Auszug aus dem Bundesverfassungsschutzbericht 2016, Herausgegeben Juni 2017; zur Scientology-Organisation.

 

Bundesverfassungsschutzbericht 2016

Der Verfassungsschutzbericht 2016 ist am 4. Juli 2017 von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und Bundesverfassungsschutzpräsident Dr. Hans-Georg Maaßen der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Herausgeber: Bundesministerium des Innern. Über die „Scientology-Organisation“ (SO) wird hier folgendes berichtet:

 

 

 

Die „Scientology­ Organisation“ (SO) ist ihrem Ziel, in Deutschland eine scientologische Gesellschaft zu etablieren, im Jahr 2016 nicht nähergekommen. Die Mitgliederzahl in Deutschland stagniert derzeit bei rund 3.500 Personen. Die Anzahl der öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten – wie beispielsweise die „Feierlichkeiten“ der „Scientology Kirche Hamburg e.V.“ im Juni 2016 anlässlich 43 Jahren Präsenz in der Stadt – ist weiterhin gering. Eine Beständigkeit zeigt die SO in der Durchführung von Informationsständen in verschiedenen Städten.

„Wahre Demokratie“ ist nach dem Organisationsgründer und der ideologischen Leitfigur L. Ron Hubbard (1911–1986) nur möglich in einer Nation von „Clears“ – den mittels scientologischer „Techniken“ geformten Menschen. Alle anderen Personen werden nicht als gleichwertig betrachtet. Hubbard hat die von ihm angestrebte Gesellschaftsform unter anderem als „Rechtsordnung“ beschrieben, in der die Existenz des Einzelnen vom willkürlichen Ermessen der SO abhängt. Grundrechte stehen demzufolge nur denjenigen zu, die aus Sicht der Organisation zu den „Ehrlichen“ gehören. Die SO strebt weiterhin eine Gesellschaft ohne allgemeine und gleiche Wahlen an und lehnt das demokratische Rechtssystem ab. Dieses soll langfristig durch einen eigenen Gesetzeskodex ersetzt werden. Nach außen hin versucht sie sich hingegen als unpolitische und demokratiekonforme Religionsgemeinschaft zu präsentieren.

Aus den maßgeblichen und nach wie vor gültigen Schriften Hubbards ergibt sich, dass das Fernziel der Schaffung einer Gesellschaft nach scientologischen Vorstellungen durch eine langfristig ausgerichtete Expansionsstrategie, durch eine Erhöhung der finanziellen Einnahmen der Organisation sowie durch die Bekämpfung ihrer Kritiker erreicht werden soll. Der totalitäre Charakter der SO kommt unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass eine weitgehende Kontrolle über alle Mitglieder angestrebt wird. Diese werden beispielsweise dazu aufgefordert, „Wissensberichte“ über alle „unterdrückerischen Handlungen gegen Scientology oder Scientologen“ sowie das „Fehlverhalten“ von Gruppenmitgliedern zu verfassen.115

115 Homepage „Religious Technology Center“ (13. Dezember 2016).

 

 

Ideologie

Um ihre Einflussmöglichkeiten zu vergrößern, ist die SO

 bemüht, die Wirtschaft zu unterwandern. Hierzu dient die SO­Teilorganisation „World Institute of Scientology Enterprises“ (WISE) – ein Zusammenschluss unternehmerisch tätiger Scientologen.

Um sich den Anschein einer wohltätigen Religionsgemeinschaft zu geben, betreibt die SO diverse Kampagnen für angebliche Sozialprogramme und vermeintliche Hilfsorganisationen:

  •  ■ Der Verein „Sag NEIN zu Drogen – Sag JA zum Leben“ soll insbesondere Jugendliche über Drogenmissbrauch und ­prävention aufklären.                                                                                                                                   ■ „NARCONON“ dient als Anlaufstelle für Drogenabhängige.                                                                                                                ■ „CRIMINON“ bietet Hilfeleistungen für Straftäter an.                                         ■ Die „Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V.“ (KVPM) will angebliche Missbräuche und Menschenrechtsverletzungen in der Psychiatrie aufdecken und bekämpfen.                                                                                                                               ■ Ziel der Initiative „Jugend für Menschenrechte“ („Youth for Human Rights“) ist es, „Jugendliche auf der ganzen Welt über Menschenrechte aufzuklären“116.                                                                                                                      ■ „Applied Scholastics“ stellt ein Lernprogramm für Schüler und Studenten dar.

Mit dem Leitfaden „Der Weg zum Glücklichsein“ gibt die SO eine Handreichung für alltägliche Lebensfragen heraus. Die „International Way to Happiness Foundation“ führt entsprechende Schulungen durch.

Die SO nutzt das Internet als zentrale Propaganda­ und Werbeplattform.           Mittels sozialer Netzwerke versucht sie, Imagepflege und Mitgliederwerbung zu betreiben. Mit zahlreichen multimedialen Angeboten will sie Jugendliche direkt erreichen. Nach wie vor werden verstärkt kostenlose „Online­Kurse aus dem Scientology Handbuch“ angeboten, um Interessenten an das kostenintensive SO­Angebot heranzuführen. Bei einigen dieser Websites ist der Bezug zur SO nicht unmittelbar ersichtlich.

116 Homepage „Jugend für Menschenrechte“ (1. Februar 2016).

 

Das Verwaltungsgericht Berlin urteilte am 31.  Mai 2016, dass einem Mitglied der SO der Zugang zu Unterlagen, die einer Geheimhaltung unterliegen („Verschlusssachen“) verweigert werden darf. Durch die Zugehörigkeit zur SO bestünden berechtigte Zweifel sowohl an der Zuverlässigkeit der Person als auch an deren jederzeitigem Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung. Insbesondere bei SO­typischen Befragungsmethoden („Auditing“) bestehe die Gefahr, dass das SO­Mitglied geheimhaltungsbedürftige Informationen offenbare.117

117 VG Berlin, Urteil vom 31.05.2016 – VG 4 K 295.14. Das Urteil ist rechtskräftig.

 

Gründung: 1954 in den USA 1970 erste Niederlassung in Deutschland

Sitz: Los Angeles (USA) („Church of Scientology  International“, CSI), München (Bayern) („Scientology Kirche  Deutschland e.V.“, SKD)

Leitung/Vorsitz: USA: David Miscavige Deutschland: Helmuth Blöbaum

Mitglieder/Anhänger in Deutschland:

3.500 (2015: 3.000 – 4.000)

Publikationen/Medien: (Auswahl)

Zeitungen/Zeitschriften: „Impact“ „International Scientology News“ „The Auditor“ „Source“ „Freewinds“.

 

Teil-/Nebenorganisationen: (Auswahl)

neun „Kirchen“ in Deutschland, darunter zwei „Celebrity Centres“ „Office of Special Affairs“ (OSA) „International Association of Scientologists“ (IAS) „World Institute of Scientology Enterprises“ (WISE) „Association for Better Living & Education“ (ABLE) „Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V.“ (KVPM) „Sag NEIN zu Drogen –  Sag JA zum Leben“ „Jugend für Menschenrechte“ „NARCONON“ „CRIMINON“ „International Way to Happiness Foundation“

Nach wie vor sind die Schriften des Organisationsgründers L. Ron Hubbard (1911–1986) richtungsweisend. In ihnen wird deutlich, dass in einer Gesellschaft nach scientologischen Vorstellungen wesentliche Grund- und Menschenrechte, wie beispielsweise die Menschenwürde und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, ebenso wenig gewährleistet sind wie das Recht auf Gleichbehandlung.

 

Eingestellt von Jörg Stolzenberger, Aufklärungsgruppe Krokodil, 07.07.2017

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Eine Empfehlung der Aufklärungsgruppe Krokodil: „Wie geht`s wirklich unter Reichsbürgern zu?“ von Autor Dirk Walbrühl

Vorwort von Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

08. Juni 2017

 

Die Aufklärungsgruppe Krokodil war bereits Ende Juni 2016 Ziel einer E-Mail- Auseinandersetzung mit einem sogenannten „Reichsbürger“.

D. SCH. versuchte sich dagegen aufzulehnen, dass wir auf unserer Webseite das sogenannte „Handbuch für Verwaltungen: Was tun, wenn der ’Reichsbürger’ kommt?“ eingestellt hatten und haben. Das Handbuch ist ein Ratgeber für Verwaltungen im Umgang mit dem Personenkreis. Herausgeber ist Dirk Wilking.

Siehe: http://www.aufklaerungsgruppe-krokodil.de/2016/01/was-tun-wenn-der-reichsbuerger-kommt-ein-handbuch-zum-umgang-mit-den-sogenannten-reichsbuergern/

 

Herr D. SCH. schrieb uns:

„Sehr geehrter Herr Stolzenberger,

mit der Verteilung des Reichsbürger-Handbuches machen Sie sich strafbar/haftbar. Tatbestand: Betrug usw. Sie verteilen es unter folgendem Link… Sehen Sie sich mal diesen Film an: https://www.youtube.com/watch?v=7CjQSI1JhEk

Ein Beispiel für die falsche Darstellung im Buch: Bezug Seite 34 des Buches.

Der „Minister“ Schäuble CDU sagte bei einer Preisverleihung, daß er keine Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland machen will weil es zu lange dauert.

Dies wurde vom mdr gesendet. Bedeutet ganz klar. Die „BRD“ hat keine Verfassung, nur ein GG mit fehlendem-, räumlichen Geltungsbereich. (..)

Herr D. SCH. wies dann auf seinen eigenen Blogspot im Internet hin.

 

Nachdem wir sein Anliegen ablehnten schrieb er folgendes:

 

„Sehr geehrter Herr Stolzenberger,

Sie können alles zurückweisen, aber Strafantrag werde ich jetzt dennoch stellen. Wir müssen ja schließlich „entnazifizieren.“ Es ist Betrug (..) und Sie sind rechtlich bedenklich.“

 

Nachdem ich nach fragte was Herr D. SCH. mit dem Begriff „entnazifizieren“ meine,

folgte seine Feststellung:

„Sehr geehrter Herr Stolzenberger,

Sie haben offensichtlich nichts verstanden. (..) Ich werde versuchen das Problem anders mit Ihnen zu lösen. Erstmal werde ich die Herausgeber verfolgen, sobald möglich. Der Gegner ist eine bessere Herausforderung und schwerer zu „knacken“, da mindestens ein „Ministerium“ und mehr beteiligt ist. Staatenlos.Info ist auch nicht perfekt, aber ein guter Anhaltspunkt. Damit sollten Sie sich beschäftigen, dann müssten Sie irgendwann verstehen, was ich mit entnazifizieren meine.“

Komischerweise wird von diesem Klientel die „BRD“ in rechtlicher Form, sowie deren Personaldokumente (Reisepässe; Personalausweise; Führerscheine) und Beamten usw. abgelehnt, es ist aber durchaus möglich, dass sie vom Staat, den sie ablehnen, für ihre gerichtlichen Auseinandersetzungen „Prozeßkostenhilfe“ beantragen, sowie auch D. SCH., wie man auf seinem Blog erkennen konnte.

Drohungen, Nötigungen, Beleidigungen, wenn man nicht an sein Ziel kommt?                  Warum muss dies sein?

 

 

Vor einigen Tagen ging mir der Artikel „Wie geht`s wirklich unter Reichsbürgern zu?“ von Dirk Walbrühl zu.

Katharina Lüth von Perspective Daily hatte ihn der Aufklärungsgruppe Krokodil übersandt.

Ich fand den Artikel sehr gut und informativ, wenn er tatsächlich nur „MARKUS“ dazu bringen würde, seine Ansichten als sogenannter Reichsbürger zu überdenken, so hat es sich wirklich schon gelohnt, dass er geschrieben wurde. Aber auch für andere Leser ist er interessant und deshalb bat ich den Autor schriftlich ihn auf unserer Seite einstellen zu können.

Wir telefonierten auch miteinander.

Dirk Walbrühl schrieb mir darauf am 08.06.2017 um 11.50 Uhr:

 

Sehr geehrter Jörg  Stolzenberger,
Liebe Aufklärungsgruppe Krokodil,

danke sehr für das Lob und an dieser Stelle auch meinen großen Dank für eure Arbeit!

Nach meiner Recherche in diesem Bereich ist umso deutlicher klar geworden, wie wichtig die Arbeit von Aufklärungsgruppen ist. Es gibt leider noch immer zu viele wie „Markus“ da draußen.

Wie vorhin telefonisch besprochen könnt ihr meinen Artikel gerne auf eure Seite stellen.

Beste Grüße (und weiter so!)

Dirk

 

 

Dieser Artikel von Dirk Walbrühl erschien im Original bei Perspective Daily, dem ersten lösungsorientierten und werbefreien Online-Medium aus Deutschland. Unter folgendem Link kommst du zum ursprünglichen Artikel mit zusätzlichen Quellen und Bonus-Informationen:
https://perspective-daily.de/article/263/psMwfTTz
Hier nun der versprochene Artikel:

 

Dirk Walbrühl

Wie geht’s wirklich unter Reichsbürgern zu?

 

  1. Mai 2017

Eigentlich war ich fertig mit den Verschwörungstheorien. Doch dann kamen die Marionetten – und Markus. Und ich war 30 Tage dabei.

Das ist doch nur die Wahrheit! Deutschland IST ein besetztes Land. Aufwachen!

Ich muss diese Zeilen 2-mal auf Facebook lesen, um sicherzugehen, dass Markus sie wirklich geschrieben hat. Anlass ist das neue Lied der Söhne Mannheims – Marionetten. Darin singt die Band von »Volksverrätern« und wütenden »Bauern mit Forken.« Reime und seltsame Anspielungen – da gibt es schlimmere Texte in den Charts. Manche Rezensionen sehen das anders. Der Frontmann Xavier Naidoo distanziert sich. Und manche aufgeregten Fans schreiben eben wütend gegen diese Rezensionen an. So auch Markus.

Ich kenne Markus von früher, aus der Schule. Damals hörte er noch die Böhsen Onkelz, schrieb seine Hausaufgaben ab und feierte mit mir Nächte durch. 8 Jahre lang war ich kein Bier mehr mit ihm trinken – weiß kaum, was in seinem Leben passiert, und will der ganzen Sache auch nicht weiter Bedeutung beimessen.

Als Markus einen Tag später der Facebook-Gruppe Deutschland & Reichsbürger beitritt, werde ich hellhörig. Auf seiner persönlichen Facebook-Seite finde ich ein geteiltes Video Staatenlos.info darüber, wie man aus der Bundesrepublik austritt. Ganz klar: Mein Schulfreund war dabei, ins Reichsbürgermilieu abzudriften – und ich startete den wenig hoffnungsvollen Versuch, ihn da rauszuholen.

Das Reichsbürger-Einmaleins

Alexander Waschkau betreibt seit Jahren den Online-Blog Hoaxilla, in dem er über Verschwörungstheorien aufklärt. Seine Meinung zum Song Marionetten: »In dem Lied wird implizit zum Widerstand gegen den deutschen Rechtsstaat aufgerufen.« – Quelle: Chris Marquardt copyright Um zunächst einmal zu klären, mit wem Markus sich hier eingelassen hat, hole ich mir Verstärkung beim Psychologen Alexander Waschkau, der seit Jahren über die Szene recherchiert.

Waschkau Alexander

 

 

Bild links: Alexander Waschkau                                                          Alexander Waschkau betreibt seit Jahren den Online-Blog Hoaxilla, in dem er über Verschwörungstheorien aufklärt. Seine Meinung zum Song Marionetten: »In dem Lied wird implizit zum Widerstand gegen den deutschen Rechtsstaat aufgerufen.« – Quelle: Chris Marquardt copyright

 

Reichsbürger sind Verschwörungstheoretiker, die glauben, dass es möglich sei, aus der Bundesrepublik Deutschland auszutreten. Grob geschätzt leben etwa 10.000 Reichsbürger heute im ganzen Bundesgebiet und in Österreich verteilt. Neu ist das Phänomen nicht: Die erste Reichsbürger-Gruppe »Kommissarische Reichsregierung« wurde bereits 1985 gegründet und entwarf große Teile der Ideologie, die heute die Reichsbürger definiert:

Staatsverweigerung: Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik und das Grundgesetz ab. Stattdessen glauben sie, das Deutsche Reich bestünde in den Grenzen von 1937 bis heute rechtlich fort. Viele von ihnen gehen zusätzlich davon aus, dass der Zweite Weltkrieg nicht rechtmäßig per Friedensvertrag beendet worden ist. Damit wäre das deutsche Volk nicht souverän und die BRD eine installierte Fremdregierung, die nur den Willen der eigentlichen Besatzer verwaltet.

Wie lange noch wollt ihr Marionetten sein? Seht ihr nicht, ihr seid nur Steigbügelhalter. Merkt ihr nicht, ihr steht bald ganz allein. Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter. – Söhne Mannheims, Marionetten

Widersetzen gegen Behörden: Da sich Reichsbürger nicht an den Staat und seine Organe gebunden fühlen, glauben Reichsbürger, außerhalb des Gesetzes zu stehen. Sie bezahlen keine Rundfunkgebühren, Steuern und staatlichen Abgaben. Viele von ihnen erkennen Gerichtsurteile und Bescheide von Ämtern nicht an, zerstören den eigenen Personalausweis und basteln (oder kaufen) sich neue Fantasiepapiere. Dadurch geraten sie zwangsläufig mit Behörden in Konflikt, was wiederum zu Ablehnung und Wut führt.

Und wenn ich nur einen in die Finger bekomme; Dann zerreiß’ ich ihn in Fetzen. Und da hilft auch kein Verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen. – Söhne Mannheims, Marionetten

Was von der Band Söhne Mannheims womöglich gemeint wurde oder nicht, ist erst einmal nebensächlich. Entscheidend ist, wie es von den Reichsbürgern in ihrer selektiven Wahrnehmung verstanden wird. Denn diese bemühen Verschwörungsmythen, um die eigene Weltsicht zu rechtfertigen. Nur die wenigen »Aufgewachten« durchschauen die Regierungsverschwörungen und kennen die Wahrheit. Das macht Reichsbürger anfällig für andere Lügen wie Fake News und weitere Verschwörungsideen wie etwa Chemtrails.

Das ist das gefährliche an solchen Einfallstoren wie einem solchen Lied. Jemand, der sich in die Debatte einmischt und naiv recherchiert, landet sehr schnell bei einem Netzwerk um rechte Verschwörungsblogs. – Alexander Waschkau

Während dort Alexander Waschkau weiter gegen das Medienecho von rechts anschrieb, folgte ich Markus unter Pseudonym dorthin, wo Reichsbürger miteinander kommunizieren …

Das sagen die Staatenlosen wirklich

Mir geht es aber um mehr, als verlässliche Informationen über Reichsbürger zu bekommen. Ich will die Welt verstehen, in die Markus sich hineinbegibt. Doch mit meinem liberalen Journalisten-Profil ist das kaum möglich. Wie gut, dass wir im Internet sind und es Pseudonyme gibt.

Ich erstelle mir also mit einer neuen Mail-Adresse eines kostenlosen Anbieters ein neues Facebook-Profil unter falschem Namen, lade ein nichtssagendes Foto eines freien Bilderdienstes hoch und gebe ein paar Hobbies an. Als Beruf wähle ich Buchhändler und lege mir eine kleine Geschichte zurecht: finanziell eher erfolglos, Single, skeptisch gegen Asylpolitik und »Genderwahn«. Dazu like ich ein paar Heimatvereine und teile als Erstes den Marionetten-Song. Nach etwa 2 Tagen Vorarbeit ist mein Alter-Ego fertig, um in die Reichsbürgerszene einzusteigen.

Ich bitte die Facebook-Gruppe Deutschland & Reichsbürger, in der auch Markus unterwegs ist, um Aufnahme und werde prompt zugelassen. Tagelang folge ich den Posts gegen Geflüchtete, gegen Merkel und gegen »Systemmedien« – und klicke auf alle Empfehlungen. Schnell erschließt sich mir ein ganzer, eigener Nachrichten-Kosmos:

Ich abonniere den Newsletter von Stimme & Gegenstimme und lese über geplante NATO-Kriege, lande über Werbebanner bei den Videos von Quer-denken.tv gegen Frühsexualisierung und lerne von angeblichen Tabu-Themen wie »Rassismus gegen Deutsche«. Übersteigertes Misstrauen scheint mir im Kern von vielen Beiträgen zu stecken. So stoße ich immer wieder auf das Thema Elektrosmog und auf Impfgegner. Schließlich lande ich in diversen Facebook-Foren der rechtsradikalen Szene, in denen Aufmärsche organisiert und Nazi-Symbole geteilt werden – harter Tobak.

 

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Bild oben: Wer in den Nachrichten-Kosmos der Reichsbürger eindringt, fühlt sich wie auf einer Entdeckungsreise – häufig per Werbebanner. Eine Auswahl.

 

Nach 2 Wochen bin ich soweit abgehärtet, dass ich mich an Gespräche mit Reichsbürgern heranwage. Zunächst kommentiere ich Beiträge – ich weiß ja mittlerweile, worauf es ankommt. Hauptsache skeptisch, Hauptsache gegen die Behörden. Als »Neuling« nimmt man mich an die Hand. Mit manchen Reichsbürgern führe ich lange, private Chat-Gespräche und lerne sie näher kennen:

  • Iris’ Thema ist der Holocaust. Ihrer Überzeugung nach seien viele Beweise gefälscht worden, um dem deutschen Volk Schuld einzureden und den »Juden zu ihrem Staat zu verhelfen«. Dasselbe würde gerade mit den Geflüchteten passieren – Schuld einreden, damit niemand die Islamisierung bemerke. Iris selbst hadert mit den Behörden um das Sorgerecht für ihren Sohn, das sie erst kürzlich verloren hat. Armut spielt auch eine große Rolle in ihrem Leben – und auch der Neid auf die, die nicht »beim Amt antanzen müssen«.
  • Axel will zurück zur Natur. Er wettert gegen Smartphones, Elektrosmog und all den »digitalen Dreck«, der das Leben aller Menschen angeblich zerstört. Sein Reichsbürgertum wirkt auf mich wie ein radikaler Ausstieg aus seinem Leben als unterbezahlter IT-Techniker. »Burnout« habe er gehabt, als er »aufgewacht!« sei. Holzweg oder nicht ist ihm egal – besser überhaupt erst einmal raus aus dem System, irgendwohin. Sein Traum ist eine Aussteiger-Kommune mit anderen Reichsbürgern auf dem Land – aber mit Internet.
  • Markus ist erklärter Anti-Nazi. Das wird mir jedenfalls klar, als ich unter Decknamen auch mit meinem Schulfreund spreche. Seiner Ansicht nach ist die Bundesregierung die direkte Nachfolge des nie untergegangenen NS-Regimes. In seinem Kampf gegen die »versteckten Faschisten seit ’45« hetzt er mit echten Neonazis gegen Geflüchtete. Und sonst? »Ach, das Übliche halt, der ganz normale Frust im Job«, Wut auf fehlende echte Veränderung und etwas zu viel Alkohol.

Ein kleines Vokabular der Reichsbürger:
Aufwachen – beginnen, die Reichsbürgerideologie zu teilen
Beweise – angebliche Belege für die Verschwörungstheorie
Brüder – Reichsbürger-Freunde
BRD GmbH – abwertend für die BRD, die angeblich eine GmbH sei
Marionetten – die Bundesregierung; eine Anspielung auf anti-jüdische Feindbilder als Puppenspieler im Hintergrund
Michel – ein spöttischer Name für Deutsche, die keine Reichsbürger sind
Natürliche Person – ein Reichsbürger
NWO – die neue Weltordnung, ein Angstgegner als Chiffre für diverse Regierungsverschwörungen
Schlafschafe – alle, die die Reichsbürgerideologie nicht teilen

Schlafschafe

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben: Im Kern vieler Nachrichten der Szene stehen Beunruhigung und Misstrauen gegen die Regierung. – Quelle: facebook

 

Was ich aus zahllosen Chats mitnehme, ist das Bild einer sehr heterogenen, exklusiven Gemeinschaft: In ihrer gemeinsamen Ablehnung der »BRD GmbH« haben die Reichsbürger den Grund und Boden ihres Wir-Gefühls abgesteckt. Gestritten wird nur selten, man bleibt im gemeinsamen Hass tolerant und höflich, verwendet viele Smileys, um Missverständnissen vorzubeugen und sympathisch zu wirken, hilft einander mit Tipps gegen den Staat und pflegt eine eigene Etikette.

Hallo ihr Lieben 😉 Ich weiß nicht mehr, wie ich das SYSTEM Korrupte Drecks Pack der BRD GmbH ansprechen soll! Und Ja, ich habe sie mit ALLEN Beweisen konfrontiert! Und das schon seit zweieinhalb Jahren! […] Wie kann Man/n Frau dieses manipulierte Drecks PACK psychisch fertigmachen? Und wer kennt den richtigen Anwalt? Der auf die BRD scheißt? Sorry 😉 mein’ ja nur. – Ein Mitglied in Deutschland & Reichsbürger

Was mich selbst erstaunt: Trotz faktisch falscher Annahmen und menschenverachtender Parolen wirken die Reichsbürger auf mich wie eine stabile Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt und selbst Mitgliedern mit absurden Ansichten Verständnis und Geborgenheit bietet.

Vor diesem Hintergrund erschließt sich mir endlich auch die Begeisterung vieler Reichsbürger für das Lied »Marionetten«. Der Liedtext der Söhne Mannheims entspricht den Unterhaltungen in den Reichsbürger-Foren: Es ist aufgeregt und vage genug, sodass sich alle damit identifizieren und verstanden fühlen können.

So ist das auch für Markus. Ich lerne, dass das Lied für ihn kein Grund war, in die Szene einzusteigen. Er hatte bereits vorher ein wirres Weltbild und stellt dieses nun nur mit neuem Selbstbewusstsein zur Schau. Für Markus sind Reichsbürgertum und auch er selbst ein Stück salonfähiger geworden.

Weißte, endlich sagt’s halt mal einer. – Markus

 

Reichsbürger in den Bundesländern

 

 

 

 

 

 

Bild oben: So häufig wurde der Begriff Reichsbürger auf Google im vergangenen Jahr gesucht. Die Zahlen stellen nur Verhältnisse nach Google Trends dar. – Quelle: https://trends.google.de/trends/

 

Warum Reichsbürger gefährlich sein können

Auch wenn ich mittlerweile anfange, für bestimmte Reichsbürger Mitleid und sogar Sympathie zu empfinden, bleibt eines doch ständig in meinem Bewusstsein: das Gefahrenpotenzial. Widerstand gegen den Staat ist ein zentrales Thema der Szene. Träume davon, die BRD mit Gewalt »hinwegzufegen« werden generell akzeptiert und regelmäßig bejubelt. Immer wieder diskutieren einzelne Mitglieder über Mittel, sich zu verteidigen – von Pfeffersprays bis zu Schusswaffen –, und dass man »schon vorsorgen« müsse. Teilweise herrscht echte Endzeitstimmung:

Bereitet euch schonmal drauf vor. Lange macht’s der Lügenstaat nicht mehr. Und wenn er zu abnippeln anfängt, sind wir vorbereitet und treten mit Krach nach. – Jochen, ein Kommentator auf Facebook

Ich wünsche mir EIN Volk, das zusammensteht gegen die FinanzGmbH-BRD! Brüder, ein Volkssturm muss her!!! – Frank, ein Kommentator auf Facebook

Dass solche verbalen Gewaltfantasien nicht in digitalen Foren bleiben und sich auch in der echten Welt entladen können, dürfte spätestens seit Oktober 2016 klar sein. Ein Reichsbürger in Mittelfranken eröffnete bei einer Polizei-Razzia in seinem Haus das Feuer und verletzte einen der Beamten tödlich und 3 weitere teilweise schwer.

Seitdem nehmen die Behörden das Reichsbürgermilieu deutlich ernster. Allein im März führte die Polizei in mehreren Bundesländern Razzien gegen Reichsbürger durch. Auch der Verfassungsschutz lässt das Reichsbürgermilieu überwachen und attestiert eine wachsende Radikalisierung und »erhebliche Gewaltbereitschaft« in Teilen der Szene.

 

Struktur der Reichsbürgerbewegung

 

 

 

 

 

 

Bild oben: Aus dem Reichsbürger Leitfaden von Jörn Beckmann, Pia Lamberty und Felix W. Seidler.

Nach knapp 4 Wochen in der Szene ziehe ich ein vorsichtiges Zwischenfazit: Reichsbürger haben starke Überschneidungen mit rechtsextremem Gedankengut, sind eher männlich, eher tierlieb und eher älter. Unter dem schwammigen Begriff versammeln sich Neonazis genauso wie Geschichtsleugner (Revisionisten), politisch unzufriedene Skeptiker und die, die einfach nur Geld damit verdienen wollen (Milieumanager).

Doch Reichsbürger zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig, gewaltbereit zu sein. Nur weil sich jemand Reichsbürger nennt, hortet er noch keine Waffen, hisst eine Reichskriegsflagge und sichert sein Haus mit Stacheldraht.

Das gab mir Hoffnung für Markus.

Wie weckt man einen Reichsbürger auf?

Ich bin genau einen Monat mit meinem Pseudonym unterwegs, als es mir zu viel wird. Markus teilt gerade seinen Fund des Tages auf Facebook darüber, dass angeblich eine direkte Blutlinie von Adolf Hitler zu Angela Merkel besteht – da versuche ich spontan, ihn wachzurütteln. Direkt unter dem Post auf seiner Facebook-Seite gehe ich in die Offensive, halte dagegen, zweifele die Quellen an, zeige Logikfehler auf und schließe mit: »Das ist doch alles krude. Weißt du Markus, ich glaube, das ergibt keinen Sinn.«

Mein Versuch geht gehörig schief. Markus und seine neuen Freunde enttarnen mich als »Schlafschaf im Wolfspelz« und schließen mich nach einigen Beschimpfungen prompt aus.

Was also tun?

Meine Fehler: Vorgehensweise, Ausführung und Plattform. Ich war in einem »Echobunker« gewesen, in dem eine anderslautende Meinung keinen Platz hat. In der ständigen gegenseitigen Bestärkung immunisieren sich die Mitglieder gegen alle Zweifel. Wer nicht mitmacht und etwas anderes als die typischen Reichsbürger-News teilt, wird als Abweichler erkannt. Durch die soziale Stigmatisierung isolieren sich die Betroffenen nur noch mehr und werden tiefer in das neue soziale Umfeld getrieben – eine Teufelsspirale.

Das weiß auch Ricardo von STEIG AUS!, mit dem ich Markus’ Fall bespreche. »Reichsbürger wenden sich nur selten an uns und andere Aussteiger-Programme«, erklärt er mir. Die Struktur in der Szene sei teilweise sektenartig mit eigenen Gurus – der Ausstieg schwer. Selbst ich als Besucher konnte das spüren. »Eine Chance hast du nur mit Bezugspersonen außerhalb der Szene.« Und mit der richtigen Strategie:

  • Private Gespräche suchen: In der Öffentlichkeit verhalten sich Menschen anders als privat. Das gilt auch im Internet. Dort sind Aussagen nie nur auf den Angesprochenen gemünzt, sondern immer auch auf potenzielle Mithörer. So geht es bei Provokationen oft mehr darum, Zustimmung von der Gruppe zu erhalten und ihr Zugehörigkeit zu signalisieren, als wirklich den Inhalt zu vertreten. Wer also Reichsbürger erreichen möchte, kommt in persönlichen Gesprächen deutlich weiter. Dabei gilt es, erst einmal einen gemeinsamen Nenner zu finden, etwa Gemeinsamkeiten über Hobbies und Erlebnisse. Das signalisiert dem Anderen: Ich finde deine Haltung nicht gut, respektiere dich aber als Mensch.
  • Zweifel säen statt entkräften: Reichsbürger errichten gemeinsam eine komplexe Verschwörungstheorie. Generelles Misstrauen gegen den Staat, Wissenschaft und Medien hilft ihnen dabei, Informationen sehr selektiv zu verwenden – anders formuliert: Je tiefer jemand drinsteckt, desto schlechter kommt man mit Fakten durch. Oft ersetzt nur eine neue Verschwörungstheorie die soeben widerlegte. Reichsbürger verfallen dabei häufig in typische »Was ist denn mit …?«-Fragen, die vom Gegenstand ablenken. Wer das nicht mitspielt, sondern selbst sachlich bleibt und mit Verständnisfragen die Verschwörungstheorie abklopft, hat bessere Chancen, dass zumindest nach dem Gespräch kritischer weitergedacht wird. »Reichsbürger bedienen sich in einem freien Land der Freiheit, um zu sagen, man sei nicht frei. Das ist schon absurd.« – Alexander Waschkau
  • Bei persönlichen Problemen unterstützen: Reichsbürgertum ist für viele Anhänger nur eine Ersatzlösung für persönliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme. Andere suchen in einer Lebenskrise nach einem Sinn und geraten über Esoterik oder radikale Kapitalismuskritik an die Ideologie. Hier hilft keine »klare Kante«, sondern Verständnis, das Aufzeigen von Perspektiven abseits der Szene und das Weitervermitteln von Personen an Beratungsstellen, die wirklich etwas bewegen können. Das gelingt aber nur, wenn man den Kontakt nicht abbricht.

»Reichsbürger bedienen sich in einem freien Land der Freiheit, um zu sagen, man sei nicht frei. Das ist schon absurd.« – Alexander Waschkau

Auch durch gesellschaftliche Aufklärung tut sich etwas. Das erkennt man bereits daran, dass sich diverse Reichsbürger-Gruppierungen seit 2016 nicht mehr mit dem Wort »Reichsbürger« identifizieren wollen. Diesen Trend könnte das Lied »Marionetten« gerade bestärkt haben – nicht durch die Söhne Mannheims, sondern durch die Diskussion, die dadurch (unfreiwillig) entstehen musste.

Ich bin dagegen, dass man eine Band wie die Söhne Mannheims da zensiert. Es geht nicht darum, irgendwas zu verbieten. Doch wer solchen Quatsch in den Texten vertritt, der muss auch aushalten, dass man das einordnet und über die Ziele derer aufklärt, die sich darin verstanden zu wissen glauben. – Alexander Waschkau

Und was ist mit Markus? Am liebsten würde ich von seinem Ausstieg aus der Szene berichten. Doch Markus ist noch immer bei den Reichsbürgern unterwegs. Ich hoffe aber, dass er aus unseren Gesprächen eine Saat des Zweifels mitgenommen hat, die ihm irgendwann beim Ausstieg hilft – vielleicht sogar mit diesem Artikel.

 

Der Reichsbürger-Leitfaden

Die Broschüre des Goldenen Aluhuts klärt umfangreich über das Phänomen Reichsbürger auf. Der dahinterstehende Verein hilft auch Aussteigern.

Aussteiger-Beratungen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz bietet deutschlandweit Aussteiger-Beratungen per Telefon und E-Mail an – auch für besorgte Angehörige.

Starrköpfe überzeugen

Sebastian Herrmann erklärt in diesem Buch, worauf es beim Diskutieren wirklich ankommt – und wie man auch Verschwörungstheoretiker überzeugt.

 

Auch ein anderer hat schon am 01.06.2017 auf diesen Artikel reagiert:

Die „Anti-Kommissarische Reichsregierung -Sonnenstaatland SSL“

Sie schreibt:

„Umgang mit „Reichsbürgern“ – Ein …

Date : 1. Juni 2017 Umgang mit „Reichsbürgern“ – Ein Erfahrungsbericht

Ein interessanter Erfahrungsbericht von einem der loszog um „Reichsbürger“ kennenzulernen, wobei er einen sogar schon kannte. 😀         Der Bericht zeigt sehr schön und ziemlich ausführlich wie die „Szene“ so tickt.

In einem können wir dem Verfasser allerdings nicht zustimmen, die Sache mit der „klaren Kante“. Nichts ist wichtiger als „Reichsbürgern“ eben „klare Kante“ zu zeigen.

Bei allem anderen -und das haben wir auch schon erfahren müssen- ist die Gefahr eine „Co-Abhängigkeit“ bzw. dem eigenen Abgleiten in die Szene einfach zu groß.

Es handelt sich um eine Sekte, eine Sekte mit vielen kleinen Kindern die nicht sozialisiert sind und bei denen eine „Re-Sozialisierung“ auch so gut wie unmöglich ist.

Menschen, die wie Kleinkinder einfach jeden Tag versuchen ihre Grenzen „auszuloten“. Hilfe kann -wie bei allen Suchterkrankungen bzw. Abhängigkeiten- daher nur erfolgen, wenn eben „klare Kante“ gezeigt wird und für den Betroffenen auch Konsequenzen „spürbar“ sind.
 

Sonnenstaatland SSL Sonnenstaatland SSL.JPG 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder oben: Screenshot des Bericht von der „Anti-Kommissarische Reichsregierung -Sonnenstaatland SSL“

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EILMELDUNG- Scientologen erhalten Einsicht in Akten des Kultusministeriums Baden-Württemberg. Das „Informations-Freiheits-Gesetz“ macht es möglich!

Ein Bericht von

Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

  1. Mai 2017 / 17:35 Uhr

 

In Baden-Württemberg ist zum Ende des Jahres 2015 ein sogenanntes „Informationsfreiheitsgesetz“ (LIFG) in Kraft getreten.

Damit hat die grün-rote Regierung weitgehend unbemerkt ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt, das immer wieder öffentlich angemahnt, von ihr selbst aber lange hinausgezögert worden war.

Es heißt genauer „Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen in Baden-Württemberg“ (Landesinformationsfreiheitsgesetz – LIFG) und ist gültig seit 17. Dezember 2015.

Der Zweck dieses Gesetzes ist es, unter Wahrung des Schutzes personenbezogener Daten und sonstiger berechtigter Interessen durch ein umfassendes Informationsrecht den freien Zugang zu amtlichen Informationen sowie die Verbreitung dieser Informationen zu gewährleisten, um die Transparenz der Verwaltung zu vergrößern und damit die demokratische Meinungs- und Willensbildung zu fördern.

Justizia

BW

 

 

 

 

 

Vor wenigen Stunden  erfuhr die Aufklärungsgruppe Krokodil und die Eltern-& Betroffenen-Initiative gegen sogen. Sekten & Psychogruppen (EBIS e.V. Baden-Württemberg) davon, dass die Scientologen im Kultusministerium seien und Akteneinsicht forderten.

 

Scientology

 

 

 

 

 

Ich schrieb daraufhin um 12 Uhr eine E-Mail an das Kultusministerium  (Referat Öffentlichkeitsarbeit) und die Interministerielle Arbeitsgruppe sogen. Sekten & Psychogruppen. Hierin stellte ich elf Fragen, die ich vom Pressereferenten Kai Graef, vom Ministerium für Kultus – Jugend & Sport Baden-Württemberg um 17.24 Uhr beantwortet bekam. Herr Graef schreibt:

 

Sehr geehrter Herr Stolzenberger,

im Folgenden sende ich Ihnen unsere Auskünfte auf Ihre Fragen:

  1. Aufklärungsgruppe Krokodil: Wann fand die Akteneinsicht (ich vermute nach dem Informations-Freiheitsgesetz) statt?

Die Einsichtnahme in die Akten des Kultusministeriums fand auf der Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes am 30.5.2017 statt.

2. Aufklärungsgruppe Krokodil: War diese vorher angekündigt?                           Wenn ja, wie lange?

Der entsprechende Antrag datiert vom 23.9.2016. Der Termin zu einer Einsichtnahme wurde vor zehn Tagen vereinbart.

3. Aufklärungsgruppe Krokodil: Wer erschien im Amt und welche Legitimation hatten die Scientologen für ihr Anliegen?                                                             

Die Einsichtnahme erfolgte durch zwei Vertreter der örtlichen Organisation der Scientologen. Es lag eine entsprechende Vollmacht der „Scientology-Kirche Deutschland“ (München) vor.

4. Aufklärungsgruppe Krokodil: Wieviel Seiten sichteten die Scientologen?

Die Einsichtnahme umfasste rund 800 Seiten Aktenmaterial.

5. Aufklärungsgruppe Krokodil: Welche Themengebiete betraf die Sichtung?

Betroffen waren die Akten der Interministeriellen Arbeitsgruppe sogenannter Sekten und  Psychogruppen, sofern sie die Scientology Organisation betreffen.

6. Aufklärungsgruppe Krokodil: Wurden auch Akten eingesehen bei denen Geschädigte oder Aussteiger oder auch Hinweisgeber betroffen waren?

Fallweise vorhandene Informationen dieser Art wurden geschwärzt.

7. Aufklärungsgruppe Krokodil: Was wurde von der Landesregierung dagegen unternommen?

Der Antrag wurde auf der Grundlage des Landesinformationsfreiheitsgesetzes pflichtgemäß beschieden und abgewickelt.

8. Aufklärungsgruppe Krokodil: Wie haben sich die Einsicht nehmenden Scientologen verhalten?

Hierzu ist nichts zu berichten.

9. Aufklärungsgruppe Krokodil: Wurden Kopien von den Akten gemacht?

Die Antragsteller haben beantragt, dass sie Kopien des Aktenbestands erhalten, in den sie Einsicht nehmen durften. Hierauf besteht ein Anspruch nach dem Landesinformationsfreiheitsgesetz.

10. Aufklärungsgruppe Krokodil: Halten Sie es für möglich, dass Geschädigte; Aussteiger oder auch Hinweisgeber nun irgendwelchen Schwierigkeiten ausgesetzt sind?

Die Akten wurden vor Einsichtnahme mit höchster Sorgfalt gesichtet und Passagen, aus denen sich personenbezogene Informationen ergeben, geschwärzt. Aus diesem Grund ist es höchst unwahrscheinlich, dass sich aus den offen gelegten Informationen Nachteile für Geschädigte, Aussteiger oder Hinweisgeber ergeben könnten.

11. Aufklärungsgruppe Krokodil: Die Scientology-Organisation wird immer noch vom Verfassungsschutz beobachtet, warum ist es nicht möglich die Personen (Geschädigte/Betroffene/Aussteiger) vor Ausspähung zu schützen, die sich den Vertretern der Landesregierung zum Thema anvertrauen?

Anfragen, aufgrund derer sich auf der Grundlage des Landesinformationsfreiheitsgesetzes ein entsprechender Anspruch ergibt, werden sehr sorgfältig behandelt. Die Regelungen des Landesinformationsfreiheitsgesetzes enthalten ausreichende Möglichkeiten, personenbezogene Informationen zu schützen. Hiervon haben wir Gebrauch gemacht.

 

Mit freundlichem Gruß

Kai Gräf

MINISTERIUM FÜR KULTUS, JUGEND UND SPORT BADEN-WÜRTTEMBERG

Pressereferent

Thouretstraße 6

70173 Stuttgart

 

BW

 

 

Weitergabe von Teilen des Textes unter Nennung des Urhebers: Jörg Stolzenberger; Aufklärungsgruppe Krokodil, 71373 Weinstadt, Postfach 3150, erlaubt.

 

 

 

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DER KROKO-TEST: MARIA DUVAL – Hellseherin ! Finger weg von Blendern und Abzockern !

Bericht von

Helke Koulakiotis und Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

im Jahre 2000 (auf pdf)

Neu eigestellt Mai 2017

 

Anfang Februar 1998 sandten zwei Mitglieder der „Aufklärungsgruppe Krokodil“ (Aufklärungsgruppe der Eltern- und Betroffenen- Initiative Baden-Württemberg (EBIS e.V.) unabhängig voneinander in Weinstadt und Backnang eine Informationspostkarte ab, die unter den Haushalten verteilt worden war (Briefkastenwurfsendung).

Es war eine Informationskarte der

 

Maria DUVAL

Präsidentin des französischen Instituts der

Forschung für Parapsychologie

Medium Hellseherin beim Verband für psychische und

paraspychologische Studien.

KROKO-Duval Postkarte

 

Maria DUVAL, so wurde es auf der Informationskarte weiter erklärt, sei “die größte Hellseherin der Welt“.

Den ersten 500 Personen, die den Gutschein innerhalb von 15 Tagen zurücksenden versprach sie  „ihren berühmten Talisman“, der Wohlstand, Glück und eine außerordentliche Macht im Leben bringen kann, „zu schenken.“

 

Erste Wirkungen, so wurde versprochen könne man bereits „nach 48 Stunden“ feststellen.

Es wird auch beantwortet was festzustellen ist:

„Sie können bald eine größere Geldsumme beim Lotto gewinnen;

Sie können eine verlorene Liebe wiederfinden;

Sie können sehen, dass einer Ihrer Wünsche in Erfüllung geht;

Sie können feststellen, dass eine bedeutende Person auf einmal sehr aufmerksam zu Ihnen ist.“

 

Als Adresse war „Maria Duval, Mediaservice Bräuweg 5, 88131 Lindau“ angegeben.

 

Die Aufklärungsgruppe Krokodil wollte testen, ob die Adressen der Interessierten evtl. weitergegeben werden.

Unsere Absender waren: Helke Koulakiotis (weibl) und Jörg Stolzenberger (von der Aufklärungsgruppe Krokodil).

Damit eindeutig festgestellt wurde inwieweit Adressen aus dem Bereich der Hellseherin Maria Duval weitergegeben werden, wurden die Namen leicht verfälscht in „Helke Kovlakiotis“ und „Josef Stolzenberger“, die Geburtsdaten blieben die eigenen.

Mit Schreiben vom 09.02.1998 erhielten sowie Herr Helke Kovlakiotis als auch Josef Stolzenberger Post von Maria Duval. Der Brief war textgleich auf einem Computer geschrieben aber in Art einer Handschriftform.

Es wurde von Maria Duval mitgeteilt, dass, als sie den Brief (es war eigentlich ja eine Postkarte!!!) öffnete, den Eindruck hatte, „als würde Ihrer Sendung ein sonderbarer Geist Entströmen.“

Maria Duval teilte in beiden Briefen weiter mit:

„Ich hatte die klare Vision, dass sie in den folgenden Jahren, ja schon in den nächsten Monaten, eine Glückssträhne erleben werden wie nie zuvor. Es zeichnen sich aber auch einige Sorgen am Horizont ab.                                             Oh, weiter keine großen Sorgen! Sie könnten es jedoch werden.                            Wenn Sie Ihnen keinen Beachtung schenken.                                                              Ich könnte Ihnen, sofern sie es wünschen, in dieser Hinsicht später mehr an Informationen geben.“

Es folgte jeweils das vorher durch uns mitgeteilte Geburtsdatum und der Hinweis welchen Sternzeichens man angehört. Dann folgte wieder der gleichlautende Text für beide (Helke und Josef) passend.

Es sollten Talismane u.a. bestellt werden.

Das Schreiben ignorierten wir.

Es folgten in Abständen immer weitere Schreiben.

Mit Schreiben vom 10.06.1998 erhielten sowie „Herr Helke Kovlakiotis“ (die Hellseherin hat bis zum Ende nicht erahnt dass es sich hier um eine Frau handelt) und „Josef Stolzenberger“ zwei gleichlautende, inhaltlich gleich im Aufbau strukturierte Anschreiben der Maria Duval.

Maria Duval bat darum ihr die ganze Aufmerksamkeit zu schenken“, denn sie empfange „bestimmte positive Schwingungen“, die sie veranlassen „unverzüglich zu schreiben.“

Frau Duval teilte sowie Helke als auch Josef gleichlautend mit, dass sie in deren „Leben etwas entdeckt hat, das Ihre unmittelbare Zukunft vollständig verändern kann“ und dass sich „innerhalb von 3 Monaten alles in seinem Leben ändern wird.“

Ohne uns überhaupt zu kennen hat sie „eine Nachricht erhalten, die für Sie und ihre unmittelbar bevorstehende Zukunft von entscheidender Bedeutung sein wird, Josef (bzw. Helke)“.

Es folgte dann ein 8 seitiges Pamplet welches gleiche inhaltliche Übereinstimmung zeigte.

Auf der letzten Seite wurde man aufgefordert eine Bestellung für „drei Aktionen meiner Magnetopositiven Psychischen Hilfe (P.M.P.H.)“ sowie die „ persönlichen geheimen Formeln“, die während jener 90 Tage angewendet werden müssen, die noch kommen und die das Leben verändern sollen, durchzuführen.

Kosten: 98 .-DM plus 7.-DM Versandkosten statt des Normalpreises in Höhe von 150 DM.

Es wurde von uns nicht auf dieses Schreiben reagiert.

Nach und nach kamen weitere Schreiben von Maria Duval an beide Adressen.

„Persönliche Reservierungsscheine“ sollten den „automatischen Geldstrom“ in unseren Leben auslösen, aber man musste schnell antworten.

Adresse jetzt : Maria Duval; Senderstraße 26; Postfach 900; A-6922 Wolfurt.

Beginnend ab Juli 1998 gehen nun auch Schreiben an Helke Kovlakiotis und Josef Stolzenberger ein von einem

CHRIS

Hellseher – Medium

Parapsychologe, Hypno-Telepath

Fernsehstar.

 

Wir hatten vorher nie etwas von dem Mann gehört bzw. je schriftlich mit ihm in Kontakt gestanden.

Er schreibt als wenn Josef sein bester Freund wäre und schließt u.a. mit „Ihr ergebener Freund Chris“.

Er hat die Adresse: CHRIS, 54 bis, route des Acacias CH-1227 Carouge.

 

Mit Schreiben vom 05.11.1998 teilte uns Maria Duval mit, dass wir dazu ausgewählt sind „gratis einen echten schwingenden Kristall zu erhalten, der mehrere Millionen Jahre alt ist.“

Dieser kann uns dazu „verhelfen mindestens 15.000 DM innerhalb von 14 Tagen zu gewinnen.“

Und weiter teilt sie mit, dass „zahlreiche amerikanische Stars“ wie Elisabeth Taylor, Tina Turner, Shirley McLaine oder Jane Fonda“ einen Kristall besitzen und auf ihn „schwören“.

Man sollte aber den „schwingenden Kristall“ und die Duval-„Methode“ für 98.- DM bestellen.

 

CHRIS der Hellseher, der ebenfalls nicht bemerkt, dass Helke eine Frau und kein Mann ist bekommt von uns auch keine Post.

Er wird in den kommenden Monaten bis ins Jahr Juli 1999 noch weitere Schreiben an uns richten und Gewinnversprechen bis 10.000 DM machen, wenn man nur schnell antwortet.

Wir wollen es jetzt abkürzen, denn wir erhielten während der Zeit von 1998 bis 2000 noch mehrere Dutzend weitere Briefe an Herrn Helke Kovlakiotis und Josef Stolzenberger und zwar u.a. von:

  • Karen Denkema (Astrologin); 44872 Bochum, Postfach 5002002
  • Central Versand B.V.; Postbus 321, NL 6900 AH Zevenaar; F. van Alven (Generalbevollmächtigter) über eine „Erteilungs-Bescheinigung von 8500.-DM
  • Kuang C. Wang jun.; Zen-Astrologe, 45504 Hattingen, Bochumer Straße 80 (Erstellung eines 12 Monats-Horoskop, 59,90.- Vorzugspreis)
  • Fa. Eurox Versandhandelsgesellschaft, 57044 Siegen, Postfach 310164 von A. Schaub (Direktionsassistentin) Herr Kovlakiotis hatte, so wurde mitgeteilt angeblich „gestern Besuch von unseren Aussendienstmitarbeiter Herr Jürgen Mühlbach um Sie mit Ihrem Gewinnscheck aus dem Oktober –Glückspiel 1998 zu überraschen. Pünktlich um 09.30 Uhr klingelte Herr Mühlbach an Ihrer Haustüre.. In der Hand einen Scheck, ausgefüllt auf Ihren Namen! Leider waren sie nicht zu Hause..“
  • Europa Versand (200.000 DM gewonnen)
  • Ramino Versand GmbH (75.000 DM im Jackpot-Gewinnspiel hat die Nummer 2712 gewonnen..)
  • Paola Summer; Wahrsagerin; Nummerologin; Spezialistin für Gewinnzahlen; Astrale Mondmagie; CP-156, CH-1211 Geneve 24
  • Marie Rose Valmont; Natürliche und erbbedingte Fähigkeiten
  • Hanussen, Hellseher (schuf mehrere Lottokönige, sah das Gemetzel anläßlich der Sommer-Olympiade München voraus) Postfach 222, A-1201 Wien
  • Maria Lisa; Astro-Shop Ltd., PO Box 67 CMR Marsa, Malta
  • Herlyne, Astrologin, Medium, Hellseherin, c/o Astro-Shop Ltd., PO Box 67, CMR Marsa, Malta
  • Philippe Morando, Medium und Heiler, Internationaler Experte der Hypnose und Selbsthypnose, anerkannter Experte; c/o Synamail, 93, rue de la Servette, Postfach 200. CH-1211 Genf 7
  • TARA, Hellsehen, Tele-Aktion, Expertin für schwierige Fälle und Magie der Liebe, des Glücks und des Geldes; c/o Synamail, 93, rue de la Servette, Postfach 200, CH-1211 Genf 7

u.v.a.

Viele Briefinhalte zeigten uns, dass auch hier gleichlautende Textbausteine verwandt wurden. Es scheint ganz offensichtlich zu sein, dass Adressen und persönliche Daten in diesen zwielichtigen esoterischen Kanälen hin und her verschoben werden ohne dass der Proband davon Kenntnis erhält. Unterschiedliche Geburtsdaten spielten keine Rolle.

Empfehlung also von der Aufklärungsgruppe Krokodil:

Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen und werfen Sie solche Angebote direkt in den Müll!

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LOGO-Fachbroschüre „Die schwarze Szene- Populäre Jugendkulturen und ihr Verhältnis zur Spiritualität, Satanismus & Rechtsextremismus“ wurde überarbeitet

In Österreich erschien die LOGO-Fachbroschüre „Die schwarze Szene- Populäre Jugendkulturen und ihr Verhältnis zur Spiritualität, Satanismus & Rechtsextremismus“, die von Dr. Roman Schweidlenka und Veronika Strauß 2011 überarbeitet wurde.

Ich stelle sie an dieser Stelle nicht nur bei der Aufklärungsgruppe Krokodil ein, weil in der Broschüre auf einen Beitrag der Aufklärungsgruppe Krokodil/EBIS e.V. Bezug genommen wird. Es betrifft den Beitrag über „Taste of Black“ ( Seite 108 ), sondern weil LOGO auch informativ die Verbindungen in der Schweiz und in Österreich aufzeigt.

Die Fachbroschüre ist ein pdf-Dokument.

Die Schwarze Szene LOGO 1

 

 

 

 

 

 

 

Die Schwarze Szene LOGO 3 Inhaltsverz

 

 

 

 

 

 

 

Zur Broschüre: hier klicken:

Schwarze-Szene_2Auflage_druckpdf

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Statistische- und demographische Merkmale zur Scientology-Organisation und deren Mitglieder.

Ein Bericht von

Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

  1. Mai 2017

 

Welchen Beruf haben Scientologen, wo sind sie besonders aktiv?

An welchen sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten sind sie beteiligt?

In welchem Alter ist man besonders gefährdet mit deren Ideologie in Verbindung zu kommen?

Wie kommt man eigentlich zu Scientology?

Wie lange verbringen Mitglieder in ihrer Organisation?

 

Fragen über Fragen werden täglich zu diesem Thema gestellt und es ist nicht leicht diese erschöpfend zu beantworten.

Aber auch die Scientology-Organisation hatte Interesse an so mancher Statistik, natürlich nicht um die oben genannten Kritikerfragen zu beantworten, sondern um einen Einblick zu bekommen, wie ihre Organisation aufgebaut ist.

So wurden an Scientologen auf der ganzen Welt Fragebögen verschickt welche die „Einstellungen“, den „Lebensstil und beruflichen Hintergrund von Scientologen“, deren „Einstiegsalter“ u.v.m. aufzeigen sollten.

Die Organisation gibt zu den von ihnen erhobenen Daten an, dass eine Abweichung von +/- 3% aufgrund von statistischen oder Stichprobenfehlern möglich sei. (1)

 

Aufgrund der nachfolgend aufgezeichneten Statistiken (und ich stelle hier nur einen Auszug dar) ist es natürlich auch möglich einzelne kritische Aspekte aus den Texten zu ziehen bzw. durch die von Scientology selbst erhobenen Angaben eine Antwort zu bekommen.

 

  • Beginnen wir mit dem Beruf.

Laut der, von Scientology selbst veröffentlichten Statistik, findet man Scientologen in folgenden Berufen:

 

Gegenwärtig ausgeübter Beruf

 

Leitende Position 16,5%
Kunst, Technik und Ingenieurwesen 15,6%
Inhaber oder Mitinhaber einer Firma 14,0%
Verkauf 10,2%
Computerbranche 8,1%
Lehrer 6,2%
Medizinische Berufe 5,8%
Baugewerbe 5,5%
Student 4,8%
Werbung und Marketing 4,6%
Büroarbeit 4,5%
Sekretärin 4,0%
Verkehrs-/Nachrichtenwesen 2,7%
Rechtswesen 1,3%
Sport 0,9%
Öffentlicher Dienst 0,8%
Militär 0,5%

 

Wie man immer wieder auf den Seiten der Organisation erfährt, hilft Scientology einem dabei, sein Leben zu verbessern. Für Scientologen ist es wichtig, sich aktiv dafür einzusetzen, Wie aus der folgenden Darstellung ersichtlich wird, sind Scientologen an verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten beteiligt.

 

  • Soziale Aktivitäten der Scientologen


 Beteiligung von Scientologen 1

 

 

 

 

 

 

Screenshot oben: aus dem Orginalbericht von Scientology

 

 

  • Wie ist das Alter von Scientologen?

 

Unter 20 Jahre =   7,2 Prozent

21 –  30 Jahre   = 24,3 Prozent

31 – 40 Jahre   = 44,6 Prozent

41 – 50 Jahre   = 17,8 Prozent

51 – 60 Jahre   =   3,6 Prozent

61 – und älter   =  2,5 Prozent

 

Scientology zieht Menschen aller Altersstufen an. Viele werden in Scientology geboren. Scientology meint  Annähernd 70% ihrer Mitglieder sind über 30 Jahre – etablierte, produktive und aktive Mitglieder ihrer Gemeinden.

 

  • Wann war der Erstkontakt zur Organisation?

Irgendwann fand ja der Neugierige mal zur Organisation und diese Zahlen zeigen, dass der größte Anteil bei den unter 20-Jährigen bis ca. 30-Jährigen liegt.  

 

Unter 20 Jahre =   27,1 Prozent

21 –  25 Jahre   =   36,6 Prozent

26 – 30 Jahre   =   19,5 Prozent

31 – 40 Jahre   =   12,4 Prozent

41 – und älter   =    4,3 Prozent

 

  • Wie kam es zum Erstkontakt zur Organisation ?

Man glaubt es nicht, aber die Vorsicht zur eigenen vertrauten Umwelt ist hier am höchsten geboten um nicht in die Scientology-Organisation zu geraten. Auch die Bücherstände werden unterschätzt.  

 

 

Durch einen Freund oder Verwandten                                          = 52,6 Prozent

 

Durch das Lesen eines Dianetik- oder Scientology-Buches   = 20,6 Prozent

 

Durch einen Persönlichkeitstest                                                     = 18,0 Prozent

 

Durch eine Anzeige                                                                               =   4,8 Prozent

 

Durch einen Vortrag                                                                           =   3,1 Prozent

 

Andere Antworten                                                                               =   0,9 Prozent

 

 

  Wie kamen sie zu Scientology.1JPG

 

 

 

 

Screenshot oben: aus dem Orginalbericht von Scientology

 

 

  • Wie lange bleibt ein Scientologe eigentlich seiner Organisation treu bzw. tritt er auch irgendwann einmal aus?

 

 3,2 Prozent                                                           bleiben weniger wie 1 Jahr

 

29,2 Prozent                                                          bleiben 1-5 Jahre dabei

 

20,6 Prozent                                                          bleiben 6-10 Jahre dabei

 

21,3 Prozent                                                          bleiben 11-15 Jahre dabei

 

13,0 Prozent                                                          bleiben 16-20 Jahre

 

 9.1 Prozent                                                           bleiben über 20 Jahre

 

 3,6 Prozent                                                hatten keine oder eine andere Antwort.

 

Eine wichtige Erkenntnis bringt diese Statistik zu Tage: innerhalb der ersten 5 Jahre verlassen ca. 1/3 der Mitglieder die Organisation wieder.

 

 

Verwendete Quelle:

Was ist Scientology; Demographische -& Statistische Fakten über Scientology 2000-2011

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Wer`s glaubt, wird seelig!? „DER WOLF IM SCHAFSPELZ“ Gefahren erkennen und vorbeugen!

Ein neuer Flyer zur „Information und Beratung zu fragwürdigen Religiös-Weltanschaulichen Angeboten“ ist von der Interministeriellen Arbeitsgruppe zu Fragen sogenannter Sekten & Psychogruppen beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Baden-Württemberg kürzlich herausgegeben worden.

Unter der Überschrift:

„Wer`s glaubt, wird seelig!? – „DER WOLF IM SCHAFSPELZ“ Gefahren erkennen und vorbeugen!“

Wers glaubt, wird seelig

 

 

 

 

 

 

 

 

heißt es u.a.

Religiös-weltanschauliche Sondergruppen sind immer  wieder Thema in den Medien und ein bleibendes Problem in unserer Gesellschaft. Viele Menschen haben den Wunsch nach religiöser Zugehörigkeit und sinnstiftenden Beziehungen. Dieses verständliche Bedürfnis kann leicht ausgenutzt werden. Entsprechende Gruppen treten unter den verschiedensten Namen und Bezeichnungen auf und lassen ihre eigentlichen Ziele oftmals nicht auf Anhieb erkennen.

Gleichzeitig gilt: Nicht jede Gruppierung ist von vornherein gefährlich.

Vorsicht ist aber immer dann geboten, wenn es zu einer ungewöhnlich starken Bindung des Einzelnen an eine Gemeinschaft oder an Personen kommt, die ein hohes Maß an Sozialkontrolle ausüben und große persönliche, zeitliche oder fi nanzielle Investitionen fordern.

VORBEUGEN IST BESSER ALS HEILEN!

Jeden Menschen bewegen im Verlauf seines Lebens Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt:

Warum gibt es Krankheit, Krieg, Leid und Tod auf der Welt?

Wie geht es mit mir weiter? Hat die Menschheit eine Zukunft?

Worauf kann ich in meinem Leben bauen? Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Wer oder was hilft mir bei wichtigen Entscheidungen?

Existiert Gott? Nach welchen Werten soll ich mich im Leben richten? …

Radikale religiöse und weltanschauliche Lehren setzen häufig an solchen Sinnfragen an und versprechenvermeintlich „sichere“ Antworten. Nicht selten ist damit aber eine echte Gefahr für Leib und Leben verbunden, wie z.B.:

  • Einengung der Lebensgestaltung,
  • Aufgeben der persönlichen Freiheit
  • Verlust eines realistischen Urteilsvermögens
  • Persönlichkeits- und Verhaltensveränderungen
  • Depressionen und Psychosen
  • suchtähnliches Verhalten, psychische Abhängigkeit
  • Zerstörung familiärer Bindungen,
  • Kindeswohlgefährdung
  • Verlust des Arbeitsplatzes, finanzieller Ruin
  • (politische, religiöse) Radikalisierung
  • soziale Isolation
  • Entstehung von Parallelgesellschaften
  • Vernachlässigung schulischer, familiärer oder gesellschaftlicher Pflichten
  • Einschränkung der körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklung
  • Kriminalität und Suizid

Im Flyer ist auch der „Holzweg“ gezeichnet.

Danach folgen folgende Tipps:

„WENN ALLE STRICKE REISSEN“

Wie kann Betroffenen geholfen werden?

Wer bei einer vereinnahmenden Gemeinschaft landet, muss dort nicht gleich unglücklich sein. Gerade am Anfang ist die Begeisterung oft groß. Deshalb: Keine Hilfe aufdrängen!

Das löst nur Abwehr, Rückzug und ein Gefühl von Unverstandensein aus.

Hilfreicher dagegen ist es, Kontakt zu halten , für den oder die Betroffene/n da zu sein, nicht zu belehren, nicht zu beschämen, sondern ernst zu nehmen, gemeinsame Erlebnisse und Perspektiven zu schaffen.

Denn es ist leichter in die Realität zurückzufinden, wenn noch Menschen da sind, denen man sich anvertrauen kann.

Kein Geld geben!

Sie würden damit höchstens eine fragwürdige Organisation auch noch unterstützen und die Eigenverantwortlichkeit des Betroffenen schwächen.

Das Selbstwertgefühl stärken, die Kritikfähigkeit schärfen!

Informationen über die Gruppe oder Lehre müssen nicht zurückgehalten werden. Vielleicht erscheinen einem begeisterten Mitglied zu Anfang alle kritischen Einwände als staatliche, wissenschaftliche oder kirchliche Propaganda. Aber sie bleiben dennoch im Gedächtnis haften und können dabei helfen, eines Tages selbst Fragen zu stellen.

Sie sollten auch die Motive bedenken: Warum gehen Leute, die Sie kennen, überhaupt zu einer Sekte?

Vielleicht weil sie Gemeinschaft, Zuneigung, Geborgenheit oder auch Autorität suchen; weil ihnen ein Sinn im Leben fehlt; weil die ganze Welt so unübersichtlich und bedrohlich wirkt; weil sie gerne eine Alternative zu ihrem bisherigen Leben kennenlernen möchten; weil sie nicht ohnmächtig sein, sondern sich für eine vermeintlich gute Sache einsetzen wollen; weil sie sehr neugierig sind, oder auch weil sie sich Hilfe bei körperlicher Krankheit, seelischem Leid oder existentiellen Problemen wünschen.

Diese Motive sind nicht unbedingt nur das Privatproblem der Betroffenen. Sie können auch ein Signal dafür sein, dass wir uns „zwischenmenschlich“ mehr kümmern müssen und dass unsere moderne Gesellschaft heute offenbar manche menschlichen Grundbedürfnisse nicht (oder nicht mehr) für alle befriedigend erfüllt.

Zeigen Sie betroffenen Angehörigen oder Freunden deshalb Alternativen auf, die ihnen helfen können, Sinn im Leben zu finden und sich selbst zu verwirklichen.

Letztlich braucht es ein gemeinsames Wertefundament, auf dem unsere Beziehungen aufbauen, damit diese von Akzeptanz, Freiheit und gegenseitiger Verantwortung geprägt sind, und dies über weltanschauliche und religiöse Grenzen hinweg!

 

Wers glaubt, wird seelig.2JPG

 

 

 

 

 

 

 

Wir stellen diese Broschüre hier unten zum Download ein.

Sie enthält zwei Seiten, die entsprechend gefaltet werden.

Flyer_Sekten und Psychogruppen

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Der „Field Disseminator“ (übers. „Feldverteiler“) im neuen Zeitalter der Expansion der Internationalen Vereinigung der Scientologen (IAS).

Ein Bericht von

Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

21.02.2017

 

Robert Willette ist der Director of Field Dissemination der Internationalen Vereinigung der Scientologen (International Association of Scientologist / IAS). (1)

Nach 25 Jahren „beispielloser Expansion und Errungenschaften“, so die Eigendarstellung, sah sich  die IAS in der Pflicht, „weiterhin ihre Zielsetzung und die Zukunft der Scientology zu garantieren und die Technologie von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard auf jeder Ebene der Gesellschaft zu verbreiten- und so den Traum von einer besseren Welt Wirklichkeit werden zu lassen“. (2)

 Die scientologischen „Feldverteiler“ spielen eine wichtige Rolle für diese Expansion.

Ein Field Disseminator ist ein IAS-Mitglied, das anderen hilft, ebenfalls Mitglied in der IAS zu werden oder eine höhere Ehrenstatusstufe in der Internationalen Vereinigung der Scientologen zu erreichen.

Sie sind praktisch die Leute an der Frontlinie, welche die Kampagnen der Scientology an den Mann bzw. die Frau bringen.

Hierfür erhalt ein Field Disseminator 10 Prozent Provision auf alle Mitgliedbeiträge und Spenden, die gesammelt werden. (1)

„Der Planet muss gerettet werden! Eine Neue Zivilisation muss erschaffen werden!“ So die Zielsetzung der Internationalen Vereinigung der Scientologen (IAS). (2)

 Robert Willette richtete sich daher schriftlich an die Mitglieder der IAS.

Auch er erinnerte erst einmal daran, dass für die IAS nun ein völlig neues Zeitalter der IAS-Expansion eingetreten ist und teilte weiter mit:

„Mit Bewilligung der IAS wird die größte Scientology-Verbreitungskampagne in unserer Geschichte finanziert- mit TV und Internet-Anzeigen, die Millionen von Menschen mit dem Weg zur Freiheit bekannt machen.

Gleichzeitig finanziert die IAS Ideale Orgs in den strategisch wichtigsten Städten der Erde- von denen jede eine einschneidende Bedeutung für planetarisches Clearing hat.

Des Weiteren werden mithilfe der IAS neue Fortgeschrittene Organisationen in kontinentalen Gebieten errichtet, um sicherzustellen, dass jeder die Chance bekommt, den Zustand OT zu erreichen.

Aufgrund der IAS ist Scientology heute präsent- stärker und erfolgreicher als je zuvor. (..)“ (1)

 Das Ziel, so teilt es Robert Willette in seinem Schreiben mit, sollte es sein, „dass jeder Scientologe gleichzeitig Mitglied der IAS sein sollte und seinen IAS-Mitglieds- oder Ehrenstatus kontinuierlich erhöhen sollte“.

 

 Wir sind die IAS 2010 1

 

 

 

 

 

 

Wir sind die IAS 2010 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder oben: Schreiben von Robert Willette; IAS

Die sogenannte „Honor Roll“ (Ehrenliste) der IAS hat eine lange Tradition und geht in die Gründerzeit der IAS zurück.

In den sogenannten IMPACT-Hochglanzbroschüren, herausgegeben von der IAS, sind namentlich und manchmal auch bebildert, die Scientologen aufgeführt, welche ihren Ehrenstatus erreicht bzw. erhöht haben.

Der „Feldverteiler“ kann sich dem „ultimativem Spiel- die Größe und Stärke der IAS zu erhöhen“ anschließen und sich per E-Mail an den Director of Field Dissemination der IAS Administration wenden, so steht es im Schreiben. (1)

Wenn er loslegt und 25 neue IAS-Mitgliedschaften an Scientologen „erspielt“ hat, dann erhält er zu seinen 10 Prozent den Mitglied- und Ehrenstatus: „Mitglied der Ehrenliste“.

Es ist der kleinste Titel der erreichbar ist.

Für 100 neue IAS-Mitgliedschaften (oder Ehrenstatus) heißt der Titel „Senior Honor Roll“.

Für 250 neue IAS-Mitgliedschaften (..)  „Ruby Senior Honor Roll“.

Bringt der fleißige „Feldverteiler“ 500 Personen zur IAS dann erwirbt er den Status „Saphir Senior Honor Roll“.

 Wenn Sie als Leser meinen, dass dies unwahrscheinlich sei so viele Leute dazu zu bringen der IAS beizutreten, dann denken sie nicht positiv genug, denn das „ultimative Spiel“ das die Administration der IAS sich ausgedacht hat, geht viel weiter:

 „Senior Field Disseminator wird für 1.000 neue IAS-Mitgliedschaften (oder Ehrenstatus) verliehen.

„Lead Field Disseminator“ wird für 1.500 neue IAS-Mitgliedschaften (..) verliehen.

„Master Field Disseminator“ nach 2.000 und „Elite Field Disseminator“ nach 2.500.

Im absoluten Idealfall wird der „Feldverteiler“ den Status „Legendary Field Disseminator“ erreichen und damit in die Annalen der Internationalen Vereinigung der Scientologen eingehen.

Diesen erhält er für 3.000 neue IAS-Mitgliedschaften.

 

Erweiterung der IAS Ehrenliste

 

 

 

 

 

Erweiterung der IAS Ehrenliste.1JPG

 

 

 

 

 

 

 

Bilder oben: Auszüge aus der Beilage des „Ultimativen Spiels“ der IAS

 

 

Im Jahre 2010 wurde das „ultimative Spiel“ eröffnet. (2)

 

  1. Ron Hubbard, der Gründer der Scientology-Organisation erklärte zu Dianetik & Scientology folgendes: „WENN ALLE KRÄFTE zu einem gemeinsamen Vorstoß ausgerichtet werden, kann sich eine riesige Macht entwickeln.“

 

Unterschätzen Sie die „Spielchen“ zur Klärung des Planeten und zur Schaffung einer Neuen Zivilisation nicht, die Scientology sich ausdenkt.

Die Expansion der Organisation läuft vor unserer aller Augen meist unmerkbar ab.

Wir dürfen den Fehler nicht machen und die schleichende Expansion von Scientology zu unterschätzen.

Vergleicht man die Anfänge der Scientology-Organisation mit Heute, so hat sie sich enorm gesteigert. Es wäre falsch sich nur immer an den Mitgliedszahlen der Organisation in Deutschland oder in den einzelnen Bundesländern zu orientieren.

Es gibt zu jedem Scientologen auch ein ihm zugeneigtes Umfeld.

Diese Personen müssen nicht gleich unbedingt Scientology beitreten, es reicht schon wenn sie mit der Organisation sympathisieren, sich Verhaltensmuster aneignen oder an der Organisation verdienen  usw.

Und denken sie auch an Situationen in denen ausländische Scientologen Deutschland besuchten um hier „interne Probleme“ zu lösen.

Robert Daniel Willette hat sich selbst in der IAS hochgespendet, vom Crusader (mindestens 10.000 US-Dollar gespendet) zur Honor Roll. (3)

Im Jahre 2010 fand sich sein Bild in der Hochglanzbroschüre IMPACT. Hier überreichte er Anstecknadeln an Teilnehmer der Höheren Ehrenliste. (4)

 

Verwendete Quellen:

 

  • Unterschriebenes Schreiben von Robert Willette „Wir sind die IAS! Spielen Sie das ultimative Spiel für IAS-Mitglieder – indem Sie als Field Disseminator anderen Scientologen helfen, ihren nächsten IAS-Status zu erreichen.“ von 2010.
  • Ankündigung des Ultimativen Spiels-Die Ehrenliste.
  • Impact 96/2001 und Impact 97/2001: Status Crusader; Impact 114/2006 Honor Roll.
  • Impact 123/2010, Seite 67 mit Bild von Robert Willette
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Scientology-Gründer L. Ron Hubbard: „Zwei Arten von Menschen !“

Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

18.02.2017

Scientology-Gründer L. Ron Hubbard stellte fest, dass die Gesellschaft mehr oder weniger nach dem Prinzip organisiert ist, dass es nur zweierlei Arten von Menschen gibt- gute und schlechte Menschen. Von denen sind einige erfolgreich und andere nicht und manche kennt man gerne und andere nicht.

Schon in den Fernsehwestern habe man die Cowboys mit schwarzen- und die mit den weißen Hüten. Es würde auch keine Geschichten geben, wenn es nicht Helden und Scheusale gäbe.

Laut L. Ron Hubbard gibt es „Forschungsergebnisse“, an denen der Leser interessiert sein müsse, „und diese zeigen klar; dass es zwei Arten von Verhalten gibt – jenes, mit dem beabsichtigt wird konstruktiv zu sein, und jenes, mit dem beabsichtigt wird, katastrophal zu sein.“

Und dies, so der Scientology-Gründer, sind die zwei vorherrschenden Verhaltensmuster!“ (1) (2)

Die Quelle dieser Forschungsergebnisse wird nicht mitgeteilt.

„Es gibt also Menschen, die versuchen, Dinge aufzubauen, und andere, die versuchen die Dinge niederzureißen. Und es gibt keine anderen Arten. Es gibt tatsächlich nicht einmal Grauschattierungen“, so der Ideenlieferant der Scientology-Organisation. (1) (2)

Man kann aber keiner Person Macht gewähren, ohne dass sie gute Absichten hat. Somit ergibt sich der einzige Weg, wie einer Person entscheidende und machtvolle Fähigkeiten wiedergegeben werden können, sie besteht darin, sie von „verborgenen Zwängen“ zu befreien, ihn aus der Krankheit zu befreien.

Ein Scientologe ist befähigt, diese andere kranke Art der Menschen zu heilen.

  1. Ron Hubbard dazu:

L. Ron Hubbard

 

 

 

 

 

„Durch das Unterdrücken der schädigenden Motive eines Wesens, das gegenwärtig zur Katastrophe hin geneigt ist (wie beim Militär), kann man dieses Wesen dazu bringen das es sich „benimmt.“ (..)

Die grundlegende Qual der Menschen ist, dass sie in diejenigen unterteilt sind, die aufbauen, und  in diejenigen, die vernichten. Und in diesem Konflikt von Absichten ist ihr Ringen, egal auf welcher Seite sie stehen, immer verloren. Oder war verloren, bis der Scientologe daherkam.“ (1)

 Für Scientology-Gründer Hubbard bleiben diese kranken Leute in Abwesenheit von Scientology fixiert und unveränderlich. Und „wenn man Scientology nicht hätte, so würde das nicht nur nicht beobachtet werden, sondern könnte niemals verändert werden.“ (2)


Verwendete Quellen:

 

  • Magazin der Church of Scientology- Neue Zivilisation, Ausgabe 172/2003: „Zwei Arten von Menschen“- ein Artikel von L. Ron Hubbard, Seite 4, 5.
  • Buch „Die Einführung in die Ethik der Scientology“ von L. Ron Hubbard; 1989 New Era Publications International., Seite 109-112
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Gefundene Statistiken über Mitgliederzahlen von Scientology und über die sogenannten Sekten & Psychogruppen.

Bericht von

Jörg Stolzenberger

Aufklärungsgruppe Krokodil

03.02.2017

 

Immer wieder wird man in unserer Beratungsarbeit nach Statistiken zu unserem Thema gefragt.

In unserer Anfangszeit, vor 20 Jahren, hatten wir noch für jeden Beratungsfall eine Strichliste gefertigt, um ggf. nachvollziehen zu  können, wieviel Fälle es, zu welcher Bewegung gab. Früher war dies für die Presse, für Schulen und Politiker besonders wichtig, um damit andere leichter einschätzen könnten, wie wichtig man in seiner Beratungsarbeit war.

Es interessierte dabei keinen, wie umfangreich die Beratung in den Einzelfällen war.            Ob man zum Beispiel stundenlang mit Recherche oder mit den Gesprächen beschäftigt war, oder ob telefonisch eine kurze Antwort oder Vermittlung möglich war und ausreichte.

Es war auch völlig unwichtig, ob sich ein örtlicher Schwerpunkt zu einer bestimmten sogenannten Sekte oder Psychogruppe gebildet hatte und man deshalb vermehrt Anfragen bekam.

Unwichtig war auch, wenn man den Aussteiger oder Geschädigten in eine Langzeitbetreuung durch die Eltern- & Betroffeneninitiative übernahm.

Strichlisten waren wichtig!

Nur die Striche bewiesen: Hier wird gute und wichtige Arbeit geleistet!

Also hatten wir das sinnlose Spiel mal über mehrere Monate mitgespielt.

Andere Beratungsstellen, teilweise inzwischen dem allgemeinen – oder systematischen (Ehrenamt)-Sterben zum Opfer gefallen, taten es uns damals gleich.

Der Nutzen lief gegen Null, der Aufwand eine anständige und faire Statistik zu erstellen war erheblich bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit, welche normalerweise ja hinter dem Beruf ansteht.

Nun bin ich bei meinen Recherchen zufällig auf die Seite von „Statista“ gestoßen und fand dort auch zwei Statistiken, die sich mit unserem Thema befassen.

Diese möchte ich an dieser Stelle dem Leser nahebringen ohne eine Wertung abzugeben, denn mir ist nicht bekannt, wie diese Zahlen zustande kamen.

Informativ sind sie zumindest und die Plattform von dem Internetstatistiker bietet zudem auch zu anderen Themen für Interessierte Statistiken an. Aber Achtung, nur bestimmte „Basisdaten“ sind kostenlos.

Hier also die beiden Statistiken, welche sich mit den Mitgliederzahlen befassen:

 

  1. Zu den Scientology-Mitgliederzahlen von 2003-2015 in Deutschland

Scientology Mitglöiederzahlen 2003-2015.3 JPG

 

 

 

 

 

 

  1. Zu den Mitgliederzahlen zu sogenannten Sekten & Psychogruppen (im Jahr 2001)

Sektenanzahl der Sekten in Deutschland.1JPG

 

 

 

 

 

 

 

Sektenanzahl der Sekten in Deutschland. 2001PG

 

 

Quelle:

http://www.statista.com

 

Kurze Eigendarstellung:

Die Statista GmbH betreibt mit Statista.com eines der weltweit führenden Statistik-Portale. Sie hat ihren Sitz in Hamburg, Berlin, Frankfurt, New York, London und Madrid und beschäftigt rund 350 Mitarbeiter, darunter Datenbank-Experten, Redakteure und Statistiker. Statista wurde 2008 zum Start-up des Jahres gewählt, erhielt 2008 den renommierten Gründerpreis der Financial Times Deutschland, wurde 2010 zum Ort der Innovation auserkoren und schließlich als Europäischer Gewinner des Red Herring Preises 2010 ausgezeichnet. 2012 zählte Statista zu den Finalisten des Deutschen Gründerpreises.

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