auch diese Einstellung noch lange erhalten.

Mann mit Knopf im Ohr

 

Im Jahre 2015 erschien in der Dianetik-Post, dem Magazin der Scientology Gemeinde Baden-Württemberg e.V., Ausgabe 221, Seite 20 ein kurzer bebilderter Beitrag von Rene Stareczek. Hier sieht man ihn lachend mit einem Beitrag des scientologischen „Studentenhut“ von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard in der Hand, und er wird zitiert: „Der Studentenhut hat meine Studierfertigkeiten sogar noch deutlich mehr angehoben, als ich aufgrund meiner hohen Erwartungen gedacht hatte. Er ist wirklich eine Grundlage der Scientology-auf völlig neuem Niveau!“

 

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Am 19.11.2015 habe ich per E-Mail das Bundesamt für Wirtschaft angeschrieben wegen der Äußerung des Herrn Rene Stareczek „seit einigen Jahren anerkannter Coach beim Bundesamt für Wirtschaft“ zu sein. Es wurde angefragt ob dies stimmt.

Erst am 15. Dezember 2015 erreichte mich folgende Mitteilung:

„Sehr geehrter Herr Stolzenberger,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte.

Eine Auskunft zu beraterbezogenen Daten ist aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gestattet.

Ich bitte diesbezüglich um Ihr Verständnis. Die zeitverzögerte Beantwortung bitte ich zu entschuldigen.

 Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag

 Malte Schneider

Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Frankfurter Straße 29 – 35, 65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-2875

Fax: 06196 908-1496

E-Mail: malte.schneider@bafa.bund.de

Internet: http://www.bafa.de

Nun, jeder soll davon halten was er will, natürlich befriedigt mich solche Antwort nicht und deshalb soll jeder die Hintergründe wissen, denn seit der Anfrage hat sich nichts verändert. Der „Effizienztrainer eu“ agiert weiter im Internet und wird „als anerkannter Coach beim Bundesamt für Wirtschaft“ weiterhin die Firmen schulen.


Quellen:

 (1) Rene Stareczek „Effizienztrainer.eu“ unter: http://effizienztrainer.eu DL 19.11.2015; Internetseite ist von 2012. Adresse: 71116 Rohrau; Römerstraße 18: E-Mail: info@effizienztrainer.eu

(2) Internetausdruck vom „Stareczek Basis Verlag“; Unter: http://vom-gelde.de/ : DL 19.11.2015 und http://www.rene-stareczek.de/index.html Rene Stareczek über mich.

(3)  WISE-International Business-Directory Liste 2006.Namen von WISE-Mitgliedern- Buchstabe S; Seite 242. Unter: Basis-Verlag; Rene Stareczek; Charter Committee Member.

(4)  http://www.scientology.de/how-we-help/applied-scholastics.html

(5)  Scientologen mischen bei Nachhilfe in Zirndorf mit Betreiberin eines Instituts räumt Mitgliedschaft ein – Fragwürdige Flugblätter – 01.02.2011. http://www.nordbayern.de/scientologen-mischen-bei-nachhilfe-in-zirndorf-mit-1.473520

(6)    Impact 111/2005 Seite 87 Neue Sponsoren: 5.000.- Dollar gespendet.

(7)  Unterzeichnet von Gabi Korell EDSET und Walter Kotric COCLO EU (Hiermit werden alle 406 Spender belobigt, die dafür gesorgt haben, dass die fünfte Million für unser Gebäude sichergestellt ist.)

(8) http://www.wilfriedhandl.com/blog/uber-mich/

 

 

 

 

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Scientology Basel und die Ahmaddiyya Muslem Yamat – eine „Interreligiöse Sonntagsandacht“ !

Ein Bericht von

Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

21.04.2016

Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr, dass sich Scientology stehts bemüht, sich mit anderen Glaubensgemeinschaften zu zeigen, sich auszutauschen und ggf. deren Mitglieder zu Scientologen zu machen.

Warum nur fallen immer wieder neue Glaubensgemeinschaften auf die Scientology-Organisation herein?

Ziel der Scientology-Organisation ist die Erschaffung eines neuen Menschen scientologischer Prägung und einer neuen ausschließlich nach scientologischen Richtlinien funktionierenden Welt. Das meint der Landesverfassungsschutz Niedersachsen (1).

Scientology strebt die Weltherrschaft an. Die Notwendigkeit einer „Scientologisierung“ der Gesellschaft wird damit begründet, dass die Welt in ihrer derzeitigen Erscheinungsform zum absoluten Untergang verurteilt sei.(1)

Die Errettung liege allein in der Anwendung scientologischer Technologie, womit die Organisation einen Absolutheitsanspruch auf den einzig wahren Heilsweg erhebt. (1)

Am 17. April 2016 trafen sich in der Scientology-Org in Basel Vertreter der Ahmaddiyya Muslem Yamat mit Scientologen um sich in einer „Interreligiösen Sonntagsandacht“ auszutauschen.

Wie die Schweizer „Tageswoche“ mitteilte, war Walid Tarnutzer, Präsident der Ahmadiyya in der Schweiz der Anlass in Basel bekannt, er selbst hat aber damit nichts zu tun. … Dabei ist nicht er, sondern eine Unterorganisation auf die Einladung von Scientology eingegangen. …“

Laut der „Tagswoche“ hieß es weiter:

„Der Flyer für den Anlass sorgte schon vor ein paar Tagen für Wirbel: Andreas Aste, Physik-Dozent an der Uni Basel und Präsident der CVP Grossbasel-West, hat der Ahmadiyya-Gemeinde eine Mail geschrieben. Diese wurde auch auf der Seite einer Facebook-Gruppe von Scientology-Gegnern veröffentlich. ‚Es ging mir darum, dem Imam zu sagen, dass meiner Meinung nach Scientology keine gute Anlaufstelle für die Muslime ist‘, erklärt Aste, der schon lange als Sektenkritiker aktiv ist und mit Aussteigern in Kontakt steht.

Der Annäherung der Sekte an die Religionsgemeinschaften wie etwa Ahmadiyya sieht er mit Sorge entgegen. Seiner Meinung nach ist dabei die Suche nach potenziellen Mitgliedern eher sekundär: ‚Es geht den Scientologen darum, sich gesellschaftliche Akzeptanz zu erarbeiten und ihren angeblichen Status als Religion zu zementieren‘, sagt Aste.

Somit sieht er die Offenheit gegenüber den Muslimen eher als Werbetrick: ‚Das ist eine vordergründige Toleranz, die strategischer Natur ist.‘ Dabei weist er darauf hin, dass nach den Lehren von L. Ron Hubbard andere Religionen eigentlich keine Berechtigung hätten.“

 

Tageswoche vom 15.04.2016 1

 

 

 

 

 

Tageswoche vom 15.04.2016 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben: Screenshots -Auszug aus der Schweizer „Tageswoche“:

„Scientology biedert sich bei den Muslimen an.“

 

TeleBasel war ebenfalls vor Ort, durfte beiwohnen und verfasste dementsprechend einen detaillierteren Beitrag:

„Im Untergeschoss des Hauptgebäudes sitzen am Sonntagmorgen rund 35 Menschen, die den Worten des Imams aus Zürich lauschen. Dass Scientology nicht als Religion behandelt wird, stört den Imam nicht.

‚Der Islam ist eine universelle Botschaft und er ist offen für alle Menschen, egal welcher Kultur oder Rasse sie angehören‘, sagt Imam Abdul Wahab Tayyab von der Mahmud-Moschee Zürich. Er käme immer, wenn er eingeladen würde, um die eigene Religion vorstellen zu dürfen.“

 

Scientology Zürich stellte hierüber auch einen Beitrag hierüber auf ihre Facebookseite.

Unter dem Titel „Was ist der Islam wirklich?“, berichtete Scientology Zürich am 22. 02.2016 über die „Interreligiöse Sonntagsandacht“ mit dem Ableger der Ahmaddiya Muslem Yamat, welche angeblich bereits am 14.02.2016 ab 09.30 Uhr stattfand.

Hier wird von 100 Teilnehmern berichtet welche der Veranstaltung angeblich angehörten (siehe Bilder unten.)

 

 

Scien tology Zürich Andacht Intereligiös 2JPG

Scien tology Zürich Andacht Intereligiös. Facebookseite JPG Scien tology Zürich Andacht Intereligiös

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Scientologen-Aktion in Kirchheim/Teck vor dem CDU Stand des Abgeordneten Zimmermann am 05. März 2016

Ein Bericht von Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

05. März 2016

Am 05. März 2016 gegen 12.15 Uhr gab es in Kirchheim-Teck, im Bereich des Marktplatzes, eine kabarettistische Aktion der Scientologen vor dem CDU-Werbestand anläßlich der Landtagswahl von Baden-Württemberg.

Viele der vorbeilaufenden Bürger werden es vermutlich gar nicht mitbekommen haben, dass hier der Landtagsabgeordnete Zimmermann Ziel einer Scientology-Aktion gewesen ist.

Wir wollen daher über diese Aktion aufklären. Gestatten sie mir daher, den Hauptakteur in einem Rückblick vorzustellen. Er heißt Hans (Johann) Bschorr und kam bereits in einem Interview der Süddeutschen Zeitung im Jahre 1997 zu Wort, nachdem er als Scientologe enttarnt worden war.

Aus dem Interview mit der Süddeutschen Zeitung am 21.11.1997 –

Ein Rückblick:

Im Sommer 1996 wurde der TV-Journalist Hans Bschorr – bis Mitte der Neunziger
Landtagskorrespondent des Bayerischen Rundfunks – als Scientologe enttarnt. Er
zog daraufhin nach England und beendete seine Karriere. Erst jüngst aber geriet
er wieder, ohne sich selbst zu äußern, in einen politischen Schlagabtausch.

Das Innenministerium wollte von Landtagsabgeordneten wissen, ob sie dem
Redakteur während dessen Zeit beim BR politische Geheimnisse verraten haben.
Wir sprachen mit Hans Bschorr.

SZ: Herr Bschorr, sind Sie nach England gegangen, um dort für Scientology zu
arbeiten?
Bschorr: Nein, aber daß ich in England geblieben bin, hat viel mit Scientology
und vor allem der Intoleranz in Deutschland zu tun.
SZ: Was machen Sie für Scientology?
Bschorr: Wenig. Das beschränkt sich auf Übersetzungen von englischen Texten ins
Deutsche, wie kürzlich bei einer Broschüre über Religionsfreiheit.
SZ: In Zeitungsanzeigen vergleicht Scientology Deutschland mit Hitlerdeutschland.     Was halten Sie davon?
Bschorr: Gegen Scientologen startet Deutschland existenzvernichtende
Aktionen. Die Zeitungsanzeigen sind hart, sie beziehen sich aber ausschließlich auf die Maßnahmen gegen Juden bis Mitte der 30er-Jahre.
SZ: Daß Scientology psychischen Druck auf seine Mitglieder ausübt, leugnen Sie
natürlich.
Bschorr: Auf mich hat Scientology noch keinen Jota Druck ausgübt . . .
SZ:. . . Aussteiger haben Geld und Seele in der Sekte zurückgelassen, . . .
Bschorr: . . . ich schwöre, daß ich alles freiwillig gemacht habe. Was Scientology will, ist, in den Dialog zu treten. Leute wie Innenminister Beckstein verwehren uns diesen Dialog
und sind damit in einer schwachen Position. Wenn Beckstein uns etwas nachweisen kann, dann soll er das auf den Tisch legen. Er kann es aber nicht.
SZ: Wenn der Scientology-Gründer Ron Hubbard Sie auffordert, in die Zentralen
der Macht vorzudringen, dann steckt knallharte Ideologie dahinter, nicht die
Sehnsucht nach dem Dialog.
Bschorr: Aber die Bewegung ist unpolitischer als Sie denken. Es geht um eine Gesellschaft, in der weniger Kriminalität, weniger Drogen . . .
SZ: . . . mir kommen die Tränen, das will die CSU ja auch alles.
Bschorr: Ja, aber mehr ist da nicht.
SZ: Da werden wir uns nicht einig. Stimmt es, daß Sie Anfang der Neunziger
beinahe Pressesprecher der CSU geworden wären?
Bschorr: Stimmt, ich wurde gefragt.
SZ: Die CSU sagt, Sie hätten sich zur Verfügung gestellt.
Bschorr: Ich kann die verstehen, das heute so darzustellen. Aber ich wurde
gefragt und habe Nein gesagt. Politisch wäre das kein Problem gewesen. Ich bin
ja seit langem CSU-Mitglied.
SZ: Es gibt Journalisten, denen Sie sich als BR-Journalist für eine gemeinsame
Recherche über Scientology angedient haben .
Bschorr: Ich habe ein- oder zweimal mit Kollegen darüber geredet, das aber war
ein rein journalistisches Interesse.
SZ: Verdammt schwer zu glauben.
Bschorr: Und doch war es so.
SZ: Herr Bschorr, das Innenministerium hat die Landtagsabgeordneten gefragt, ob
Sie Geheiminformationen erhalten hätten.
Bschorr: Wenn Gesprächskontakte als Unterwanderung ausgelegt werden, dann
ist das totalitär. Ich würde mich gerne mit den Herren im Innenministerium
zusammensetzen und mit denen reden. Keiner muß mir glauben . . .
SZ: . . . ich auch nicht . . .
Bschorr: . . . das ist Ihr gutes Recht. Aber ich darf der Staatsregierung, die
den Verfassungsschutz auf mich angesetzt hat, sagen: Ich muß reden dürfen! Fakt
ist, daß niemand mir ein Verbrechen vorwerfen oder beweisen kann. Alleine
die Vermutung, ich könnte Geheiminformationen nach England getragen haben, ist wahnwitzig. Meine Arbeit war die eines normalen und verzweifelten Journalisten, der aus dem Landtag Nachrichten abschöpfen muß. Und obwohl das nicht leicht ist, wurde meine
Arbeit vom BR anerkannt.
SZ: Stimmt es, daß Sie jetzt dauerhaft in England leben?
Bschorr: Ich kann Ihnen die Adresse geben. Meine Frau, meine drei Kinder und
ich leben 50 Kilometer südlich von London, fünf Meilen entfernt von der Scientology-Zentrale. Wir haben uns ein altes Haus sehr schön hergerichtet.
SZ: Wie kommt das Geld herein?
Bschorr: Wir zehren von den Reserven. Außerdem schreibe ich unter Pseudonym
für deutsche Magazine über Umweltthemen. Aber selbst die Magazinleute wurden aus
Bayern gewarnt, wenn ich weiter für die schreiben sollte, werde man den Namen
des Magazins offenlegen – wegen eines Textes von Hans Bschorr über Kanalisationsprobleme. Gräßlich.

Das Interview führte: Alexander Gorkow.

Die Scientologen konterten damals mit folgender Presseerklärung:
PRESSEMITTEILUNG
14.01.98
SCIENTOLOGEN-ELTERN KLAGEN RELIGIÖSE DISKRIMINIERUNG VON KINDERN AN BECKSTEIN ANGEPRANGERT: INNENMINISTER SCHAFFT EIN KLIMA DES HASSES AN BAYERISCHEN SCHULEN (Auszug zu Hans Bschorr)
(MÜNCHEN)

„…Hans Bschorr, langjähriger Landtagskorrespondent des Bayerischen Fernsehens und dort wegen seiner Scientology-Mitgliedschaft kaltgestellt, hat aus Becksteins Ausgrenzungspolitik für seine Familie persönliche Konsequenzen gezogen. Weil er seinen Kindern nicht zumuten wollte, in der Schule seine Eltern als „gehirngewaschene Untermenschen“ zeichnen zu müssen, hat er 1994 seine Familie nach England gebracht.“

Für den Inhalt und weitere Informationen: Sabine Weber/Georg Stoffel, Scientology Kirche Deutschland

 

 

Am 05. März 2016 sieht man Hans Bschorr wieder- in Deutschland, genauer in Kirchheim –Teck, bei einem CDU-Stand.

Mit einem selbstfabrizierten Schild welches er mit sich herumträgt diffamiert er sein Gegenüber , welches automatisch mit einem roten Pfeil markiert wird.                                  Das Schild trägt die Aufschrift: „Bedrohte Spezies. Vorsicht schreckhaft! Keine spontanen Fragen! nicht füttern!“ (Fehler im Original).

Mit diesem Schild posiert Hans Bschorr provokant vor dem Mitglied des Landtags, dem Abgeordneten Karl Zimmermann (CDU), welcher keine Chance hatte, der Markierung auszuweichen.

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Unterdessen fotografiert oder filmt Marcel Phillip R. , der zu den Begleitern des Hans Bschorr zählen dürfte, und vermutlich nicht mal eben zufällig vorbei kam, die Situation mit seinem Handy.
R. stand zu diesem Zeitpunkt direkt am „Mode am Markt ECK und trug auffällige rot-blaue Turnschuhe.

 

 

 

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Was diese Aktion mit diesem Schild bezwecken sollte, ist uns nicht bekannt, wahrscheinlich steht sie aber im Zusammenhang mit dem Scientology-kritischen Film im SWR-Fernsehen vom 17.02.2016 und dem Zeitungsartikel im „Der Teckbote“ vom 19.02.2016 und dem Leserbrief von Bschorr, der gestern, am 05.03.2016, ebenfalls im „Der Teckbote“ veröffentlicht wurde.

Im Teckboten der Kirchheimer Zeitung liest man im Leserbrief des Hans (Johann) Bschorr vom 05.03.2016 folgendes:

05.03.2016 – 02:02 Uhr

Alte Vorwürfe 
aufgewärmt

Wenn der Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann es unterlässt, einen Journalisten zurückzurufen, obwohl er freundlich darum gebeten wurde, und sich dann auch noch „bedroht fühlt“, fragt man sich, ob er von unbequemen Tatsachen abzulenken versucht. Das sagt mir meine lange Erfahrung im Umgang mit Politikern – als Journalist und ehemaliger TV-Korrespondent aus dem Bayerischen Landtag. Offenbar aufgrund der Einflüsterung des CDU-Volksvertreters unterstellte mir der Teckbote, meinen Beruf als eine Art Tarnung zu benutzen. Wie abwegig diese Darstellung ist, belegt allein die Tatsache, dass ich seit 32 Jahren Mitglied im Bayerischen Journalistenverband bin.

Bevor der CDU-Kandidat mich und die Scientologen in die Nähe von unrechtmäßigem Tun rückt, sollte er sich im Landeskriminalamt erkundigen, wo er einst laut eigenen Angaben zum Kriminalhauptkommissar aufgestiegen ist. Dort könnte man ihm kürzlich offengelegte Akten des BKA zugänglich machen. Demnach waren bei der von ihm so verachteten „Scientology Church“ – trotz jahrelanger Suche – „keine Anhaltspunkte für strafrechtliches Verhalten“ und kein „Verdacht auf verfassungswidriges Verhalten“ zu finden. Wo bleibt der Jubelschrei des Ex-Kriminalers angesichts der nun offiziell bestätigten Gesetzestreue?

Die Rechnung des Kirchheimer CDU-Politikers, ein paar Stimmen einzufangen, indem er alte Vorurteile aufwärmt, wird nicht aufgehen – wie einst in Hamburg, als der längst vergessene CDU-Bürgermeister Ahlhaus seine Wahlchancen zu verbessern versuchte, indem er medienwirksam ein Verbot der Scientology-Kirche forderte. Diese Art religiöser Diskriminierung veranlasste damals das US-Generalkonsulat zu einer Nachfrage, worauf die Innenbehörde kleinlaut erklärte, dass es sich nur um Wahlkampfgetöse handle und nicht ernst zu nehmen sei. Festgehalten ist dies in den von Edward Snowden enthüllten Dokumenten (US-State Dept. Telegramm vom 21. Dezember 2007).

Johann Bschorr, Berlin

 

Der Teckbote

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben: Screenshot vom Leserbrief Johann Bschorr vom 05.03.2016

 

Man könnte aus dem Leserbrief deuten, das sich Hans Bschorr, dem CDU Abgeordneten-Büro Karl Zimmermann „als Journalist“ vorstellte um ein Gespräch mit dem Abgeordneten zu erreichen, dieses aber wohl nicht zu Stande kam, da der Herr Zimmermann nicht zurückrief. Wenn sich der Herr Bschorr darauf beruft seit 32 Jahren Mitglied im Bayrischen Journalistenverband zu sein und daraus automatisch ableitet, dass ihm nun jeder Gehör geben muss…..

Stellt sich die Frage, für wen der Hans Bschorr das Interview wollte und was der eigentliche Hintergrund war. Offenbar war die Zielrichtung ja wohl Scientology, denn für diese Organisation ergreift Hans (Johann) Bschorr ja hinreichend Partei.

 

Quellen:

1. Süddeutsche Zeitung – Das Interview von 1997 unter: (1)
http://www.sueddeutsche.de/cgi-bin/treffer.cgi?file=/sz/www/docs/szdb/1997/11/19971121/bay_g.htm&date=19971121

2. Presseerklärung des Scientologischen-Menschenrechtsbüro unter: http://www.menschenrechtsbuero.de/html/140198.htm
Vom 14.01.1998.

3. Bilder von der Aufklärungsgruppe Krokodil/05.03.2016/ mit copyright!

4. Leserbrief von Johann Bschorr im Teckboten vom 05.03.2016

 

Veröffentlicht unter Aufklärungsveranstaltung 2015, Die Funktionsfähigkeit der Scientology erhalten, Scientology | Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Scientologen-Aktion in Kirchheim/Teck vor dem CDU Stand des Abgeordneten Zimmermann am 05. März 2016

Eine umstrittene Organisation Scientology. Die neue Offensive !

Ein Film von Markus Thöß und Harriet Kloss
Eine umstrittene Organisation Scientology. Die neue Offensive !

 

Das bekannteste Scientologen-Gesicht gehört Tom Cruise. Doch so sympathisch wie den amerikanischen Schauspieler stufen Staatsschützer die öffentlich als Kirche auftretende Organisation nicht ein. „Die Scientology-Organisation strebt unter dem Begriff „neue Zivilisation“ eine gesellschaftlich-politische Ordnung an, die einem totalitären System entspricht“, warnt der baden-württembergische Verfassungsschutz in seinem jüngsten Jahresbericht.

Scientology-Boss David Miscavige bei der Eröffnung der IDEALEN ORG in Basel am 24.09.2015 in Basel. Er ruft zur Offensive auf.
Nun zeichnet sich ab, dass Scientology im Südwesten eine neue Offensive startet. Nachdem der Chef der Organisation David Miscavige zur großen Expansion aufgerufen hat, eröffnete er im Sommer 2014 in Basel ein riesiges Zentrum. Und in Baden-Württemberg soll es bald weiter gehen. Laut Verfassungsschutz gibt es die Immobilie dazu schon – direkt im Herzen von Stuttgart.

Ein Autorenteam von „betrifft“ hat ein Jahr lang recherchiert.

 

Die Kamera begleitet die Autoren Markus Thöß und Harriet Kloss nach Kirchheim/Teck, wo die Bürger sich zunehmend gegen Aktivitäten des Sektenkonzerns wehren. Es geht weiter nach Tel Aviv auf den Spuren eines kriminellen Mittelsmannes sowie nach Clearwater/Florida, dem „Mekka“ und spirituellen Machtzentrum der Scientologen weltweit.

Neben einer erstaunlichen Bestandsaufnahme zu den neuen Aktivitäten dieser höchst umstrittenen Organisation wirft der Film auch die Frage auf: Ist Scientology eine Glaubensgemeinschaft oder ein Wirtschaftsunternehmen – und müsste es sich dann nicht entsprechenden Regelungen unterwerfen? Hier scheint nach dem Ergebnis der Recherche in Deutschland derzeit ein „Handlungsdefizit“ zu herrschen. So sehen es jedenfalls diejenigen Politiker, die bereit waren, sich vor der Kamera zu äußern.

Wer den Film verpasst hat sieht ihn hier:

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Aufklärungsveranstaltung 2015, Scientology, Scientology - Diverses | Verschlagwortet mit , , | Kommentare deaktiviert für Eine umstrittene Organisation Scientology. Die neue Offensive !

Bekennender Scientologe und CLEAR nahm Ehrenpreis von der Firma NIKON England entgegen.

Ein Bericht von
Jörg Stolzenberger
Aufklärungsgruppe Krokodil
Januar 2016

Gray Levett ist 1948 in England geboren, er lebt in London und hat ein Fotogeschäft.
Bereits im Jahr 1979 findet sich sein Name auf einer Scientology-Liste, der sogenannten Source, unter dem Status „CLEAR“. (1)

Mehrmals steht er auf Spenderlisten als sogenannter Patron der IAS und hat somit mindestens 40.000 US-Dollar in die sogenannte „Kriegskasse“ der Scientologen einbezahlt. (2)

In einer „Goldenen Gedenkbeilage“ zur scientologischen Hochglanzbroschüre Impact steht er zusammen mit Gill Levett unter den Meilenstein-Patrons with Honors (100.000 Dollar gespendet). (3)

Zudem ist er ein bekennender Scientologe, welcher auch eine eigene Scientology-Seite im Internet hat. (4)

 

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Bilder oben: Screenshots von der Bekennerseite von Gray Levett / DL 27.01.2016

 

 

Nikon-Logo

 

 

 

 

 

Durch eine weitere Scientology-Zeitschrift war zu erfahren:

„Nikon UK bestätigt Scientologen Gray Levett anerkennend.

Nikon UK verlieh dem langjährigen Scientologen Gray Levett in Anerkennung seiner Rekordverkäufe in seinem Nikon-Kamerageschäft, Grays of Westminster, kürzlich eine Trophäe.

Die Inschrift lautet: „Ihre Herangehensweise an den Service und die Unterstützung der Kunden führt weiterhin zu Höchstverkäufen, und es ist uns eine Ehre, dieses Resultat anerkennend zu bestätigen.“

Jetzt, da Gray Grundlagen studiert, ist er aufgrund seines größeren Verstehens von Menschen sogar noch ursächlicher über Expansion seines Unternehmens.

„Mein Ziel besteht jetzt darin, weiter alle Materialien des Goldenen Zeitalters des Wissens zu studieren und das Geschäft als Beispiel für die Funktionsfähigkeit der LRH-Tech in meinem Gebiet weiter zu expandieren.“ (5)

 

 

Neuigkeiten vom Goldenen Zeitalter des Wissens, Jahrgang III, Ausgabe III aus 2010

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Bilder oben: Scientology-Zeitschrift „Neuigkeiten vom Goldenen Zeitalter des Wissens Ausgabe III aus dem Jahr 2010 Deckblatt und Seite 2 Auszug

 

 

Verwendete Quellen:

(1) Source 160/1979 Status CLEAR
(2) Impact 111/2005, Seite 69: Patrons der IAS United Kingdom: 40.000 Dollar gespendet. Impact 114/2006, (Gründungs-Patron der IAS, United Kingdom: 40.000 Dollar gespendet u.a.
(3) Impact 123/2010, Goldene Gedenkbeilage zum Impact 123/2010 zum 25. Jahrestag der IAS, Seite 23. Meilenstein-Patrons with Honors Großbritannien (100.000 Dollar). Unter: Gray & Gill Levett
(4) Bekennerseite im Internet „I am a Scientologist“ unter: http://www.our-home.org/graylevett/myself.html DL 27.01.2016
(5) Neuigkeiten vom Goldenen Zeitalter des Wissens“ Jahrgang III, Ausgabe III aus 2010 CSI: „Endziel: Spirituelle Freiheit mit den Routen zum Wissen.“ (Übergroße sw Zeitschrift), Seite 2 mit Bild.

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Scientology sucht nicht nur den Draht zur Polizei: Am Beispiel von „geleakten“ Emails: sogenannte „Meinungsführer“ aus Polizei; Öffentlichem Dienst & Politik gesucht !“

Ein Bericht von
Jörg Stolzenberger
Aufklärungsgruppe Krokodil
18.01.2016

 

Vorgeschichte wegen der „geleakten E-Mails“:

Wie der WebStandard Anfang Juli 2012 berichtete, hatte Scientology Österreich den Ex-Scientologen und Blogger Wilfried Handl wegen der Veröffentlichung interner Scientology-Mails verklagt. Der Streitwert beträgt 31.000 Euro. (1)

Die E-Mails wurden Anfang Juni 2012 zuvor von Anonymous Austria veröffentlicht.
Der österreichische Anon-Ableger ist nach eigenen Angaben an E-Mails von Scientology Österreich aus den Jahren 2010 und 2011 gekommen.                                                                    Die E-Mails wurden in mehreren Downloadpaketen mit insgesamt 2,8 Gigabyte Größe veröffentlicht.

Als Begründung gegen Scientology nennt AnonAustria sein Vorgehen:
„They are evil. They are dangerous. Everyone must know.“(2)
(Anm. deutsch: „Sie sind böse. Sie sind gefährlich. Jeder muss es wissen.“)

Anonymous Austria

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben: Anonymous Board Austria mit oben genannter Begründung.

 

Zudem hatte Scientology eine einstweilige Verfügung beantragt, die Handl daran hindern sollte, weitere Mails in seinem Blog zu veröffentlichen.

Die einstweilige Verfügung wurde 2012 in zweiter Instanz vom Oberlandesgericht Wien abgelehnt. Als Begründung der Ablehnung gab das Gericht an, dass keine ausreichende Begründung für den Unterlassungsanspruch vorliege und die Gefährdung von Scientology dadurch nicht überprüft werden könnte. Die Hauptverhandlung, in der es um den besagten Streitwert von 31.000 Euro gehen wird, stand allerdings noch aus. (1)

Der ehemalige Chef von Scientology Österreich, Winfried Handl, hat anhand der E-Mails verschiedene finanzielle Probleme der Sekte beleuchtet und unter anderem herausgefunden, dass versucht wurde, „die Polizei in Österreich zu unterwandern“ – so der Falter in seiner Ausgabe vom 29. August 2012. Der nach dem Leak innerhalb von Scientology geführte Mailverkehr lässt zudem vermuten, dass man Handl den Wind aus den Segeln nehmen wollte. Doch damit dürfte Scientology nun gescheitert sein. (1)

Johannes Öhlböck, Rechtsvertreter von Handl, sah dies als Etappensieg.                                In seiner ersten Klagebeantwortung vom Juli kritisierte er auch den Streitwert, der seiner Meinung nach laut Tarifen für zivilrechtliche Angelegenheiten und Mediensachen nicht 31.000 Euro sondern 8.720 Euro betragen dürfte. Der hoch angesetzte Streitwert sollte einen einschüchternden und mundtotmachenden Effekt haben.                                              Die Berechtigung Handls zur Veröffentlichung der Mails sei zudem durch die Kommunikationsfreiheit, Informationsfreiheit, Pressefreiheit und der freien Meinungsäußerung gegeben, weiter gebe es ein öffentliches Interesse an der Veröffentlichung, die von Handl mit „journalistischer Sorgfalt kritisch kommentiert“ werde. (1)

In erster Linie erfolgte die Veröffentlichung zudem nicht durch Wilfried Handl, sondern durch die Netzaktivisten von Anonymous Austria. Die E-Mails konnten laut Öhlböck erst durch die Außerachtlassung der Sorgfalt an die Öffentlichkeit kommen.                              Die beiden klagenden Parteien – der Verein Scientology Kirche Österreich und die Scientology Mission Wien – sind mit dem Begehren, die Veröffentlichung zu stoppen, vor Gericht jedenfalls abgeblitzt. (1)
Die Berufung in nächster Instanz ist ausgeschlossen.

Der Ausgang der Hauptverhandlung blieb abzuwarten.

Am 04.04.2013 berichtet die Krone.at über den Ausgang der Hauptverhandlung im Fall der geleakten Mails. Darin heißt es:

„Ein von Scientology geklagter Aussteiger darf weiterhin gehackte interne E-Mails veröffentlichen. Das hat das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen am Donnerstag entschieden. Ein Prozess, den die umstrittene Religionsgemeinschaft gegen den Mann angestrengt hatte, endete mit einem unbedingten Vergleich.Der Angeklagte, ein ehemaliges Mitglied und nunmehriger strenger Kritiker von Scientology, hatte in seinem Blog interne E-Mails verbreitet, die von der Hacker-Organisation „Anonymous“ veröffentlicht worden waren.
Scientology hatte bereits vor dem aktuellen Verfahren versucht, die Veröffentlichungen der E- Mails per Unterlassungsklage zu verhindern. Eine gleichzeitig eingereichte sofortige Verfügung wurde jedoch in zwei Instanzen abgelehnt. Mit dem am Donnerstag erreichten Vergleich stehe nun endgültig fest, dass der Mann weiterhin kritisch über Scientology berichten und die internen E- Mails verwenden dürfe, teilte sein Anwalt Johannes Öhlböck mit.(3)

Sein Mandant habe sich allerdings dazu bereit erklärt, die in den Mails vorkommenden Namen vollständig zu schwärzen – freiwillig, wie der Anwalt betonte. Die Prozesskosten müsse Scientology zur Gänze übernehmen. Die Akte sei damit geschlossen.„Ein Kritiker konnte nicht mundtot gemacht werden“, fasste Öhlböck das Ergebnis der Verhandlung zusammen. (3)

Auch Scientology Österreich kann dem Vergleich Positives abgewinnen.     „Für die Zukunft ist dadurch die Wahrung der religiösen Privatsphäre unserer Mitglieder wiederhergestellt“, meinte die Pressesprecherin der Kirche in einer Aussendung. (3)

 

Kronen Zeitung at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben: Kronen-Zeitung.at berichtete über das Ende der Hauptverhandlung im „geleakte Mail“-Prozess

 

Ich berichtete bereits in einem ersten Teil über „geleakte E-Mails“ welche zwischen einem österreichischen Polizeibeamten und einer Scientologin stattfanden.

In diesem zweiten Teil korrespondieren Scientology-Mitarbeiter(Innen) untereinander um eine positive Meinungsbildung über Scientology bzw. deren Begründer L. Ron Hubbard in der Aussenwelt zu erreichen.

Es geht um einen Vorschlag  sogenannte „Meinungsführer“  zu gewinnen und in der Gesellschaft zu etablieren, welche entsprechenden Einfluß haben und die notwendige Überzeugungskraft.

 

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Wichtig ist, wo die Scientologen diese „Meinungsführer“ her bekommen wollen….

Und deshalb hier die „geleakte“ E-Mail:

„Lieber xxxxx [Scientologe]! Es geht weiter!
Nach einem wirklich erfolgreichen PR Seminar, das von Meister xxxx xxxxxxx [Name eines Scientology-Mitarbeiters] persönlich gehalten wurde, mit spannenden Erfahrungsberichten und tollen Neuigkeiten, wollen wir gemeinsam dieses Wissen auch selbst hier in Wien, bzw. in Österreich umzusetzen, stimmt’s?

LRH [L. Ron Hubbard] sagt in „Der Weg zur Unendlichkeit“, im Vortrag „
Wellenlängen von ARK“:

„Wenn Sie also in Bezug auf Realität in eine Minderheit geraten, werden die Leute beginnen, Sie wirklich zu bekämpfen. Sie sagen: „Er muss verrückt sein. Er stimmt nicht mit uns überein.“ Und später sagt er: „Und Sie können einfach rundheraus sagen, dass so viel Kommunikation stattfinden wird, wie Affinität vorhanden ist; dass es so viel Übereinstimmung geben wird, wie Kommunikation vorhanden ist; es wird so viel Affinität geben, wie es Kommunikation gibt.“ Dementsprechend habe ich eine kurze theoretische Rechnung gemacht: Angenommen, nur 200 Scientologen aus Österreich würden ab jetzt beginnen, jede Woche mit zwei Menschen über Scientology zu sprechen (Gespräch, Non Ex, Assist, sonst irgendwas), sodass diese Person danach eine gute Meinung darüber hat; Angenommen, es bilden sich wöchentlich nur 100 Leute durch den Buchstand eine positive Meinung über Scientology (was tatsächlich geschieht!) Dann würden schon nach nur 6 Monaten 12’000 Menschen wissen, dass Scientology eine wertvolle Sache ist. Und wenn jeder dieser 12’000 Menschen sich jeweils nur einmal in diesen 6 Monaten jemandem anderen gegenüber positiv über Scientology äußern würde, Dann wären es schon 24’000 Menschen innerhalb von 6 Monaten, die darüber positiv denken.

Und wenn unter diesen 200 anfänglichen Scientologen nur 20 Leute jeweils mit 1 Meinungsführer (der angenommen von nur 100 Menschen als Meinungsführer angesehen wird) pro Monat sprechen würden, dann wären es nach 6 Monaten 120 Meinungsführer, die eine positive Meinung über Scientology und LRH haben würden, und potentielle 120’000 zusätzliche Menschen, die in Zukunft darüber erfahren werden.
Und was dies für eine exponentielle Auswirkung für die Verbreitung dieser Nachricht haben würde, brauche ich Dir nicht zu erklären!

xxxxxxxx [Name einer Scientology-Mitarbeiterin] und ich haben für diejenigen, die sich dazu bereit erklärt haben, einige PR Besuche zu machen, eine Liste vonStellen und Personen gemacht, die besucht werden sollten. (4)

Hier sind sie: 

Polizei

Feuerwehr

Bezirksvorsteher

Religionsführer großer und kleinerer religiösen Gruppierungen

Karitative Organisationen

Minister

Parlamentarier

Stadtschulrat Schuldirektoren, Lehrer

Sportler

Künstler

Meinungsführer im Bereich von Wirtschaft & Management etc.

Die Liste kann beliebig noch verlängert werden. Bitte schreibe uns zurück, für welchen Bereich Du Dich interessierst. Wir helfen Dir dabei, bzw. koordinieren die Besuche, je nach Interessen und Erfahrung. Und halte uns auf alle Fälle am Laufenden, mit wem Du sprichst, was Du so Woche für Woche an Übereinstimmung kreierst!                                    

Wir erschaffen eine neue Zivilisation…

Jeder kann etwas tun, und bald werden wir schon unsere Ideale Org & Celebrity Centre in Wien haben! Melde Dich bei mir oder bei xxxxxxxx [Name einer Scientology-Mitarbeiterin] unter xxxxxxxxxxxx [E-Mailadresse] oder xxxxxxxxxxxx [E-Mailadresse]! Mit ARK, xxxxxxxxxxxxxxxx, xxxxxxxxxx [Name einer Scientology-Mitarbeiterin](4)

 

 

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Screenshots oben- Auszug aus der geleakten E-Mail

 

 

Verwendete Quellen:

(1) iw, der Standard.at, 29.8.2012: Scientology Österreich klagt gegen Verbreitung von Anonymous-Leaks. Scientologys Versuch, die Veröffentlichung der Mails durch Wilfried Handl zu unterbinden, ist gescheitert.
(2) Anonymous Board Austria: http://www.anonamegame.net/forum/thread-815.html
(3) Kronen Zeitung .at http://www.krone.at/Oesterreich/Wien_Scientology-Aussteiger_erreicht_in_Prozess_Vergleich-Gehackte_E-Mails-Story-357038

(4) Geleakte E-Mail SO-Österreich: http://de.scribd.com/doc/221755278/Scientology-Osterreich-Mailanhang-PR-Area-Control

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Gibt es „Unternehmensverbindungen“ zwischen Microsoft und dem Hubbard College of Administration?

Ein Bericht von
Jörg Stolzenberger
Aufklärungsgruppe Krokodil
14. Januar 2016

 

Er ist ein smarter junger Mann und tritt oft im dunklen Anzug auf.
Im Internet hat er einen „Blog über den Vertrieb, Business, Technologie und manchmal sogar über das Leben“. (1)

Er sieht sich als einen freigeistigen, ehrgeizigen Macher, der mehr Sachen als andere erledigt um seine Ziele zu erreichen. Sein Blog kümmert sich nur für Ideen, die funktionieren. Eine Idee ist wertvoll und wen kümmert es, wenn sie gegen Konventionen verstößt? (1)

Er hatte schon immer ein Händchen dafür den Dingen auf den Grund zu gehen.
„Ich bin derjenige, der die Dinge herausfindet“, so zeigt er voller Stolz auf, als wenn er der Einzige wäre. (1)

„Egal, ob als Lehrer, Verkäufer oder als Führungskraft,… durch meine Berufserfahrung und zusätzliche Studien, habe ich es geschafft, auf den Boden viele Dinge in Vertrieb, Business, Technologie zu sehen und sogar am Leben zu erhalten!“, so ähnlich schildert es Kerushan GOVENDER. (1)

Sein Blog ist ein Mittel, um diese Ideen zu teilen und vielleicht noch weiter zu entwickeln.

„Ich bin einfach ein Hausierer von praktikablen Ideen.“
Seine Schilderungen im Original:

„About this blog
This is a blog about sales, business, technology and sometimes even life. It is intended for free-thinking, ambitious go-getters who care more for getting stuff done and achieving goals than for seeking society’s permission. It provides simple, obvious and sometimes controversial ideas. This blog cares only for ideas that work. An idea is valuable if it produces desired results. Who cares if it violates convention?
A little about me
I’ve always had a knack for getting to the bottom of things. I’m the one who figures things out. Back in university, I studied with the intention of figuring things out so I could teach others. I was hardly concerned about putting my studies into use myself.
I wound up teaching several classes in Coding and Statistics as a result, both for the university and privately. My ideas about these subjects were in big demand and I was always credited for finding workable solutions to big problems. Then I moved into the world of professional sales at a global multinational. To me, sales was another means to teach. I’ve always thrived on getting to the bottom of my client’s complex business problems and then educating them on a valid solution.
Over the many years in my career, one thing became very apparent. As long as I kept getting to the bottom of things, I always did well. Whether as a teacher, a seller or an executive, unraveling the real why always made things easier for me and others.
Through my career experience and additional study, I have managed to get to the bottom of many things in sales, business, technology and even life! I have accumulated a bunch of tricks that I count on to work – always. This blog is a means to share these ideas and perhaps, with a contributing community, to develop them even further.
I remain steadfast that the measure of a good idea is its ability to produce a desired outcome. Otherwise it is meaningless. Don’t use my ideas because of who I am or what I may have achieved… or even because I say they work. Use them because you’ve tested them and you’ve found they work.
I don’t strive for mainstream approval and you really shouldn’t either. Just because an idea appeared in a prominent business school publication doesn’t necessarily make it correct. If an idea works and gets you what you want, use it. If it doesn’t toss it aside.
Finally, I am an amateur blogger doing this because I love sharing my ideas. I love to figure out and teach! I do not purport to be an authority. I am simply a peddler of workable ideas. I hope you enjoy my blog.”

 

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Govender Kerushan sc Homepage 2

 

 

 

 

 

 

Bilder oben: Sceenshots von der Internetseite des Kerushan Govender

 

 

Bei Scientology hat der junge Mann es schnell in den Status eines sogenannten „CLEARs“ gebracht. (2)

Auf einer Tagung des World Institute of Scientology Enterprises (WISE), dem weltweiten Verband von Scientology-Unternehmen, mit dem Titel „Strategie für Wohlstand“ im Jahr 2015 nahm auch Kerushan GOVENDER teil.

Der Tagungsort lag auf der Freewinds, dem Schiff der Scientologen.

Die Redner sprachen über Marketing; Umsätze, Finanzen und mehr.

Mit dabei auch Devora Lindeman, eine Partnerin bei einer Kanzlei für Arbeitsrecht, der Greenwald Doherty LLP. Sie sprach über die rechtlichen Aspekte der Einführung der Hubbard-Verwaltungstechnologien in Betrieben. Sie richtete ihr Seminar auf die Beschäftigten aus.

Aus dem Inhalt: „Legen Sie Erwartungen an die Mitarbeiter mithilfe einer Tätigkeitsbeschreibung fest. Dies lässt sich am besten mit einem Mitarbeiterhandbuch erreichen, dass Mitarbeiter hinsichtlich der Erwartungen berät, wenn sie nicht erfüllt werden und eine Möglichkeit zur Verbesserung, Unterweisung und Ausbildung gibt. Dieses Handbuch muss auch beschreiben, was geschied wenn keine Verbesserung stattfindet, sowie die Gründe für eine Kündigung aufzeigen.“

Timothy Bowles, der Inhaber der gleichnamigen Kanzlei, richtete sein Seminar auch auf diese Problematik aus, jedoch ausschließlich auf die Rechtsaspekte.

Aus dem Inhalt: „Die steigenden Kosten für Kraftstoffe und Krankenversicherung, Einkommenssteuern sowie sich ständig ändernde Bestimmungen lassen Geschäftstätigkeiten selbst für die klügsten Unternehmer zu einer Herausforderung werden.“

Nick Terrenzi ist Leitender Direktor des Hubbard College of Administration International. Auch er war einer der Redner, er richtete sein Augenmerk auf die „Strategie mit echten Kompetenz-Verbindungen“.

Bei einem Vortrag mit dem Titel „das Eingehen von Kompetenz-Verbindungen“ sprach die langjährige Geschäftsführerin Lisa Terrenzi vom World Institute of Scientology Enterprises (WISE) als altgedientes WISE-Mitglied über ihre Erfahrungen hinsichtlich der Arbeit und Verbindung mit Microsoft, sowie ihre Verbindungen zu anderen Unternehmen. (3)

Lisa Terrenzi ist bei Scientology ein Operierender Thetan (OT) mindestens der Stufe VII und somit schon relativ hoch auf der „Brücke“ der scientologischen Freiheit. (5)

Danach stellte sie Kerushan GOVENDER vor, welcher eine Microsoft-Führungskraft und auch ein Lizenzinhaber des Hubbard-College of Administration von Südafrika ist. Nachzulesen ist alles in einer Ausgabe der Zeitschrift PROSPERITY, herausgegeben von WISE-International.  (3)

Prosperity 76 aus 2014 seite1Herr GOVENDER informierte die Anwesenden WISE-Mitglieder über seine Verwendung der Hubbard-Verwaltungstechnologie, um seine Funktion in Microsoft selbst zu expandieren, wobei er neunmal vom Marketing-Leiter für Südafrika bis hin zum Leiter für ganz Afrika und den Mittleren Osten – mehr als 70 Länder – befördert wurde. (3)

Kerushan GOVENDER ist – nach Darstellung der Scientologen – Verbindungen mit mehreren Unternehmen eingegangen und erhielt Microsofts Hauptauszeichnung für herausragende Leistungen. (3)

 

 

Auf einer Web-Reference-Seite erfährt man über Kerushan GOVENDER, dass er mehr als 15 Jahren auf dem Gebiet der IT verbracht hat, als Entwickler, Trainer, Berater, Produktmanager und Exekutive, in kleineren Unternehmen und auf multinationale Ebenen.

 

 

Microsoft

 

 

 

 

 

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Bild oben: Web-Referenzseite Zoominfo

 

Er war angeblich auch als Investmentbanker für Vermögensbewertungen und Fusionen und Übernahmen tätig. Derzeit ist er als Business Development Manager bei Microsoft in drei afrikanischen Ländern verantwortlich. Er ist Träger zahlreicher lokaler und internationaler Auszeichnungen für innovative Arbeit in der grundlegende Wasser- und Sanitärversorgung für Gemeinden in Südafrika. (4)

 

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Kerushan GOVENDER hat einen Bachelor of Science-Abschluss in Volkswirtschaft und Statistik, und ein Nachdiplomstudium in Statistik, zusammen mit einigen Geschäfts Qualifikationen aus verschiedenen renommierten Institutionen.
Weiterhin hat mit vielen Unternehmen gearbeitet, darunter: Cura Software, Microsoft, Standard Bank (größte Investmentbank in Afrika), der Universität von Stellenbosch und der Universität von Natal. (4)

 

Welchen Einfluss also kann Scientology bzw. Leute wie Kerushan GOVENDER auf Unternehmen wie MICROSOFT nehmen? Jeder kann seine „Karriere“ im Internet verfolgen, seine Scientology-Karriere und die genannten Verflechtungen schienen noch keinen seiner Chefs zu interessieren.

Vieles liegt im Internet so offen auf dem Tisch, man braucht manchesmal nur die richtigen Suchbegriffe miteinander zu verknüpfen.

 

 

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Bilder oben: KURSE und Abschlüsse auf der Internetseite: truthaboutscientology.com

 

Verwendete Quellen:

(1) Blog im Internet von Kerushan Govender unter: http://www.kerushan.com/
(2) Scientology-eigene Ausgabe der Source 222/2012 mit „State Of CLEAR“; “Sunshine-Rundown” u.a.; auch im Internet unter: truthaboutscientology.com einsehbar.
(3) Prosperity, Ausgabe 76/2015, Seite 41 mit Bilder von Lisa Terrenzi und Kerushan Govender
(4) Web-Reference-Site: http://www.zoominfo.com/p/Kerushan-Govender/1624567225
(5) Source 184/2006, Lisa Terrenzi als “Operierender Thetan” (OT VII) auch im Internet unter: truthaboutscientology.com einsehbar.

 

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„Scientology hautnah“- „Der Blog der Scientology Gemeinde am Rande der Schwäbischen Alb“ und eine kleine Geschichte vom Polizeipräsidium Karlsruhe.

Ein Bericht von
Jörg Stolzenberger
Aufklärungsgruppe Krokodil
05. Januar 2016

 

Zu meiner Rubrik „Scientology und Polizei“ gehört auch diese „Kleinigkeit“.

Scientology bedient sich hierbei einer kleinen, tränenanmutenden Geschichte, welche das Polizeipräsidium Karlsruhe ihrem Leserkreis bot, um die „Auto-Raser“ an angepasste Geschwindigkeiten heranzuführen.

„Von unseren Freunden und Helfern“ heißt die Überschrift, unter der die Geschichte auf der Seite der „Scientology-Gemeinde am Rande der Schwäbischen Alb“ eingestellt ist.  Gemeint ist die Ortschaft Kirchheim-Teck.

Und es wird darum gebeten: „Bitte denkt bei eurer nächsten eiligen Fahrt mal an diese Geschichte“:

„Andi schaute kurz noch einmal auf seinen Tacho, bevor er langsamer wurde:
79 km/h innerhalb einer Ortschaft. Das vierte Mal in ein paar Monaten.
Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden?
Während er sein Auto auf 10 km/h abbremste fuhr Andi rechts ran. Der Polizist, der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto aus, mit einem dicken Notizbuch in der Hand.
Christian? Christian aus der Kirche? Andi sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Einen Typen, der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Büro. Als er aus seinem Auto sprang erblickte er den Polizisten, den er jeden Sonntag in der Kirche sah. Er hatte erst nur den Mann in Uniform gesehen.
“Hi Christian. Komisch, dass wir uns so wieder sehen!”
“Hallo Andi.” Kein Lächeln.
“Ich sehe Du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen.”
“Ja, so ist das.” Christian, der Polizist schien unsicher zu sein.
“Ich bin die Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke auch, dass ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe.” Andi war nervös und ungeduldig. “Verstehst Du, was ich meine ?”
“Ich weiß, was Du meinst. Ich weiß auch, dass Du soeben ein Gesetz gebrochen hast.”
Aua. Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern. “Bei wie viel hast Du mich erwischt?”
“Siebzig. Würdest Du Dich bitte wieder in Dein Auto setzen?”
“Ach Christian, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich Dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h geschätzt!” Andi konnte mit jedem Strafzettel besser lügen.
“Bitte Andi, setz Dich wieder in Dein Auto.”
Genervt quetschte Andi sich durch die noch immer offene Tür. Ein Knall. Tür zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett. Christian schrieb fleißig auf seinem Notizblock. Warum wollte Christian nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage vergehen, bis er sich in der Kirche wiederneben diesen Polizisten setzen würde. Christian klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Andi öffnete das Fenster, maximal 5 cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen. Christian gab ihm den Zettel durch.
“Danke.” Andi konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Christian setzte sich wieder ins Polizeiauto ohne ein Wort zu verlieren. Andi wartete und schaute durch seinen Spiegel zu. Dann faltete er den Zettel auf.
Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten? Hej! Warte mal! War das ein Witz? Dies war kein Strafzettel.
Andi las: “Lieber Andi, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren. Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wiederlieb haben. Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. Tausend Mal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. Tausend Mal habe ich gedacht, ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Andi.
Mein Sohn ist alles was ich noch habe.
Gruß Christian”
Andi drehte sich um und sah Christians Auto wegfahren. Er fuhr die Straße wieder runter. Andi schaute, bis er nicht mehr zu sehen war. Erst ganze 15 Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest.
Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Dies ist eine sehr wichtige Nachricht, bitte gib sie weiter. Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber. Vergiss nie, Autos kann man wieder kaufen – so viele man will. Menschenleben nicht.
(Polizeipräsidium Karlsruhe)

Passend wählt die Scientology-Organisation den Text indem auch noch beide, Polizist und Raser, sich aus derselben „Kirche“ kennen.
Indem man den Text auf die heimische Seite einstellt könnte der Beitrag auch suggerieren, dass sich beide aus der „Scientology-Kirche“ kennen.
Weiter spricht sich Scientology ja nicht gerade in ihren Programmen gegen „Auto-Raser“ aus, sondern füttert andere Belange ab.

Rechts neben dem Text der Polizei Karlsruhe finden sich Schlagworte wie:

Dianetik Drogen Drogenaufklärung Energie Entgiftung Erfolg Erlösung Fluorid Freude Fähigkeiten Führungskraft geld Hilfe Internet Karslruhe Kinderaugen Kirchheim/Teck Kommunikation Kontrolle L.Ron Hubbard Leben Lieben Polizei Prävention Raum Reinigungsprogramm Sauna schnell fahren schuldenfalle Schule Scientology Spaß Sterbebegleitung Strafzettel Studieren stärke Technologie Tod Universum Vortrag Weg zum Glücklichsein Weisheit

 

Von unseren Freunden und Helfern sc

 

 

 

 

 

 

Von unseren Freunden und Helfern 4sc

 

 

 

 

Bilder oben: Screenshots von der Internetseite „Scientology-Hautnah“

 

Meines Erachtens ist diese kleine Geschichte gut gewählt um Scientology/Dianetik/L. Ron Hubbard und deren Ziele und Praktiken harmlos darzustellen.

Diese Geschichte wurde schon im Jahre 2003/2004 über E-Mail in einer Art Kettenbrief verbreitet. Es gibt verschiedene Familienseiten welche den Inhalt abgepostet haben. (2)
Was war also der Grund sie im Jahr 2012 neu auf der Scientology-Missions-Seite einzustellen? Vielleicht waren ja wieder Raser unterwegs.

 

 

Verwendete Quellen:
(1) Von unseren Freunden und Helfern, Veröffentlicht am 11. November 2012 im Internet unter: https://teckmission.wordpress.com/2012/11/11/von-unseren-freunden-und-helfern/
(2) http://www.schnullerfamilie.de/gedichte-and-gedanken/17086-nachdenkliches-print.html von 2004

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Was tun wenn der „Reichsbürger“ kommt? Ein Handbuch zum Umgang mit den sogenannten „Reichsbürgern“.

Handbuch für Verwaltungen
Was tun, wenn der ’Reichsbürger’ kommt?

Brandenburger Behörden sehen sich seit mehreren Jahren mit Ideen der sogenannten ’Reichsbürger’ konfrontiert, die die Bundesrepublik nicht anerkennen. Dabei kommt es oft zu schwierigen Situationen. Ein Handbuch zählt einige Argumente der ’Reichsbürger’ auf und bietet den Verwaltungsangestellten im Land Brandenburg Lösungsansätze .

Potsdam. Brandenburger Verwaltungen können sich nun beim Umgang mit sogenannten Reichsbürgern auf ein Handbuch stützen. Diese erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an, sondern behaupten, dass das Deutsche Reich noch besteht.
Kommunen, Landkreise und Finanzbehörden beklagten zunehmend, dass sie Einschüchterungsversuchen und Übergriffen ausgesetzt seien, betonte Verfassungschef Carlo Weber am Sonntag in einer Mitteilung. Auch ideologische Überschneidungen zwischen Reichsbürgern und Rechtsextremisten würden gesehen.
’Reichsbürger’ sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab.     Sie weigern sich, amtlichen Bescheiden zu folgen.                                                                    Auch Steuern und staatliche Abgaben sind aus ihrer Sicht illegal.
“Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Reichsbürger bis in den Bereich der Unzurechnungsfähigkeit in ihre Ideen hineinsteigern“, sagte Dirk Wilking, Leiter der Mobilen Beratungsteams Brandenburg, laut Mitteilung.                                                              Sie könnten Verwaltungen und öffentliche Einrichtungen belästigen und sogar gefährlich werden. Das Brandenburgische Institut für Gemeinwesen (demos) hat das Handbuch herausgegeben.
Schon der heutige brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte vor rund drei Jahren in seiner Funktion als damaliger Innenminister darauf vor den ’Reichsbürgern’ gewarnt. (2)

Das liebe Geld

Vor allem Mitarbeiter in der Finanzverwaltung haben häufig (unangenehmen) Kontakt mit ’Reichsbürgern. Klar, ’Reichsbürger’ wollen keine Steuern an ein Land [die Bundesrepublik] zahlen, das in ihren Augen gar nicht existiert.

Anders sieht es dagegen aus, wenn sie Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch empfangen. Das geht häufig doch ganz gut, schreiben Christa Caspar und Reinhard Neubauer in ihrem Aufsatz „Durchs wilde Absurdistan“. Die Autoren beschreiben, dass sich die ’Reichsbürger’ von den normalen schwierigen Bürgern vor allem darin unterscheiden, dass “der gewöhnliche schwierige Bürger hingegen „nur“ unzufrieden bzw. unter Umständen psychisch krank ist.                                                                                                                                  Der ’Reichsbürger’ hingegen erkennt die Legitimation des Staats gar nicht an.                   Eine rationale Auseinandersetzung mit den ’Reichsbürgern’ sei nicht möglich, so Caspar und Neubauer.
Häufig arbeiten die ’Reichsbürger’ regelrecht einen Fragenkatalog ab, um den Arbeitsaufwand der Verwaltung ins Unermessliche zu treiben.                                             Nicht selten mit Erfolg. (2)

Gerade wenn es sich um geringe Beiträge handelt, knicken viele Mitarbeiter der Verwaltung ein. „Keine gute Idee“, schreiben die Autoren.
Weigern sich Mitarbeiter der Behörde den Forderungen der ’Reichsbürger’ zu folgen, kommt es gar zu massiven Drohungen und Angriffen. So auch in Brandenburg, wie vor drei Jahren das Beispiel einer „Staatsbürgerin der Exilregierung des 2. Deutschen Reiches“ in Luckenwalde zeigte. (2)

Krude Argumente

Viele ’Reichsbürger’ legen Wert darauf, dass „das Deutsche Reich fortbesteht“ – und meinen, dass das „Reich in den Grenzen vom 31.12.1937 oder noch wilder in den Grenzen von 1871 “rechtlich“ bestehen müsste. Kurioserweise begründen sie dies mit der (von ihnen verkürzt wiedergegebenen) Rechtssprechung der Bundesrepublik Deutschland. Argumentativ ist da wenig zu erreichen, so die Autoren. Mitarbeiter der Finanzverwaltung sollten sich darüber bewusst werden, dass „’Reichsbürger’ nicht mit Stringenz und Logik argumentieren“.(2)

Es wird daher empfohlen, dass

– bei Vergehen von ‚Reichsbürgern’ staatliche Stellen schnell und konsequent handeln sollten . Wenn ein ‚Reichsbürger’ beispielsweise Manipulationen am Kfz-Kennzeichen vornimmt, sollte unverzüglich der Betrieb des Fahrzeugs auf öffentlichen Straßen untersagt und zusätzlich der Verdacht der Urkundenfälschung geprüft werden.
– Beleidigungen, Bedrohungen und weitere strafrechtlich relevante Verhaltensweisenvon ‚Reichsbürgern’ sollten unverzüglich den Strafverfolgungsbehörden angezeigt werden.
– dienstlicher Schriftwechsel mit ‚Reichsbürgern’ sollte auf das absolut notwendige Mindestmaß beschränkt bleiben. Insbesondere Widersprüche oder ähnliche Schriftsätze, in denen die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik Deutschland angezweifelt wird, sind schlicht als unbegründet zurückzuweisen.
– Materialien von ‚Reichsbürgern’ mit rechtsextremistischen Inhalten sollten dem Verfassungsschutz übermittelt werden.“(2)

 

Hier ist das Handbuch für Verwaltungen Brandenburg zu den Reichsbürgern eingestellt (bitte anklicken /pdf-Format)

Handbuch Reichsbuerger.16220426

 

Lest bitte auch den Beitrag im Tagesspiegel:

Klagewelle in Brandenburg Reichsbürger fluten Gerichte mit Klagen

05.10.2015 08:15 Uhr Von

Justiz Potsdam

 

 

 

 

Quellen:

(1) Handbuch zum download: URL: http://www.maz-online.de/Brandenburg/Was-tun-wenn-der-Reichsbuerger-kommt

(2) Märkische Allgemeine vom 3.1.2015

(3) Der Tagesspiegel unter: http://www.tagesspiegel.de/berlin/klagewelle-in-brandenburg-reichsbuerger-fluten-gerichte-mit-klagen/12405188.html#

 

 

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Führend im Bereich der Gerichtsstenographie: Firmenimperium aufgebaut mit der Verwaltungstechnologie vom Scientology-Gründer L. Ron Hubbard.

Ein Bericht von
Jörg Stolzenberger
Aufklärungsgruppe Krokodil
Dezember 2015

„Unter den führenden Köpfen dieser Zivilisation sind jene, deren Taten sie von anderen unterscheiden. Die International Assoziation of Scientologists (IAS) erklärt diese Individuen zu solchen führenden Menschen beim Erreichen des sternhohen Ziels der Scientology.“ (1)

Diese warmen Worte sind für Personen bestimmt, welche an die International Assoziation of Scientologists (IAS) mehr als eine Million US-Dollar gespendet haben.

Als „Meilenstein-Diamant Meritorious“ für die USA sind auch Alan und Sheila Atkinson-Baker gemeint. (1)

Im Laufe der Jahre ihrer Zugehörigkeit zu Scientology haben sie sich langsam aber kontinuierlich für die sogenannte Kriegskasse von Scientology hochgespendet, vom „Patron“ mit einer Spende von 40.000.- US-Dollar (Beginnend ab 1992), über den Status eines „Patron with Honors“ (100.000 US.Dollar), bis hin zum „Patron Meritorious“ (250.000 US-Dollar), bis hin zum „Meilenstein-Diamant Meritorious“, eine Ehrenauszeichnung die jemand verliehen wird der mindestens 750.000 Dollar gespendet hat.

Alan Atkinson-Baker hat sich mit der Hubbard-Verwaltungstechnologie ausgerüstet um eine Firma aufzubauen, welche in der Gerichtsstenografie führend ist.

Angefangen hatte das Ganze in einem bescheidenen Häuschen mit einem Telefon und einem Schreibtisch in Südkalifornien. Mittlerweile entstand daraus ein Imperium.

In dem hoch technisierten multinationalem Unternehmen haben sie über 100 Mitarbeiter.

Mittels auf Kundenwünsche angepasster Software, die nach Alan Atkinson-Bakers Anweisungen entwickelt wurde, erstellt die Firma pro Woche Terminpläne für über 1.100 Gerichtsstenographen, die von Los Angeles bis in die Savanne Kenias im Einsatz sind. (2)

Sheila Atkinson-Baker hatte Jahre lang als Gerichtsstenographin gearbeitet, bevor sie zusammen mit ihrem Mann die Atkinson-Baker, Inc. (ABI)-Firma gründete.                 Sie ist Präsidentin und Alan Atkinson-Baker ist „Chief Executive Officer“ (CEO), Geschäftsführer und Unternehmer. (2)

Die Aktivitäten von Atkinson-Baker sind genau nach der Hubbard-Managementtechnologie ausgearbeitet und folgen dem Modell für Verwaltungs-Know-how-Programm.

 

Prosperity 76 aus 2014 seite1Auf diese Idee kamen die Atkinson-Bakers als ihnen ein Artikel aus dem Jahre 1965 mit dem Titel „Kommunikationsrichtlinien des Leitenden Direktors“ (von L. Ron Hubbard) in die Hände fiel. In dem stand: „kein Weltreich steht still. Sie expandieren oder schrumpfen. Sie expandieren mittels 1) intelligenter Werbung, 2) guter Verwaltung und 3) zweckmäßiger Sparsamkeit, – in dieser Reihenfolge.“

Also beschloss Alan Atkinson-Baker alles über die Leitung eines Unternehmens zu lernen. Er las eine Anzeige für das Hubbard College of Administration und belegte einige Kurse. (2)

Bild oben: Hochglanzbroschüre Prosperity von WISE herausgegeben, Ausgabe 76/2014 mit Alan Atkinson-Baker auf dem Cover. Dieser meint:

„Ein Geheimnis unseres Erfolges ist die Verwendung des „Modell für Verwaltung-Know-How- Programms von WISE“ (WISE =Welt-Verband der Scientologen)“, das hilft, die Grundlagen der Hubbard-Verwaltungstechnologie einzuführen. Wir haben seit 20 Jahren alljährlich die Auszeichnung dafür bekommen.“

In der Geschichte der Gerichtsstenographie sieht sich das Ehepaar Atkinson-Baker als Nachfahren bekannter berühmter Gerichtsschreibern wie Marcus Tullius Tiro, Sklave des berühmten römischen Philosophen, Anwalts und Redners Cicero, welcher ein Kurzschriftsystem, das auf 4000 Zeichen und Abkürzungen in tiro tonischer Kurzschrift beruhte verwandte und auch der erste bekannte Gerichtsschreiber 63 vor Christus war.

Oder auch Thomas Becket, Erzbischof von Canterbury, welcher anordnete, Tiros Kursschrift zu erforschen.

Ende des 12. Jahrhunderts entwickelte John of Tilbury, ein Lehrer aus Oxford und Bewunderer von Becket eine Kurzschrift für Englisch, die sich frei nach den Tironischen Noten richtete. Dieses System bestand einige Jahrhunderte lang.

Isaac Pitmann war 1837 unzufrieden mit der Methode und entwickelte eine Kurzschrift nach phonetischen Gesichtspunkten, die bis heute als internationale Standardschrift für Stenographen in Gebrauch ist.

1879 begann eine neue Ära als der Gerichtsschreiber Milen Bartholomew die Patentrechte für die erste amerikanische Stenografiermaschine erhielt und damit das Maschinenzeitalter für die Branche einläutete.

1893 war es der Ire John Robert Gregg der ein neues Kurzschriftsystem nach Amerika brachte, dass die Pitman-methode ersetzte. Es orientierte sich ebenfalls an der Aussprache, kommt aber ohne Verdickungen aus und kann deshalb in einheitlicher Linienstärke geschrieben werden.

Die Gerichtsstenografie, wie sie in Rom mit Schreibfeder auf Pergamentpapier begann, weicht heute einer Art computergestütztes Aufzeichnungsgerät mit einer Geschwindigkeit von 350 Wörtern pro Minute, wie sie von der Firma Atkinson-Baker Inc. vertrieben wird. (3)

 

Prosperity 76 Seite 23

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben: Prosperity Seite 23, der Schöpfer mit seinem Stenograph.

 

Alan Atkinson-Baker ist ein Bekennender Scientologe.

Auf seiner Scientology-Webseite im Internet erklärt er unter anderem:

„Scientology hat mir ermöglicht, ein produktives glückliches Leben zu führen. Ich habe keinen Zweifel, ohne das Wissen und die geistige Freiheit von Scientology , wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Durch die Anwendung von L. Ron Hubbards Ethiktechnologie bin ich in der Lage, die richtigen Dinge zu tun im Leben, ich bin in der Lage, andere um mich herum zu behandeln. Mit Verwaltungstechnologie von L. Ron Hubbard habe ich die Werkzeuge, um ein profitables Unternehmen zu führen. Mit Scientology Ich bin in der Lage, meine Ziele zu erreichen. Für mich hat Scientology die Antworten und Lösungen für jedes Problem oder eine Situation, die sich in das Leben stellt. “ (4)

 

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Sheila Atkinson-Baker hat es bereits im Jahr 2005 zu einem „Operierenden Thetan“ der Stufe OT 8 gebracht. (5)

Die Hubbard-Verwaltungstechnologie umfasst über 2000 Artikel, Essays und Richtlinien, alles in allem mehr als 3 Millionen Wörter. Genug um dem Leser auf Scientology-Kurs zu bringen.

In dem Artikel von dem Scientology-Gründer L. Ron Hubbard „Wie man einen Arbeitsplatz besetzt“ heißt es (auszugsweise) zum Bereich Führungskräfte:

Es gibt zwei Arten, Leute von Posten zu entfernen – die eine ist, sie in der Apathie zu ertränken, erkennen zu müssen, dass sie die Arbeit niemals schaffen können; die andere ist, ihnen nur kritische Mitteilungen zu schicken und keine wirkliche Aufmerksamkeit zu schenken.“ (6)

 

Verwendete Quellen:

(1) Scientologische Broschüre Impact 123/2010, Goldene Gedenkbeilage zur Impact 123/2010 zum 25. Jahrestag der IAS „Meilenstein-Patrons der IAS“, Seite 41 „Meilenstein-Diamant Meritorious“: USA zu Alan und Sheila Atkinson-Baker, Craig und Sally Jensen.
(2) Scientologische Broschüre Prosperity, herausgegeben von WISE-International Nr. 76/2014, Seite 15-23
(3) Scientologische Broschüre Prosperity, herausgegeben von WISE-International Nr. 76/2014, Seite 23
(4) Bekennerseite im Internet: „Ich bin ein Scientologe“ unter: http://www.our.home.org/alanatkinson-baker/
(5) Freewinds Ausgabe 59/2005
(6) L. Ron Hubbard: “Wie man einen Arbeitsplatz besetzt“; nachzulesen in Prosperity 76/2014, Seite 32

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